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Studentenleben live

Vorstellungsgespräch

Vergangene Woche war ich bei einem Vorstellungsgespräch beim Landschaftspflegeverband in Ansbach. Ich hatte viel zusätzliche Zeit eingeplant, um entspannt dorthin zu reisen. Meine Schwägerin wollte mich außerdem fahren und an einem Bahnhof außerhalb von Nürnberg mit dem Auto abholen. Soweit die Planung.
An der U-Bahn-Station wartete ich vergebens auf den gewünschten Zug. Etwa zehn Minuten verspätet fuhr ich mit einer anderen Linie in den Bahnhof ein. Weiter gehen sollte es mit der S-Bahn. Die S-Bahnen in Nürnberg sind meiner Meinung nach ungeschickt ausgeschildert und zudem wird im Mittelgang zu den Gleisen gerade gebaut. Ich zwängte mich also durch die Baustelle und war heilfroh, dass ich auf die Minute genau vor der Tür zu meiner S-Bahn stand. Doch die wollte sich aber nicht öffnen lassen und fuhr schließlich ohne mich los. „Okay, dann nehme ich halt die nächste in 15 Minuten“, dachte ich mir. Leider hatte die nächste S-Bahn zehn Minuten Verspätung und ich wurde langsam ungeduldig. Eine gute halbe Stunde verspätet stieg ich dann ins Auto meiner Schwägerin ein. Fünf Minuten vor dem Vorstellungstermin wurde ich schließlich in Ansbach mit den besten Wünschen rausgeschmissen – an einem Ort, an dem ich noch nie war, und an dem ich mich von meiner besten Seite präsentieren sollte.
Mit pochendem Herzen, aber immerhin rechtzeitig, stand ich vor dem richtigen Zimmer für mein Vorstellungsgespräch. Dieses lief dann auch ganz gut. Landschaftspflege und Naturschutz, Kooperation mit Landwirten und Umweltbildung, darüber konnten wir uns gut unterhalten. Eine Woche lang durften mein Mann und ich ein bisschen davon träumen, vielleicht bald in ein kleines Kaff an der S-Bahnlinie zu ziehen, von wo aus ich nach Ansbach und er nach Nürnberg zur Arbeit fahren könnte. Eine etwas ländlichere Umgebung und vor allem ein Garten, am besten mit Hühnern, wäre nämlich auf kurz oder lang unsere angestrebte Wohnlage. Aber das muss nun doch noch warten. Ich habe die Stelle nämlich nicht bekommen. Das ist schade, ich hätte mir die berufliche Praxis gewünscht und dem Studium vorgezogen. Nun heißt es also wieder auf nach Bayreuth, um den Geoökologiemaster fortzuführen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 19, 2016

Studentenleben live

Besuch in der Allianz-Arena

Vor einiger Zeit fuhr ich mit Freunden nach München. Wir wollten uns in der Allianz-Arena das Spiel Bayern München gegen Ingolstadt ansehen. Ich war sehr aufgeregt, denn es war das erste Mal, dass ich mir ein Fußballspiel der Ersten Bundesliga im Stadion angesehen habe. Wir suchten uns in der Tiefgarage einen Parkplatz und stolperten im Regen zum Eingang. Es war sehr kalt, denn ich hatte nur meine Lederhose und einen Pulli an und beim Warten auf die Taschenkontrolle wurde ich klatschnass. Daraufhin suchten wir gleich den Fanshop auf, um uns aufzuwärmen und uns in den Farben rot-weiß wärmer einzukleiden. Als wir Fotos gemacht und uns mit Getränken versorgt hatten, nahmen wir unsere Plätze auf der Tribüne ein.
Es war ein atemberaubender Ausblick. Das Spielfeld wirkte riesig, auch die Menge an Leuten. Fangesang und Trommelwirbel erfüllte die Arena, als Spieler wie Manuel Neuer oder Robert Lewandowski auf den Platz stolzierten. Bereits ab der 8. Minute führten die Ingolstädter mit einem Tor, aber die Bayern holten souverän auf. Der Endstand lautete schließlich 3:1 für die Bayern. Als wir in Feierlaune zum Auto liefen, wurden wir noch etwas von den Fans der Gäste angepöbelt, die sichtlich verärgert über das Ergebnis waren, aber wir ließen uns davon das Jubeln nicht nehmen. Doch nach einer dreiviertelstündigen Wartezeit in der Parkgarage verging uns das. Zur Aufmunterung kehrten wir abschließend in der Kirchweih in Breitenau ein. Ein warmer Sauerbraten ist doch immer wieder was Feines und versetzt einen wieder in gute Laune.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 17, 2016

Studentenleben live

Exkursion: Zerbst in Sachsen-Anhalt

Im Norden grenzt der Mitteldeutsche Verkehrsverbund an Sachsen-Anhalt. Eine Zugfahrt von einer Stunde und einer Minute trennen das Städtchen Zerbst von der sächsischen Metropole Leipzig. Ich hieve mein Fahrrad aus dem Regionalexpress. Auf der Zugtoilette habe ich mich schnell – dem Anlass meines Besuches, einer freudigen Familienfeier, entsprechend – umgezogen. Zerbst empfängt seine Besucher mit einer großen Baustelle vor den Türen des Bahnhofsgebäudes. Ich schiebe mein Fahrrad durch den Schutt und an den rot-weißen Absperrungen, steige auf und radele los. Mein Hemd ist bis oben zugeknöpft und mit der Fliege noch zusätzlich versiegelt. Und dann sehe ich es wieder einmal: Sachsen-Anhalt.
Zerbst hat einen Dönerladen mit dem Namen Pepe, einen Markt und scheinbar eine eigenartige längliche Einkaufsgasse. Es ist Sonntagmittag. Beim Bäcker Schäfers ist reger Betrieb, ansonsten herrscht Menschenleere. Die Bürgersteige mit den niedrigen, bröckelnden Bordsteinen sind quasi hochgeklappt. Die Gehwegplatten: Ein halber mal 1,20 Meter DDR-Maß. Home sweet home.
Ich fahre weiter. Da kommen die Plattenbauten und ich frage mich: Wer hat hier einmal gelebt? Und wer wohnt hier jetzt? Und dann kommt der Acker. Links und rechts die Erde, die frisch gepflügt zu sein scheint – der Traktor kam mir ja auch gerade erst entgegen. Dazwischen liegt die schmale Landstraße mit den noch jungen Obstbäumen am Rand. Ich lächele breit und rufe in den Wind: „Saaaaaaaachsen-Anhaaaaalt, altes Haus! Schön, dich mal wieder zu sehen!“

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 17, 2016