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Studentenleben live

Ein Hoch auf die Akademie

Trotz meiner Examensvorbereitung nahm ich an einer Praxisakademie teil. Vormittags fand das akademische Programm statt. Ich war in einer Gruppe, die sich mit Menschenrechten auseinandersetzte, und fand es faszinierend, mal wieder in der Tiefe in ein Thema einsteigen zu können. Schon in den Pausen kamen wir aus dem Diskutieren nicht heraus. Die Nachmittage konnten wir frei gestalten. Wir waren Kanu fahren, Joggen, Volleyball spielen oder saßen am See und haben geredet. Abends hielten alle Dozenten spannende Vorträge zu verschiedenen Themen.
Neben diesen vorbereiteten Veranstaltungen leben die Akademien von der Eigeninitiative der Stipendiaten. Und diesmal haben sich die „Stiftis“ wieder selbst übertroffen: Es gab einen Chor, abends wurden Tanzkurse angeboten, tagsüber gab es Angebote von Tai Chi über Yoga bis hin zu Gedächtnistraining. An einem Abend gab es einen Powerpoint-Slam, bei dem ein Studierender eine ihm vorher gänzlich unbekannte Powerpoint-Präsentation vortragen musste – ich hätte nie gedacht, dass das so witzig sein kann! An den letzten beiden Abenden sollten wir Stipendiaten die Ergebnisse aus unseren Kleingruppen im Plenum vorstellen. Auch hier haben alle um die kreativste, coolste und witzigste Präsentation gewetteifert..
Das Klima dieser Praxisakademie war einzigartig. Kein Gespräch war uninteressant und mir war keine Minute langweilig. Die Entscheidung, eine Woche Examensvorbereitung für die Akademie zu opfern, bereue ich auf keinen Fall.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 29, 2016

Studentenleben live

Viel Neues, viel Lehrreiches

Ich mache zurzeit ein Praktikum in einem Stadtplanerbüro und erlebe, wie Gutachten, Vorprüfungen und unterschiedlichste Pläne zu Bauvorhaben entstehen. Das Praktikum ist sehr lehrreich. Viele der Themen aus der Bauleitplanung habe ich zwar bei Umweltrecht oder manchen anderen Veranstaltungen angeschnitten, aber das planerische Arbeiten ist mir als eher forschender Umweltwissenschaftlerin im Grunde fremd. Dieses in der Praxis zu erleben, macht die Thematik für mich nun greifbarer.
Im Moment erstelle ich eine Karte, in der alle Biotoptypen eines Areals dargestellt werden, auf dem eine neue Veranstaltungshalle geplant ist. Um die Biotop- oder Nutzungstypen festzustellen, sind wir zu der Fläche gefahren und haben uns beispielsweise notiert, dass das eine Stück Rasen eine öffentliche Parkfläche und das andere als strukturreiche Gartenanlage einzustufen ist. So haben wir jeden Quadratmeter der Fläche einem bestimmten Lebensraum zugewiesen. Manche Lebensraumtypen, wie etwa eine versiegelte Fläche, haben dabei im Grunde keinen ökologischen Wert mehr und erhalten eine 0, andere Flächen, wie ein naturnahes Gewässer, erhalten Wertungen bis zur 1. Die Flächen werden herangezogen, um eine Bilanzierung für das Umweltgutachten zu erstellen. Man stellt den Wert der bestehenden Fläche mit dem Wert gegenüber, den die Fläche nach dem Eingriff erwartungsgemäß haben wird. Die Wertdifferenz muss vom Bauträger zum Beispiel durch das Aufhängen von Fledermauskästen oder anderer Maßnahmen ausgeglichen werden. Beim Erstellen dieser Biotopkarte musste ich frustriert feststellen, dass ich nur noch sehr wenig von dem weiß, was ich im Bachelor über das Geoinformationssystem (GIS) gelernt habe.
In letzter Zeit ist mir öfter bewusst geworden, dass mein Studium nicht sehr berufsnah ist. Ich denke mir, dass das an einer Fachhochschule (FH) anders wäre. Die Praxis fehlt mir ungemein und da wünsche ich mir manchmal, ich hätte an einer FH zum Beispiel Landschaftsplanung studiert. Doch das bringt mir nun auch nichts. Umso dankbarer bin ich, dass ich über das Praktikum ein klein wenig berufliche Praxis bekomme und hoffe, dass diese mir hilft, mutiger zu werden, wenn es ans Bewerben für eine Stelle als studentische Hilfskraft, für die Abschlussarbeit im Betrieb oder später eine Festanstellung geht.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 29, 2016

Studentenleben live

Was alles zur Ablenkung taugt

Lernraumknappheit: Ein Zustand, der mich zwar zu deutlich früherem Aufstehen in der Klausurphase bewegt, aber bisher nie wirklich genervt hat. Bis die Uni auf die Idee kam, den größten vorhandenen Lernraum zu einem Einschreibungszentrum umzurüsten. Natürlich ist die Idee nicht neu. Genau genommen ist das nämlich jedes Jahr so. Nur klar war mir das nicht, da ich mich selbst vor einem Jahr postalisch eingeschrieben hatte. Also wie auch immer: Die eh schon knappen Plätze reduzierten sich also um etwa 250.

Zum Glück sind wir mit den Fächern, für die man am sinnvollsten in einer Gruppe lernt, nun durch, sodass ich guten Gewissens erstmal nach Hause fahren kann, um dort weiter zu lernen. Die Gefahr, dass ich mich bereitwillig von meiner Familie ablenken lasse ist auch wieder geringer, da ja die Schulferien vorbei sind und demnach tagsüber niemand daheim ist. Im Grunde genommen ist auch genau das der Punkt, warum mir die Lernräume so wichtig sind. Dort kann ich einfach disziplinierter arbeiten. Zu Hause gibt es so viel Ablenkung. Denn das Bad kann man ja immer putzen, die Fenster sehen in solchen Momenten auch aus, als würde nur noch sporadisch Licht hindurch fallen, Gitarre und Klavier hat man auch schon ewig nicht mehr gespielt und die Blusen im Schrank sind vom vielen Hängen auch schon wieder bügelreif. Oder die ebenfalls nach Prokrastinationsgründen suchenden Mitbewohner bringen einem eine Tasse Tee vorbei, um vielleicht kurz fünf Minuten zu quatschen. Es fällt einfach leichter sich auf den Stoff zu konzentrieren, wenn man nicht zu Hause lernt.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 28, 2016