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Studentenleben live

Die neue Mitbewohnerin

Meine Mitbewohnersuche war erfolgreich. Eine Französin, die im Rahmen des Erasmusprogramms hier an der RWTH studiert, wird nun hier einziehen und bis zur Rückkehr meines Mitbewohners bleiben, der jetzt für ein Semester zu Forschungszwecken in die USA gereist ist. Sie studiert im siebten Semester Textilingenieurwesen und macht damit unsere Techniker-WG komplett.
Ich habe sie kennengelernt, als ich noch etwas gerädert vom Abend zuvor völlig unvorbereitet durch ihr Klingeln daran erinnert wurde, dass sie vorbei kommen wollte, um den Mietvertrag abzuholen. Zum Glück war mein Mitbewohner schneller an der Tür als ich und so hatte ich wenigstens noch Zeit, mir die Haare zu kämmen. Da sie weder besonders gut Englisch spricht, noch ein Wort Deutsch, musste ich sofort mit meinen Französischkenntnissen rausrücken. Das klappte mal wieder nur so lange gut, bis mein Mitbewohner, der wiederum kein Wort Französisch spricht, sich mit ihr auf Englisch unterhielt. Damit war das Sprachenchaos perfekt, denn der ständige Wechsel zwischen den drei Sprachen machte meinem eh schon nicht ganz fitten Hirn ziemlich zu schaffen. Ich bin aber optimistisch, dass sich daran im nächsten Semester einiges ändern wird. Mit jemand Fremdsprachigem zusammenzuwohnen ist aus meiner Sicht der beste Weg, eine andere Sprache zu lernen und zu üben.
Ich bin also vollends begeistert von der neuen Wohnsituation, obwohl es sehr schade ist, dass mein Mitbewohner erst in einem Semester wiederkommt. An seinem letzten Abend vor der Abreise haben wir darauf angestoßen, dass er ein fantastisches Semester in den USA verbringen wird!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 20, 2016

Studentenleben live

Vorstellungsgespräch

Vergangene Woche war ich bei einem Vorstellungsgespräch beim Landschaftspflegeverband in Ansbach. Ich hatte viel zusätzliche Zeit eingeplant, um entspannt dorthin zu reisen. Meine Schwägerin wollte mich außerdem fahren und an einem Bahnhof außerhalb von Nürnberg mit dem Auto abholen. Soweit die Planung.
An der U-Bahn-Station wartete ich vergebens auf den gewünschten Zug. Etwa zehn Minuten verspätet fuhr ich mit einer anderen Linie in den Bahnhof ein. Weiter gehen sollte es mit der S-Bahn. Die S-Bahnen in Nürnberg sind meiner Meinung nach ungeschickt ausgeschildert und zudem wird im Mittelgang zu den Gleisen gerade gebaut. Ich zwängte mich also durch die Baustelle und war heilfroh, dass ich auf die Minute genau vor der Tür zu meiner S-Bahn stand. Doch die wollte sich aber nicht öffnen lassen und fuhr schließlich ohne mich los. „Okay, dann nehme ich halt die nächste in 15 Minuten“, dachte ich mir. Leider hatte die nächste S-Bahn zehn Minuten Verspätung und ich wurde langsam ungeduldig. Eine gute halbe Stunde verspätet stieg ich dann ins Auto meiner Schwägerin ein. Fünf Minuten vor dem Vorstellungstermin wurde ich schließlich in Ansbach mit den besten Wünschen rausgeschmissen – an einem Ort, an dem ich noch nie war, und an dem ich mich von meiner besten Seite präsentieren sollte.
Mit pochendem Herzen, aber immerhin rechtzeitig, stand ich vor dem richtigen Zimmer für mein Vorstellungsgespräch. Dieses lief dann auch ganz gut. Landschaftspflege und Naturschutz, Kooperation mit Landwirten und Umweltbildung, darüber konnten wir uns gut unterhalten. Eine Woche lang durften mein Mann und ich ein bisschen davon träumen, vielleicht bald in ein kleines Kaff an der S-Bahnlinie zu ziehen, von wo aus ich nach Ansbach und er nach Nürnberg zur Arbeit fahren könnte. Eine etwas ländlichere Umgebung und vor allem ein Garten, am besten mit Hühnern, wäre nämlich auf kurz oder lang unsere angestrebte Wohnlage. Aber das muss nun doch noch warten. Ich habe die Stelle nämlich nicht bekommen. Das ist schade, ich hätte mir die berufliche Praxis gewünscht und dem Studium vorgezogen. Nun heißt es also wieder auf nach Bayreuth, um den Geoökologiemaster fortzuführen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 19, 2016

Studentenleben live

Besuch in der Allianz-Arena

Vor einiger Zeit fuhr ich mit Freunden nach München. Wir wollten uns in der Allianz-Arena das Spiel Bayern München gegen Ingolstadt ansehen. Ich war sehr aufgeregt, denn es war das erste Mal, dass ich mir ein Fußballspiel der Ersten Bundesliga im Stadion angesehen habe. Wir suchten uns in der Tiefgarage einen Parkplatz und stolperten im Regen zum Eingang. Es war sehr kalt, denn ich hatte nur meine Lederhose und einen Pulli an und beim Warten auf die Taschenkontrolle wurde ich klatschnass. Daraufhin suchten wir gleich den Fanshop auf, um uns aufzuwärmen und uns in den Farben rot-weiß wärmer einzukleiden. Als wir Fotos gemacht und uns mit Getränken versorgt hatten, nahmen wir unsere Plätze auf der Tribüne ein.
Es war ein atemberaubender Ausblick. Das Spielfeld wirkte riesig, auch die Menge an Leuten. Fangesang und Trommelwirbel erfüllte die Arena, als Spieler wie Manuel Neuer oder Robert Lewandowski auf den Platz stolzierten. Bereits ab der 8. Minute führten die Ingolstädter mit einem Tor, aber die Bayern holten souverän auf. Der Endstand lautete schließlich 3:1 für die Bayern. Als wir in Feierlaune zum Auto liefen, wurden wir noch etwas von den Fans der Gäste angepöbelt, die sichtlich verärgert über das Ergebnis waren, aber wir ließen uns davon das Jubeln nicht nehmen. Doch nach einer dreiviertelstündigen Wartezeit in der Parkgarage verging uns das. Zur Aufmunterung kehrten wir abschließend in der Kirchweih in Breitenau ein. Ein warmer Sauerbraten ist doch immer wieder was Feines und versetzt einen wieder in gute Laune.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 17, 2016