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Studentenleben live

Praktikum an einer Sprachheilschule

Zurzeit mache ich ein Praktikum an einer Sprachheilschule in Baden-Württemberg. Ich begleite eine erste Klasse in ihrem Schulalltag und lerne dort die praktische Seite meines zukünftigen Berufes kennen. Zunächst ist es wichtig, den Frischlingen Regeln und Struktur beizubringen, denn ohne diese wäre der Unterricht ein komplettes Chaos. Glücklicherweise sind es sehr brave Kinder, die selbst auf mich, die Praktikantin, hören und meine Ermahnungen oder auch Zurechtweisungen – falls diese nötig sind - ernst nehmen. Neben solchen Aufgaben gehe ich aufmerksam durch die Reihen und kontrolliere, ob sie ihre Aufgaben richtig lösen. Ich helfe ihnen zudem, wenn sie Probleme beim Schreiben oder Rechnen haben.
Ein Höhepunkt dieses Praktikums ist, dass ich selbst meine ersten Unterrichtsstunden halten darf. Sei es in Mathe, Religion oder im Fach „Mensch, Natur, Kultur“, eine Art Biologie. Motiviert machte ich mich also an die Vorbereitung meiner ersten Mathestunde zum Thema Strichlisten. Es ging darum, wie man eine Zahl mit Strichen legt, wie man sie bündelt und welchen Sinn und Zweck diese Methode verfolgt. Ich entwarf den Unterricht mit einem Artikulationsschema und strukturierte ihn nach Zeit, Aufbau, Lehrer-Schüler-Interaktion und Medien. Material, das ich dazu brauchte, stellte mir die Lehrkraft zur Verfügung. Wie in einem Spiel würfelten die Schüler zu Beginn mehrmals und legten die gewürfelte Zahl mit Streichhölzern in Strichlisten auf ihren Tisch. Daraufhin bearbeiteten sie ein Arbeitsblatt, auf dem sie Zahlen in Strichlisten darstellten und mit der passenden Würfelzahl verbanden. Zuletzt malten sie die passende Anzahl an Figuren dazu, beispielsweise zur Zahl zwei zwei Blumen. Ich erklärte ihnen noch die Hausaufgabe und beendete erfolgreich meine erste Unterrichtsstunde.
Um ehrlich zu sein, hatte ich es mir leichter vorgestellt, Lehrer zu sein. Nichtsdestotrotz wurde mir aber wieder einmal bewusst, dass das mein Traumberuf ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 26, 2016

Studentenleben live

Oma Luisa

Mit Beginn der harten Lernphase für das Examen habe ich mich in „Oma Luisa“ verwandelt. Soll heißen: Mein Leben ist ziemlich eintönig geworden: Jeden Abend geht’s spätestens um 23 Uhr ins Bett – alles, was über diese Uhrzeit hinausgeht, kann ich nur aus halb geschlossenen Augen mitverfolgen. Ich esse regelmäßig meine drei (fast immer) gesunden Mahlzeiten, jeden Tag um die gleiche Uhrzeit. Ich mache Yoga und Gymnastikübungen, damit mir der Rücken nicht weh tut. Ich packe mich warm ein, damit ich mir bei diesem Wetter bloß keine Erkältung hole. Statt unter der Woche abends unterwegs zu sein, lege ich mich mit Buch und Wärmflasche ins Bett.
Eigentlich gar nicht so schlimm, mal früher ins Bett zu gehen und früher aufzustehen – dann hat man in dieser kalten Jahreszeit immerhin noch etwas vom Tag. Aber auf Dauer ist dieser strenge Rhythmus auch zermürbend. Umso mehr, weil das, was ich tagsüber mache, nicht immer so wahnsinnig viel Spaß macht. Mit der Aussicht, dass das noch fünf Monate so weitergeht, setze ich mich jeden Morgen (außer sonntags) an den Schreibtisch und klappe erst abends den Laptop und die Bücher wieder zu. Ich weiß, fünf Monate sind gar nicht so lange. Aber sich das jeden Morgen in Erinnerung zu rufen, ist nicht immer so einfach.
Das Gute daran: Der Sonntag ist der absolute Wahnsinn. Ich genieße es sehr, am Samstagabend nicht auf die Uhr gucken zu müssen und den Sonntag frei Schnauze gestalten zu können. Sonntag ist nicht nur für mich ein freier Tag, da hat auch Oma Luisa mal nichts zu melden! Und so geht es dann weiter, Woche für Woche, bis zum Examen. Ich kann es gar nicht erwarten!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 25, 2016

Studentenleben live

Liebes Foyer!

Ich mag dich, liebes Foyer im Theater der Jungen Welt, wo ich nun arbeiten darf. Das ist mir schnell klar geworden. Nun will ich es dir auch noch einmal schreiben.
Ich mag, wie du ausschaust. Irgendwie grau und industriell, aber doch auch licht und aufgeräumt. Ich mag, was du bist. Du bist das Zuhause des Einlassers, aber du bist auch Schnittstelle. Schnittstelle zwischen Außenwelt und dem Dschungel des Theaters. Schnittstelle zwischen lärmenden Kindergartengruppen, Postboten, Eltern und eilenden Schauspielern, Inspizienten, ja eben all den durchgeknallten, schwarz gekleideten Menschen, die hier Tag für Tag Theaterwunder vollbringen.
Und nun bin ich einer von ihnen. Ein bisschen zumindest. Und, liebes Foyer, wenn ich so in dir umhergehe, dann wächst in mir der Wunsch, für immer hier zu bleiben. Also vielleicht nicht hier direkt. Nein, das wäre ein wenig unpraktisch, hier zu wohnen. Aber vielleicht ja doch ab und an hinter der Bühne. Oder in einem anderen Foyer.
Liebes Foyer, ich glaube, dass muss dir einfach einmal einer sagen: Du bist toll! Nicht der eitle Bühneneingang oder die kalten Notausgänge. Du bist ein wenig das, was das Theater zum Theater macht. Dafür danke ich dir, wünsche toi, toi, toi für alles weitere und freue mich darauf, noch viele Stunden mit dir verbringen zu können.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 24, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 24, 2016