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Studentenleben live

Was alles zur Ablenkung taugt

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

28.09.2016

Lernraumknappheit: Ein Zustand, der mich zwar zu deutlich früherem Aufstehen in der Klausurphase bewegt, aber bisher nie wirklich genervt hat. Bis die Uni auf die Idee kam, den größten vorhandenen Lernraum zu einem Einschreibungszentrum umzurüsten. Natürlich ist die Idee nicht neu. Genau genommen ist das nämlich jedes Jahr so. Nur klar war mir das nicht, da ich mich selbst vor einem Jahr postalisch eingeschrieben hatte. Also wie auch immer: Die eh schon knappen Plätze reduzierten sich also um etwa 250.

Zum Glück sind wir mit den Fächern, für die man am sinnvollsten in einer Gruppe lernt, nun durch, sodass ich guten Gewissens erstmal nach Hause fahren kann, um dort weiter zu lernen. Die Gefahr, dass ich mich bereitwillig von meiner Familie ablenken lasse ist auch wieder geringer, da ja die Schulferien vorbei sind und demnach tagsüber niemand daheim ist. Im Grunde genommen ist auch genau das der Punkt, warum mir die Lernräume so wichtig sind. Dort kann ich einfach disziplinierter arbeiten. Zu Hause gibt es so viel Ablenkung. Denn das Bad kann man ja immer putzen, die Fenster sehen in solchen Momenten auch aus, als würde nur noch sporadisch Licht hindurch fallen, Gitarre und Klavier hat man auch schon ewig nicht mehr gespielt und die Blusen im Schrank sind vom vielen Hängen auch schon wieder bügelreif. Oder die ebenfalls nach Prokrastinationsgründen suchenden Mitbewohner bringen einem eine Tasse Tee vorbei, um vielleicht kurz fünf Minuten zu quatschen. Es fällt einfach leichter sich auf den Stoff zu konzentrieren, wenn man nicht zu Hause lernt.

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