interaktiv

Studentenleben live

Postklausurphase

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

02.11.2016

Die letzte Klausur im zweiten Semester stellte für mich in den vergangenen Wochen einen derartigen Fixpunkt dar, dass ich zwar über diesen Termin hinaus plante, mich aber überhaupt nicht mental auf das Danach vorbereitete. So wurde ich, nachdem alles vorbei war, völlig von meinen eigenen Terminen überrascht. Zum Beispiel entdeckte ich, dass ich in weniger als einer Woche Geburtstag hatte. Ich entdeckte, dass ich in zwei Wochen in den Urlaub fahren würde und dass es Herbst geworden war. Dadurch, dass ich mich am laufenden Band über längst feststehende Dinge wunderte, muss ich einen derart verwirrten Eindruck gemacht haben, dass mich meine Mutter nicht nur spaßeshalber fragte, ob sie sich Sorgen machen müsse. Krönen konnte ich diese Darbietung dann noch mit der Verwechslung zweier Zahlen, was dazu führte, dass ich am ersten Tag im Ferienjob eine geschlagene Stunde zu spät aufkreuzte. Inzwischen hat sich mein Zustand normalisiert... glaube ich.
Seit Anfang der Woche arbeite ich in eben besagtem Ferienjob bei einem Unternehmen, das Verpackungsmaschinen baut. Nachdem ich am ersten einen schlechten Start erwischt hatte, durfte ich mich am Aufpressen von Kugellagern auf Wellenabsätze versuchen. Und das mit einem Hammer, den ich nicht mal ohne Anlauf auf Schulterhöhe brachte. Da ich aber einen gewissen Ehrgeiz hatte, den morgendlichen Fauxpas wieder gutzumachen, entwickelte ich eine Technik, die es mir erlaubte, zumindest ein paar Mal hintereinander ohne Unterbrechung den Hammer zu schwingen. Entsprechend fiel der Muskelkater am nächsten Tag aus. Zum Glück durfte ich seitdem körperlich weniger anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen und Baugruppen zusammenschrauben.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage in dem Job bringen und ob ich meinen Geburtstag im Blick behalte, oder am Wochenende wieder völlig überrascht von der Tatsache bin, dass ich 20 Jahre alt werde!

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