Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Danzig

Nach einer Woche Radfahren ab Bernau bei Berlin kamen wir an unserem Ziel an: Danzig. Wir waren zu acht dort und hatten ein wunderschönes Apartment direkt am Fluss gemietet. Ich wollte diese historische Stadt schon immer mal besuchen. Die Stadthäuser erinnerten mich total an die Gebäude in den Niederlanden, mit diesen etwas stufenförmigen Aufsätzen auf den Giebeln. Im Gegensatz zu dem, was ich von den Niederlanden kenne, sind die Häuser in Danzig aber sehr bunt und verziert, auch bemalt und mit Statuen und Stuck versehen. Dies ist vermutlich dem ehemaligen Reichtum der früheren Hafen- und Handelsstadt geschuldet. Zudem steht in der Innenstadt die riesige Marienkirche.
Wir haben uns ein paar gemütliche Tage gemacht. Durch eine kostenlose Stadtführung und das Europäische Zentrum der Solidarnosc haben wir uns historisch gebildet. Zahlreiche Piroggen, die polnische Version von Maultaschen, haben uns kulinarisch versorgt. Und an den sonnigen Tagen, haben wir uns Motorboote geliehen oder sind mit den Fahrrädern an den Strand gefahren.
Gut getroffen hat es sich, dass ich vor Ort ein bestimmtes Buch fertig gelesen habe: „Der Mann, der Hunde liebte“ von Leonardo Padura erzählt die Geschichte von Ramon Mercader, der 1940 den russischen Revolutionär Leo Trotzki ermordete. Jedoch ist diese Geschichte nur ein Aufhänger, um die Gräueltaten, sowohl physischer als auch seelischer Natur, in der ehemaligen Sowjetunion zu thematisieren, vor allen Dingen das Missbrauchen von Hoffnungen, Träumen und Idealen von Millionen von Menschen.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Oct 14, 2016

Studentenleben live

Balkonien

Balkonien ist ein wunderbarer Ort. Zu meinem kleinen Zimmer in Aachen gehört ein Balkon, auf dem allerdings bis vor kurzem das Fahrrad meines Mitbewohners herumstand. Doch letztendlich habe ich dieses erfolgreich verbannt und bin nun neben einer Yukka-Palme und ein paar Kräuterleichen die einzige, die sich ab und zu auf die schattigen drei Quadratmeter Außenfläche unserer Wohnung begibt.
Jetzt, da ich die Herrscherin über Balkonien bin, habe ich angefangen, mir Gedanken über die Ausgestaltung meines Reiches zu machen. Dabei spielten Basilikum, Schnittlauch und andere Kräuter so lange eine entscheidende Rolle, wie ich brauchte, um festzustellen, dass besagtes Grünzeug verdammt empfindlich auf Wassermangel reagiert. Daher die Kräuterleichen, die ich eingangs erwähnte. Ein wenig Hoffnung habe ich aber noch. Der Basilikum hat es wahrscheinlich überlebt, wenn auch nur leidlich. Damit das Ganze nicht so kläglich aussieht, habe ich als Sichtschutz die noch gesunde Petersilie davor gestellt. Ich vermute, sie ist etwas robuster als ihre vertrockneten Kollegen. Der Palme geht es dafür nach wie vor hervorragend. Inzwischen ist sie von ihrem schattigen Platz im Flur auf den ähnlich schattigen Balkon umgezogen, sodass ich mich weiter frage, ob sie nicht vielleicht doch ein Vampir ist, der sich tagsüber in eine Topfpflanze verwandelt.
Im Gegensatz zu mir haben meine gegenüberliegenden Nachbarn ihr Balkonien völlig im Griff. So betrachtet bin ich wirklich glücklich, auf dieser Seite des Innenhofes zu leben; denn ich habe Aussicht auf eine von dezentem Edelstahlgeländer gerahmte, sonnengelb gestrichene Terrasse, die vor kräftigem Grün in Tontöpfen nur so strotzt. Es ist wirklich schade, dass unser Balkon auf der Nordseite liegt und diese Art grünes Paradies bei uns nicht möglich ist. Aber immerhin wird er bald Verstärkung von einem weiteren Palmenvampir bekommen. Sponsored by Mama natürlich.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 13, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 13, 2016

Studentenleben live

Möglichkeiten

So richtig glücklich liefen die vergangenen zwei Wochen meines Praktikums nicht. Ich habe mich ziemlich mies gefühlt, weil ich beim Erstellen von Umweltgutachtertexten so vor mich hin stottere. Mein Betreuer ist ziemlich überlastet, weshalb für meine Einarbeitung nicht viel Zeit bleibt. Zumindest manchmal kommt es mir dann so vor, als wäre ich etwas schwer von Begriff. In jedem Fall fehlt mir aber die Erfahrung, um beispielsweise sagen zu können, welche Schutzmaßnahme für welches planungsrelevante Tier an dieser und jener Baustelle angebracht ist. Ziemlich gestammelt habe ich auch, als ich nach Möglichkeiten fragte, um nach dem Praktikum im Büro weiterzuarbeiten, zum Beispiel als studentische Hilfskraft. Denn ich merke, dass mich die Erfahrungen aus dem Berufsalltag voranbringen und deshalb würde ich die praktische Arbeit gern fortsetzten. Aber mein betreuender Landschaftsplaner verwies mich nur an andere Stellen und empfahl mir, mich frühzeitig um Kontakte und Stellen zu bemühen, wenn ich meine Masterarbeit in einem Betrieb schreiben möchte – sein Betrieb ist davon aber scheinbar ausgenommen.
Ach, es hat mich traurig gemacht, dass mehr als die lehrreichen sechs Wochen Praktikum im Landschaftsplanungsbüro für mich wohl nicht drin sind. Es sind jetzt nur noch zwei Wochen bis die Vorlesungen an der Uni Bayreuth auch für Geoökologen wieder beginnen und ich habe dabei ein sehr mulmiges Gefühl. Bevor es aber in Bayreuth für mich weiter geht, steht mir noch eine ganz neue Erfahrung bevor: Ein Vorstellungsgespräch für eine Anstellung beim Landschaftspflegeverband. Eine solche Anstellung bei einem Naturschutzverband wäre für mich eine echte Alternative zum Master, da mir die Berufserfahrung wichtiger ist als der höhere akademische Grad. Ich bin ziemlich aufgeregt und es tut gut, dass ich die Chance bekomme, mich vorzustellen. Drückt mir die Daumen!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 12, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 12, 2016