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Studentenleben live

Postklausurphase

Die letzte Klausur im zweiten Semester stellte für mich in den vergangenen Wochen einen derartigen Fixpunkt dar, dass ich zwar über diesen Termin hinaus plante, mich aber überhaupt nicht mental auf das Danach vorbereitete. So wurde ich, nachdem alles vorbei war, völlig von meinen eigenen Terminen überrascht. Zum Beispiel entdeckte ich, dass ich in weniger als einer Woche Geburtstag hatte. Ich entdeckte, dass ich in zwei Wochen in den Urlaub fahren würde und dass es Herbst geworden war. Dadurch, dass ich mich am laufenden Band über längst feststehende Dinge wunderte, muss ich einen derart verwirrten Eindruck gemacht haben, dass mich meine Mutter nicht nur spaßeshalber fragte, ob sie sich Sorgen machen müsse. Krönen konnte ich diese Darbietung dann noch mit der Verwechslung zweier Zahlen, was dazu führte, dass ich am ersten Tag im Ferienjob eine geschlagene Stunde zu spät aufkreuzte. Inzwischen hat sich mein Zustand normalisiert... glaube ich.
Seit Anfang der Woche arbeite ich in eben besagtem Ferienjob bei einem Unternehmen, das Verpackungsmaschinen baut. Nachdem ich am ersten einen schlechten Start erwischt hatte, durfte ich mich am Aufpressen von Kugellagern auf Wellenabsätze versuchen. Und das mit einem Hammer, den ich nicht mal ohne Anlauf auf Schulterhöhe brachte. Da ich aber einen gewissen Ehrgeiz hatte, den morgendlichen Fauxpas wieder gutzumachen, entwickelte ich eine Technik, die es mir erlaubte, zumindest ein paar Mal hintereinander ohne Unterbrechung den Hammer zu schwingen. Entsprechend fiel der Muskelkater am nächsten Tag aus. Zum Glück durfte ich seitdem körperlich weniger anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen und Baugruppen zusammenschrauben.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage in dem Job bringen und ob ich meinen Geburtstag im Blick behalte, oder am Wochenende wieder völlig überrascht von der Tatsache bin, dass ich 20 Jahre alt werde!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 2, 2016

Studentenleben live

Tierisch gut

Gänse, Enten, Reiher, Kiebitze und andere Vögel, viele Kühe in unterschiedlichen Ställen, dazu noch Schweine, Katzen und natürlich Hunde – die vergangenen zwei Tage würde ich als tierisch gut bezeichnen, denn ich hatte eine super Zeit dabei, all die genannten Tiere zu sehen. Ich hatte mir ein Auto geliehen, um zum Wohnort meiner Eltern, fernab von jeder vernünftigen öffentlichen Nahverkehrsanbindung, zu tuckern. Da gerade die Zeit des Vogelzugs ist, fuhr ich noch zum Altmühlsee, um zu schauen, was auf der Vogelinsel so los ist. Es gab zwar keine Raritäten wie den großen Brachvogel zu bestaunen, aber da ich als Ornithologin sowieso noch Vieles nicht gesehen habe, freute ich mich zum Beispiel, die kleinen lustigen Krickenten mit der grünen Feder am Hinterleib zu entdecken. Und wenn sich dann noch 1.000 Graugänse laut schnatternd am Himmel sammeln, um nach Süden aufzubrechen, ist das schon eindrücklich.
Danach machte ich einen Abstecher zum Biohof meines Onkels, sagte den Kälbern und Kühen guten Tag und half noch ein wenig, die Jungtiere von einer Weide auf die andere zu treiben. Dabei erzählte mein Onkel, dass Kühe, wenn sie zu viel junges Gras fressen, einen derartigen Blähbauch bekommen, dass man im äußersten Notfall sogar eine Kanüle in deren Bauch stemmen muss, dass die Gase abgehen, da die Tiere sonst sterben. Noch mehr über Nutztiere lernte ich am nächsten Morgen. Mein Bruder ist Tierarzt für Nutztiere und nahm mich mit auf seine Runde zu den Bauern. Er besamte Kühe und ich sah mich in den Ställen um. Dabei amüsierte ich mich zum Beispiel herrlich über die Rüssel von Schweineferkeln, die meine Fingerspitzen beschnüffelten – die rosa Schlabbersteckdosen.
Bevor ich wieder zurückfuhr, ging ich mit dem Hund der Freundin meines Bruders noch auf Tuchfühlung. Der Gute begrüßt einen immer sehr überschwänglich und lässt auch nicht locker bis er seine Streicheleinheiten erhält.
In jedem Fall tat mir die geballte Tierladung richtig gut, wahrscheinlich auch, weil ich in Nürnberg eigentlich keinen Kontakt mit Tieren habe – leider!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 31, 2016

Studentenleben live

Praktikum an einer Sprachheilschule

Zurzeit mache ich ein Praktikum an einer Sprachheilschule in Baden-Württemberg. Ich begleite eine erste Klasse in ihrem Schulalltag und lerne dort die praktische Seite meines zukünftigen Berufes kennen. Zunächst ist es wichtig, den Frischlingen Regeln und Struktur beizubringen, denn ohne diese wäre der Unterricht ein komplettes Chaos. Glücklicherweise sind es sehr brave Kinder, die selbst auf mich, die Praktikantin, hören und meine Ermahnungen oder auch Zurechtweisungen – falls diese nötig sind - ernst nehmen. Neben solchen Aufgaben gehe ich aufmerksam durch die Reihen und kontrolliere, ob sie ihre Aufgaben richtig lösen. Ich helfe ihnen zudem, wenn sie Probleme beim Schreiben oder Rechnen haben.
Ein Höhepunkt dieses Praktikums ist, dass ich selbst meine ersten Unterrichtsstunden halten darf. Sei es in Mathe, Religion oder im Fach „Mensch, Natur, Kultur“, eine Art Biologie. Motiviert machte ich mich also an die Vorbereitung meiner ersten Mathestunde zum Thema Strichlisten. Es ging darum, wie man eine Zahl mit Strichen legt, wie man sie bündelt und welchen Sinn und Zweck diese Methode verfolgt. Ich entwarf den Unterricht mit einem Artikulationsschema und strukturierte ihn nach Zeit, Aufbau, Lehrer-Schüler-Interaktion und Medien. Material, das ich dazu brauchte, stellte mir die Lehrkraft zur Verfügung. Wie in einem Spiel würfelten die Schüler zu Beginn mehrmals und legten die gewürfelte Zahl mit Streichhölzern in Strichlisten auf ihren Tisch. Daraufhin bearbeiteten sie ein Arbeitsblatt, auf dem sie Zahlen in Strichlisten darstellten und mit der passenden Würfelzahl verbanden. Zuletzt malten sie die passende Anzahl an Figuren dazu, beispielsweise zur Zahl zwei zwei Blumen. Ich erklärte ihnen noch die Hausaufgabe und beendete erfolgreich meine erste Unterrichtsstunde.
Um ehrlich zu sein, hatte ich es mir leichter vorgestellt, Lehrer zu sein. Nichtsdestotrotz wurde mir aber wieder einmal bewusst, dass das mein Traumberuf ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 26, 2016