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Studentenleben live

Ein sonniger Gruseltag

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

10.11.2016

Nürnberg kann so schön sein! An Halloween zum Beispiel hatte sich mir die Stadt von ihrer besten Seite gezeigt. Noch total grau und ungemütlich war die Stimmung als ich zum Frühstücken eine befreundete Mädels-WG ansteuerte. Nach einem Schlemmermahl und dem Bestaunen von Urlaubsbildern ging es zum Dutzendteich, vorbei an der Meistersingerhalle, mit der ich mich während meines Praktikums so ausgiebig beschäftigt hatte. Goldener Herbstwald und mittlerweile blitzblauer Himmel waren die Kulisse für den Ausflug. Mit Fahrrad und Inlinern sind wir den Silberbuck hinauf gefahren, was nicht ganz einfach war, so steil wie das hoch ging. Der Silberbuck ist im Grunde eine riesige Mülldeponie, unter der sich Kriegsschutt türmt. Mittlerweile ist diese aber gut überwachsen und ein Berg geworden, von dem aus man eine tolle Aussicht über ganz Nürnberg hat.
Am Nachmittag besuchte ich noch eine weitere Freundin. Weil Halloween war, hatte ich so meine Bedenken, als ich mich im Dunkeln nochmal auf mein Fahrrad schwang. Aber bis auf ein paar erstaunlich einfallslos verkleidete Kinder ist mir niemand begegnet. Auch bei ihr sah ich mir Urlaubsfotos an und wir quatschten bis in die Nacht hinein.
Beseelt fuhr ich anschließend wieder nach Hause. Mittlerweile waren schon deutlich gruseligere Gesellen unterwegs. Beim Anblick der schwarz vermummten Gestalten mit Sichel in der Hand habe ich mich an meine Kindheit in Österreich erinnert, wo am Nikolaustag die Krampusse umgingen. Das ist ein Brauch, bei dem sich meist die Dorfjugend ganz scheußlich verkleidet und für Angst und Schrecken sorgt. Vor denen hatte ich als Kind wirklich Angst.

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