Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

We are the World

Vor einiger Zeit war ich mit meinem Freund in Köln auf einem Konzert. Diesen Satz habe ich meistens so stehen lassen, da er so schon ziemlich cool klingt. Die meisten gaben sich damit aber nicht zufrieden, da es ein instinktiver Reflex zu sein scheint, nach der Band zu fragen – und die Antwort überraschte alle.
Direkt von einem Ausflug aus Straßburg kommend waren mein Freund und ich beide mit Rucksack unterwegs. Allerdings stellten wir etwas schockiert fest, dass wir dieses Accessoire gar nicht gebraucht hätten, um aufzufallen. Alleine unsere Haarfarbe entlarvte uns als noch unter 60-jährig und hob uns damit von der breiten Masse ab. Mit dem Meer weißer Köpfe stiegen wir auf eines der Schiffe, die an der Eisenbahnbrücke am Ufer lagen. Dort warteten wir darauf, dass die Jungen Kölner Philharmoniker die Bühne betraten.
Da in der Veranstaltungsbeschreibung nicht viel stand, hatten wir die Tickets auf gut Glück gebucht und waren angesichts des Durchschnittsalters des Publikums etwas skeptisch geworden. Das bereitliegende Programm beruhigte uns aber etwas. Unsere Kenntnisse zusammengenommen konnten wir vor allem Filmmusik und ein paar Jazzklassiker ausmachen. Als die Musiker dann die Bühne betraten, damit den Altersdurchschnitt wieder erheblich senkten und der Dirigent sich schon bei der ersten Anmoderation als Albert Einsteins verwirrterer Zwilling outete, flogen die letzten Bedenken über Bord.
Das Auftaktstück war ein verjazzter Tschaikowsky, der einen zusammen mit der Tatsache, dass wir uns in einem fahrenden Boot befanden, in eine Art Live-Kino versetzte. Nicht die Bilder bewegten sich, sondern wir bewegten uns durch die Bilder am Ufer. Zur Pause verschlug es uns dann aufs Dach, wo wir inzwischen ein Stück rheinaufwärts die Sonne über Köln untergehen sahen.
Mit einem noch deutlich moderneren zweiten Teil und dem Statement, dass Musik verbindet, setzten die Musiker mit „We are the World“ noch einen beeindruckenden Schlussakkord, der eindeutig auch jüngeres Publikum verdient gehabt hätte.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 6, 2016

Studentenleben live

In der Stretchlimo

Nun ist es tatsächlich passiert: Ich gewann den Wettbewerb eines örtlichen Radiosenders und darf ein Jahr lang das Kerwa Madla sein. Ich wurde aus 120 Mädchen ausgewählt und durfte mich über zahlreiche Preise freuen. Drei Artikel wurden in der Zeitung über mich verfasst und im Radio wurden einige Interviews mit mir gesendet.
Mein erster großer Auftritt war gleich am Folgetag der Siegerehrung beim Gunzenhausener Festzug in einer Stretchlimousine. Ich winkte im Dirndl aus dem Schiebedach heraus und warf den Kindern Bonbons zu. In einem solch noblen Auto fühlte ich mich wie eine Prinzessin. Nicht einmal für die Schmückung des Autos musste ich einen Finger rühren. Ich durfte einzig und allein auf den bequemen Ledersitzen Platz nehmen und das Fahrzeug von innen begutachten. An Getränken mangelte es dank einer kleinen Minibar auch nicht. Nach dem Umzug wurde ich sogar bis vors Festzelt gefahren.
Auch am Feuchtwanger Mooswiesenumzug durfte ich als Kerwa Madla dabei sein, worüber ich mich wahnsinnig freute. Im kommenden Jahr werde ich zudem Teil der Jury sein und küre das Kerwa Madla 2017. Diese aufregende Zeit werde ich wohl nicht so schnell vergessen!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 4, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 4, 2016

Studentenleben live

Zwei Bachelorabschlüsse?

Ungefähr ein Jahr vor der anvisierten Abgabe der Bachelorarbeit sollte man anfangen, sich grob über das Thema Gedanken zu machen. Das werde ich wohl leider nicht hinbekommen, weil ich mit zwei mündlichen Prüfungen dieses Semester bereits alle Hände voll zu tun haben werde. Und dann kommen noch die Gedanken dazu, wie es nach dem Bachelor in Kulturwissenschaften weitergehen soll: Soll ich einen Master an einer Präsenzuniversität machen oder doch an der Fernuniversität in Hagen weiterstudieren? Soll ich ein noch Bachelorstudium, dieses Mal an einer Präsenzuniversität, aufnehmen oder eben den von mir momentan favorisierten Bachelor in Psychologie an der Fernuniversität in Hagen belegen?
Woher diese Idee jetzt kommt? Nun, Psychologie fand ich schon immer interessant: wie sich Menschen verhalten, warum sie genau das tun, was sie tun, welche Biologie dahinter steckt. Was mich ein wenig abschreckt ist das Einführungsmodul, welches ausschließlich Statistik beinhaltet. Mathe war noch nie mein Fall und ich habe immer sehr lange gebraucht, um mir die entsprechenden Kenntnisse anzueignen. Den Master mit Schwerpunkt Geschichte an der Fernuniversität könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen, jedoch reizt mich momentan der Bachelor in Psychologie.
Außerdem werde ich häufiger mit der Frage konfrontiert, ob zwei Bachelorabschlüsse wirklich so eine gute Idee sind. Ob es nicht viel sinnvoller wäre, einen Master anzuhängen.
Da werde ich mich wohl auf mein Bauchgefühl verlassen müssen, denn der Arbeitsmarkt kann sich innerhalb von zwei bis drei Jahren gravierend ändern. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich später wirklich als selbstständige Journalistin arbeiten werde oder ob es mich doch in die Bibliothek verschlägt. Oder ganz woanders hin. Aber darüber mache ich mir inzwischen keine Sorgen mehr, denn zwei Dinge habe ich bei diesem Studium definitiv gelernt: Ersten: Es kommt oftmals anders als man denkt. Zweitens: Egal was auch passiert, ich werde damit zurechtkommen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Sep 30, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Sep 30, 2016