interaktiv

Studentenleben live

Danzig

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

14.10.2016

Nach einer Woche Radfahren ab Bernau bei Berlin kamen wir an unserem Ziel an: Danzig. Wir waren zu acht dort und hatten ein wunderschönes Apartment direkt am Fluss gemietet. Ich wollte diese historische Stadt schon immer mal besuchen. Die Stadthäuser erinnerten mich total an die Gebäude in den Niederlanden, mit diesen etwas stufenförmigen Aufsätzen auf den Giebeln. Im Gegensatz zu dem, was ich von den Niederlanden kenne, sind die Häuser in Danzig aber sehr bunt und verziert, auch bemalt und mit Statuen und Stuck versehen. Dies ist vermutlich dem ehemaligen Reichtum der früheren Hafen- und Handelsstadt geschuldet. Zudem steht in der Innenstadt die riesige Marienkirche.
Wir haben uns ein paar gemütliche Tage gemacht. Durch eine kostenlose Stadtführung und das Europäische Zentrum der Solidarnosc haben wir uns historisch gebildet. Zahlreiche Piroggen, die polnische Version von Maultaschen, haben uns kulinarisch versorgt. Und an den sonnigen Tagen, haben wir uns Motorboote geliehen oder sind mit den Fahrrädern an den Strand gefahren.
Gut getroffen hat es sich, dass ich vor Ort ein bestimmtes Buch fertig gelesen habe: „Der Mann, der Hunde liebte“ von Leonardo Padura erzählt die Geschichte von Ramon Mercader, der 1940 den russischen Revolutionär Leo Trotzki ermordete. Jedoch ist diese Geschichte nur ein Aufhänger, um die Gräueltaten, sowohl physischer als auch seelischer Natur, in der ehemaligen Sowjetunion zu thematisieren, vor allen Dingen das Missbrauchen von Hoffnungen, Träumen und Idealen von Millionen von Menschen.

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