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Studentenleben live

Hobby Videospiele

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

07.11.2016

Heute möchte ich mal über mein in der Gesellschaft etwas unbeliebtes Hobby schreiben: Seit ich mit sechs Jahren einen Gameboy zu Ostern bekommen habe, bin ich von Herzen videospielbegeistert. Über den Gameboy bis zum Gamecube hat mich Nintendo in vorpubertären Zeiten begeistert. Jeder, der einmal „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ und „Majora's Mask“ gespielt hat, wird verstehen, was ich meine. Für mich sind diese beiden Spiele einfach Kunstwerke. Die Musik, die Charaktere, das Märchenhafte schaffen bis heute eine unglaubliche düster-magische Atmosphäre. Aber natürlich ging es damals auch spielerisch hoch her. Knackige Rätsel in thematisch abwechslungsreichen Tempeln, mit Gegnern, denen nur taktisch beizukommen war. Dann faszinierten mich die etwas erwachseneren Rollenspiele der 2000er Jahre wie „Gothic“ und „The Elder Scrolls“. Ersteres führte in eine düstere Mittelalterwelt mit Ruhrpott-Slang, letztere Reihe wird bis heute gespielt und erschafft Fantasy-Welten mit Sogwirkung und riesigen offenen Spielwelten. Man kann Magier, Meuchelmörder oder edler Ritter sein, fliegen, tauchen, jagen – und das schon seit dem Serienteil „The Elder Scrolls 3: Morrowind“ aus dem Jahre 2002.
Warum schreibe ich darüber? Zum einen, weil ich mich schon immer für mein Hobby rechtfertigen muss und ich herausstellen möchte, dass ich nirgendwo vergleichbare kulturelle Erfahrungen hatte wie mit einigen Spielen. Besonders, wenn man älter wird und sich mit den Entwicklerstudios und dem Produktionsprozess auseinandersetzt, ist es wunderbar zu wissen, dass jeder Felsen in der Spielwelt per Mausklick von jemandem gesetzt wurde, um genau an dieser Stelle eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Und zum anderen, weil ich nach 15 Jahren Spielerfahrung sagen kann: Es gibt einige Perlen, die trotz veralteter Technik nie ihren Charme verlieren, vielleicht gerade weil mit der Technik so ein verändertes Spielgefühl einhergeht, dass die neueren Spiele gar nicht besser sein können, sondern eben nur anders, komfortabler.
Nachdem ich viele Jahre immer nur die neuesten Games konsumiert habe und während meines Bachelors zwei Jahre so gut wie gar nicht gespielt habe, genieße ich seit Anfang dieses Jahres wieder meine alten Lieblingsspiele.

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