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Studentenleben live

Zwei Bachelorabschlüsse?

Ungefähr ein Jahr vor der anvisierten Abgabe der Bachelorarbeit sollte man anfangen, sich grob über das Thema Gedanken zu machen. Das werde ich wohl leider nicht hinbekommen, weil ich mit zwei mündlichen Prüfungen dieses Semester bereits alle Hände voll zu tun haben werde. Und dann kommen noch die Gedanken dazu, wie es nach dem Bachelor in Kulturwissenschaften weitergehen soll: Soll ich einen Master an einer Präsenzuniversität machen oder doch an der Fernuniversität in Hagen weiterstudieren? Soll ich ein noch Bachelorstudium, dieses Mal an einer Präsenzuniversität, aufnehmen oder eben den von mir momentan favorisierten Bachelor in Psychologie an der Fernuniversität in Hagen belegen?
Woher diese Idee jetzt kommt? Nun, Psychologie fand ich schon immer interessant: wie sich Menschen verhalten, warum sie genau das tun, was sie tun, welche Biologie dahinter steckt. Was mich ein wenig abschreckt ist das Einführungsmodul, welches ausschließlich Statistik beinhaltet. Mathe war noch nie mein Fall und ich habe immer sehr lange gebraucht, um mir die entsprechenden Kenntnisse anzueignen. Den Master mit Schwerpunkt Geschichte an der Fernuniversität könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen, jedoch reizt mich momentan der Bachelor in Psychologie.
Außerdem werde ich häufiger mit der Frage konfrontiert, ob zwei Bachelorabschlüsse wirklich so eine gute Idee sind. Ob es nicht viel sinnvoller wäre, einen Master anzuhängen.
Da werde ich mich wohl auf mein Bauchgefühl verlassen müssen, denn der Arbeitsmarkt kann sich innerhalb von zwei bis drei Jahren gravierend ändern. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich später wirklich als selbstständige Journalistin arbeiten werde oder ob es mich doch in die Bibliothek verschlägt. Oder ganz woanders hin. Aber darüber mache ich mir inzwischen keine Sorgen mehr, denn zwei Dinge habe ich bei diesem Studium definitiv gelernt: Ersten: Es kommt oftmals anders als man denkt. Zweitens: Egal was auch passiert, ich werde damit zurechtkommen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Sep 30, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Sep 30, 2016

Studentenleben live

Ein Hoch auf die Akademie

Trotz meiner Examensvorbereitung nahm ich an einer Praxisakademie teil. Vormittags fand das akademische Programm statt. Ich war in einer Gruppe, die sich mit Menschenrechten auseinandersetzte, und fand es faszinierend, mal wieder in der Tiefe in ein Thema einsteigen zu können. Schon in den Pausen kamen wir aus dem Diskutieren nicht heraus. Die Nachmittage konnten wir frei gestalten. Wir waren Kanu fahren, Joggen, Volleyball spielen oder saßen am See und haben geredet. Abends hielten alle Dozenten spannende Vorträge zu verschiedenen Themen.
Neben diesen vorbereiteten Veranstaltungen leben die Akademien von der Eigeninitiative der Stipendiaten. Und diesmal haben sich die „Stiftis“ wieder selbst übertroffen: Es gab einen Chor, abends wurden Tanzkurse angeboten, tagsüber gab es Angebote von Tai Chi über Yoga bis hin zu Gedächtnistraining. An einem Abend gab es einen Powerpoint-Slam, bei dem ein Studierender eine ihm vorher gänzlich unbekannte Powerpoint-Präsentation vortragen musste – ich hätte nie gedacht, dass das so witzig sein kann! An den letzten beiden Abenden sollten wir Stipendiaten die Ergebnisse aus unseren Kleingruppen im Plenum vorstellen. Auch hier haben alle um die kreativste, coolste und witzigste Präsentation gewetteifert..
Das Klima dieser Praxisakademie war einzigartig. Kein Gespräch war uninteressant und mir war keine Minute langweilig. Die Entscheidung, eine Woche Examensvorbereitung für die Akademie zu opfern, bereue ich auf keinen Fall.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 29, 2016

Studentenleben live

Viel Neues, viel Lehrreiches

Ich mache zurzeit ein Praktikum in einem Stadtplanerbüro und erlebe, wie Gutachten, Vorprüfungen und unterschiedlichste Pläne zu Bauvorhaben entstehen. Das Praktikum ist sehr lehrreich. Viele der Themen aus der Bauleitplanung habe ich zwar bei Umweltrecht oder manchen anderen Veranstaltungen angeschnitten, aber das planerische Arbeiten ist mir als eher forschender Umweltwissenschaftlerin im Grunde fremd. Dieses in der Praxis zu erleben, macht die Thematik für mich nun greifbarer.
Im Moment erstelle ich eine Karte, in der alle Biotoptypen eines Areals dargestellt werden, auf dem eine neue Veranstaltungshalle geplant ist. Um die Biotop- oder Nutzungstypen festzustellen, sind wir zu der Fläche gefahren und haben uns beispielsweise notiert, dass das eine Stück Rasen eine öffentliche Parkfläche und das andere als strukturreiche Gartenanlage einzustufen ist. So haben wir jeden Quadratmeter der Fläche einem bestimmten Lebensraum zugewiesen. Manche Lebensraumtypen, wie etwa eine versiegelte Fläche, haben dabei im Grunde keinen ökologischen Wert mehr und erhalten eine 0, andere Flächen, wie ein naturnahes Gewässer, erhalten Wertungen bis zur 1. Die Flächen werden herangezogen, um eine Bilanzierung für das Umweltgutachten zu erstellen. Man stellt den Wert der bestehenden Fläche mit dem Wert gegenüber, den die Fläche nach dem Eingriff erwartungsgemäß haben wird. Die Wertdifferenz muss vom Bauträger zum Beispiel durch das Aufhängen von Fledermauskästen oder anderer Maßnahmen ausgeglichen werden. Beim Erstellen dieser Biotopkarte musste ich frustriert feststellen, dass ich nur noch sehr wenig von dem weiß, was ich im Bachelor über das Geoinformationssystem (GIS) gelernt habe.
In letzter Zeit ist mir öfter bewusst geworden, dass mein Studium nicht sehr berufsnah ist. Ich denke mir, dass das an einer Fachhochschule (FH) anders wäre. Die Praxis fehlt mir ungemein und da wünsche ich mir manchmal, ich hätte an einer FH zum Beispiel Landschaftsplanung studiert. Doch das bringt mir nun auch nichts. Umso dankbarer bin ich, dass ich über das Praktikum ein klein wenig berufliche Praxis bekomme und hoffe, dass diese mir hilft, mutiger zu werden, wenn es ans Bewerben für eine Stelle als studentische Hilfskraft, für die Abschlussarbeit im Betrieb oder später eine Festanstellung geht.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 29, 2016