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Studentenleben live

Berührungsängste

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

06.10.2016

Germanistik, Medizin, Jura – nur ein paar Beispiele für Studienrichtungen der abi»-Blogger, von denen mein Gegenüber auf der einen oder anderen Party schon oft mit Begeisterung berichtet hat. Wenn ich dann erzähle, dass ich Mathe studiere, werde ich zumeist erst einmal komisch angeguckt. Mathe flößt den meisten Leuten viel Respekt ein. Nun konnte ich einen guten Einblick in das Mathestudium erhalten. Also warum nicht mal ein paar Vorurteile hinterfragen:
1. Mathematiker sind Nerds mit Sozialphobie: Stimmt nicht! Klar, es gibt ein paar Kommilitonen aus der Mathe-Bachelor-Riege, die zumindest ein bisschen dem Klischee entsprechen. Der Großteil sind allerdings sehr nette Leute. Das einzige kleine Problem ist, dass sie alle schrecklich intelligent sind, sodass man sich fühlt, als wäre man ein bisschen dumm. Ansonsten habe ich sehr vielseitig interessierte Freunde gefunden.
2. Man muss ein Genie sein, um das Mathestudium zu schaffen: Klar, es ist kein Zuckerschlecken. Man muss entweder ziemlich viel Grips haben oder ziemlich viel lernen – oder beides ein bisschen. Um das durchzuhalten, braucht man ein Faible dafür – und ich kenne viele Leute, die das Studium abgebrochen oder auf Lehramt gewechselt haben, weil sie überfordert waren. Ich kann nur sagen: Vor dem Studium wurde mir prophezeit, ich würde durch alle Klausuren fallen und das sei normal – dafür schlage ich mich meiner Meinung nach ziemlich gut.
3. Mathe studieren ausschließlich Jungs: Was für ein Unsinn, das gilt nur für Informatik! Spaß beiseite: Die Jungs sind in der Überzahl, aber Mädchen trifft man trotzdem oft genug an.
4. In Mathe muss man viel rechnen: Das ist der größte Schwachsinn überhaupt. In Klausuren wird zwar teilweise mal ein bisschen gerechnet, aber das große Konstrukt ist viel wichtiger.
Fazit: Wer überlegt, Mathe zu studieren, sollte sich nicht von Vorurteilen abschrecken lassen. Viele Unis bieten Assessment-Center an, in denen man online Fähigkeiten testen kann, die man im Mathestudium brauchen und weiterentwickeln wird. Der Kontakt mit der Fachschaft, Vertrauensdozenten und Studierenden ist ebenfalls ratsam. Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht und bin sehr froh über meine Entscheidung.

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