interaktiv

Studentenleben live

Oma Luisa

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

25.10.2016

Mit Beginn der harten Lernphase für das Examen habe ich mich in „Oma Luisa“ verwandelt. Soll heißen: Mein Leben ist ziemlich eintönig geworden: Jeden Abend geht’s spätestens um 23 Uhr ins Bett – alles, was über diese Uhrzeit hinausgeht, kann ich nur aus halb geschlossenen Augen mitverfolgen. Ich esse regelmäßig meine drei (fast immer) gesunden Mahlzeiten, jeden Tag um die gleiche Uhrzeit. Ich mache Yoga und Gymnastikübungen, damit mir der Rücken nicht weh tut. Ich packe mich warm ein, damit ich mir bei diesem Wetter bloß keine Erkältung hole. Statt unter der Woche abends unterwegs zu sein, lege ich mich mit Buch und Wärmflasche ins Bett.
Eigentlich gar nicht so schlimm, mal früher ins Bett zu gehen und früher aufzustehen – dann hat man in dieser kalten Jahreszeit immerhin noch etwas vom Tag. Aber auf Dauer ist dieser strenge Rhythmus auch zermürbend. Umso mehr, weil das, was ich tagsüber mache, nicht immer so wahnsinnig viel Spaß macht. Mit der Aussicht, dass das noch fünf Monate so weitergeht, setze ich mich jeden Morgen (außer sonntags) an den Schreibtisch und klappe erst abends den Laptop und die Bücher wieder zu. Ich weiß, fünf Monate sind gar nicht so lange. Aber sich das jeden Morgen in Erinnerung zu rufen, ist nicht immer so einfach.
Das Gute daran: Der Sonntag ist der absolute Wahnsinn. Ich genieße es sehr, am Samstagabend nicht auf die Uhr gucken zu müssen und den Sonntag frei Schnauze gestalten zu können. Sonntag ist nicht nur für mich ein freier Tag, da hat auch Oma Luisa mal nichts zu melden! Und so geht es dann weiter, Woche für Woche, bis zum Examen. Ich kann es gar nicht erwarten!

Diesen Artikel teilen