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Studentenleben live

Vorstellungsgespräch

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

19.10.2016

Vergangene Woche war ich bei einem Vorstellungsgespräch beim Landschaftspflegeverband in Ansbach. Ich hatte viel zusätzliche Zeit eingeplant, um entspannt dorthin zu reisen. Meine Schwägerin wollte mich außerdem fahren und an einem Bahnhof außerhalb von Nürnberg mit dem Auto abholen. Soweit die Planung.
An der U-Bahn-Station wartete ich vergebens auf den gewünschten Zug. Etwa zehn Minuten verspätet fuhr ich mit einer anderen Linie in den Bahnhof ein. Weiter gehen sollte es mit der S-Bahn. Die S-Bahnen in Nürnberg sind meiner Meinung nach ungeschickt ausgeschildert und zudem wird im Mittelgang zu den Gleisen gerade gebaut. Ich zwängte mich also durch die Baustelle und war heilfroh, dass ich auf die Minute genau vor der Tür zu meiner S-Bahn stand. Doch die wollte sich aber nicht öffnen lassen und fuhr schließlich ohne mich los. „Okay, dann nehme ich halt die nächste in 15 Minuten“, dachte ich mir. Leider hatte die nächste S-Bahn zehn Minuten Verspätung und ich wurde langsam ungeduldig. Eine gute halbe Stunde verspätet stieg ich dann ins Auto meiner Schwägerin ein. Fünf Minuten vor dem Vorstellungstermin wurde ich schließlich in Ansbach mit den besten Wünschen rausgeschmissen – an einem Ort, an dem ich noch nie war, und an dem ich mich von meiner besten Seite präsentieren sollte.
Mit pochendem Herzen, aber immerhin rechtzeitig, stand ich vor dem richtigen Zimmer für mein Vorstellungsgespräch. Dieses lief dann auch ganz gut. Landschaftspflege und Naturschutz, Kooperation mit Landwirten und Umweltbildung, darüber konnten wir uns gut unterhalten. Eine Woche lang durften mein Mann und ich ein bisschen davon träumen, vielleicht bald in ein kleines Kaff an der S-Bahnlinie zu ziehen, von wo aus ich nach Ansbach und er nach Nürnberg zur Arbeit fahren könnte. Eine etwas ländlichere Umgebung und vor allem ein Garten, am besten mit Hühnern, wäre nämlich auf kurz oder lang unsere angestrebte Wohnlage. Aber das muss nun doch noch warten. Ich habe die Stelle nämlich nicht bekommen. Das ist schade, ich hätte mir die berufliche Praxis gewünscht und dem Studium vorgezogen. Nun heißt es also wieder auf nach Bayreuth, um den Geoökologiemaster fortzuführen.

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