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Studentenleben live

Von Usedom nach Rügenwalde

Am fünften Tag unserer Radtour sind wir in Swinemünde über die polnische Grenze gefahren und haben erst einmal Geld gewechselt: Das war ein großer Fehler. Eigentlich ist der Kurs der Wechselstuben besser, allerdings nicht direkt nahe der deutschen Grenze. Und dann sind wir auch noch ewig durch den Ort geirrt, um die Fähre zu finden. Auf dem polnischen Festland haben wir einen Eindruck von dem Urlaubsort bekommen: überfüllt und bunt. Über den Kanal und aus Swinemünde raus erwartete uns der schwierigste Wegabschnitt der ganzen Tour: Ein sandiger Feldweg über Wurzeln durch den Wald. Nach diesem gefühlten Mountainbike-Track sind wir erschöpft in Misdroy angekommen. Auch hier waren unzählige Menschen, überall wurde etwas an Ständen verkauft und Technomusik schallte aus Lautsprechern. Wir nahmen die erstbeste Unterkunft, da uns die Lust auf das Zelten vergangen war. Ergebnis: Ein kleiner Campingwagen aus den 70ern in einem Hinterhof. Am Abend schien uns dieser noch gemütlich und romantisch, doch auf dem harten Bett fühlten wir uns alles andere als wohl. Da wir aber sowieso Kilometer machen wollten, sind wir bereits im Morgengrauen aufgestanden und losgefahren.
Dieser Tag war für mich der schönste: Auch wenn es immer wieder schwierige Streckenabschnitte gab, war es sonnig und abwechslungsreich. Wir radelten durch viele Urlaubsorte mit Jahrmarktfeeling, auf Küstenradwegen direkt am Wasser entlang, auf einsamen Waldwegen und konnten sogar unser hoch gestecktes Tagesziel Kolberg erreichen. Diese Stadt ist zwar ein beliebtes Urlaubsziel seit rund 150 Jahren, wurde aber im Zweiten Weltkrieg leider stark zerbombt und etwas unschön wieder aufgebaut. Lediglich die Uferpormenade mit dem historischen Leuchtturm konnte uns begeistern.
Am darauffolgenden Tag verließ uns sowohl die Radfahrlust als auch die körperliche Kraft. In Rügenwalde nahmen wir uns für zwei Nächte ein Zimmer in einem auf urig gemachten Hotel und ließen es uns gut gehen. Rügenwalde ist wirklich ein schönes, historisches Städtchen direkt an einem Fluss. Am Tag darauf ging es dann mit dem Zug nach Danzig.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Oct 7, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Oct 7, 2016

Studentenleben live

Erstis

Ein neues Trimester hat begonnen. Das heißt, es gibt wieder neue Gesichter auf dem Campus. Live konnte ich deren Studienstart in den vergangenen Jahren nicht erleben, weil ich immer noch in den Ferien oder im Ausland war. Aber dieses Jahr konnte ich die Erstis bei ihren ersten Schritten in der Law School neugierig beobachten.
Und es sah echt spannend aus! Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich die ersten neuen Leute kennengelernt habe, die jetzt zu meinen engsten Freunden gehören. Daran, wie ich mich immer beim Mittagessen mit vielen verschiedenen Leuten an den Tisch gesetzt habe und wie ich schon tiefe und persönliche Gespräche mit Menschen geführt habe, die ich noch gar nicht so gut kannte. Und daran, wie das alles spannend und neu war, die Stadt, die Leute, das Studieren, …
Jetzt habe ich also diese ganzen Erstis gesehen, denen es wahrscheinlich genauso geht wie mir vor vier Jahren. Die noch ein bisschen unbeholfen und ziemlich neugierig über den Campus laufen. Die noch total offen sind, immer alle anquatschten und ihr Grüppchen noch nicht gefunden haben. Die wunderbare Stunden auf dem Campus in der Sonne entspannen, um diese ganze neue, aufregende Atmosphäre in sich aufzusaugen.
Ein bisschen wehmütig werde ich bei der Erinnerung an die Zeit, als mein ganzes Studium noch vor mir lag. Dafür liegt nun aber vieles hinter mir, das ich nicht so gerne nochmal wiederholen würde: Die Hausarbeiten, die Bachelorarbeit, die Schwerpunkts-Abschlussprüfung, Bilanzierung und Buchführung, und, und, und.
Dafür steht jetzt etwas anderes vor der Tür, vor dem ich mich auch am liebsten drücken würde: das Examen. Noch ist mein Plan, dieses im Februar zu schreiben, weswegen ich jetzt eine Examenslerngruppe gegründet habe und mit der Wiederholung anfange – es wird allmählich ernst! Es fühlt sich komisch an, aber ich freue mich darauf, wenn in einem halben Jahr der erste große Teil meines Studiums (hoffentlich) geschafft ist.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 6, 2016

Studentenleben live

Berührungsängste

Germanistik, Medizin, Jura – nur ein paar Beispiele für Studienrichtungen der abi>>-Blogger, von denen mein Gegenüber auf der einen oder anderen Party schon oft mit Begeisterung berichtet hat. Wenn ich dann erzähle, dass ich Mathe studiere, werde ich zumeist erst einmal komisch angeguckt. Mathe flößt den meisten Leuten viel Respekt ein. Nun konnte ich einen guten Einblick in das Mathestudium erhalten. Also warum nicht mal ein paar Vorurteile hinterfragen:
1. Mathematiker sind Nerds mit Sozialphobie: Stimmt nicht! Klar, es gibt ein paar Kommilitonen aus der Mathe-Bachelor-Riege, die zumindest ein bisschen dem Klischee entsprechen. Der Großteil sind allerdings sehr nette Leute. Das einzige kleine Problem ist, dass sie alle schrecklich intelligent sind, sodass man sich fühlt, als wäre man ein bisschen dumm. Ansonsten habe ich sehr vielseitig interessierte Freunde gefunden.
2. Man muss ein Genie sein, um das Mathestudium zu schaffen: Klar, es ist kein Zuckerschlecken. Man muss entweder ziemlich viel Grips haben oder ziemlich viel lernen – oder beides ein bisschen. Um das durchzuhalten, braucht man ein Faible dafür – und ich kenne viele Leute, die das Studium abgebrochen oder auf Lehramt gewechselt haben, weil sie überfordert waren. Ich kann nur sagen: Vor dem Studium wurde mir prophezeit, ich würde durch alle Klausuren fallen und das sei normal – dafür schlage ich mich meiner Meinung nach ziemlich gut.
3. Mathe studieren ausschließlich Jungs: Was für ein Unsinn, das gilt nur für Informatik! Spaß beiseite: Die Jungs sind in der Überzahl, aber Mädchen trifft man trotzdem oft genug an.
4. In Mathe muss man viel rechnen: Das ist der größte Schwachsinn überhaupt. In Klausuren wird zwar teilweise mal ein bisschen gerechnet, aber das große Konstrukt ist viel wichtiger.
Fazit: Wer überlegt, Mathe zu studieren, sollte sich nicht von Vorurteilen abschrecken lassen. Viele Unis bieten Assessment-Center an, in denen man online Fähigkeiten testen kann, die man im Mathestudium brauchen und weiterentwickeln wird. Der Kontakt mit der Fachschaft, Vertrauensdozenten und Studierenden ist ebenfalls ratsam. Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht und bin sehr froh über meine Entscheidung.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 6, 2016