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Studentenleben live

Agora

Vor kurzem nahm ich an der Agora teil, die Vollversammlung des europäischen Studentenvereins AEGEE. Dabei kommen jedes halbe Jahr zwischen 500 und 1.000 europäische Studenten zusammen, um über AEGEE und Europa zu diskutieren. In diesem Herbst richtete der moldawische Außenposten unseres Vereins dieses Riesen-Event aus.
Mit einem weiteren AEGEE-Mitglied aus Aachen flog ich nach Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens. Dort wurden wir mit etwa 20 weiteren Mitgliedern in Empfang genommen, hatten gefühlte 30 Sekunden Zeit, um zehn Euro in die entsprechende Menge moldawische Lei umzutauschen, und wurden von den einheimischen Organisatoren an bereitstehende Taxifahrer übergeben. Diese fuhren uns in einem Auto ohne Anschnallgurte mehr oder weniger geschickt um die Schlaglöcher herum und in rund 20 Minuten in die Stadt hinein und berechneten am Ende 110 Lei – das entspricht gerade mal etwa fünf Euro.
Im Laufe der nächsten Tage lernte ich zum ersten Mal ein nicht-EU-Land kennen. Das war mir zunächst nicht bewusst gewesen, weil man mit dem deutschen Personalausweis auch nach Moldawien einreisen kann – danach wurde es von ganz alleine deutlich.
Fragt man nach Sehenswürdigkeiten in der Stadt bekommt man aus zwei Gründen keine Antwort: Zum einen sprechen die Leute kein Englisch. Besser kommt man mit Russisch oder der Landessprache Rumänisch weiter oder zumindest mit einer Sprache, die dem Rumänischen sehr ähnlich ist wie zum Beispiel Italienisch, Spanisch oder Französisch. Zum anderen hat Chisinau kaum etwas zu bieten. Der einzigen sehenswerten Kirche läuft höchstens noch das zwar schlichte, aber immerhin relativ große Parlament den Rang ab. Abgesehen davon lassen sich vielleicht noch der eine oder andere Weinkeller sowie ein Besuch in Transnistrien, dem international nicht anerkannten Land im Osten Moldawiens, dessen kommunistische Vergangenheit überall zu erkennen ist, als interessant einstufen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 17, 2016

Studentenleben live

Neues Spiel, neues Glück

Nun ist es wieder soweit: Die Uni ruft und alles beginnt wieder von vorne – die verzweifelte Raumsuche, die überfüllten Busse, in denen man sich wie eine Sardelle fühlt, und die Müdigkeit nach nächtelangem Feiern. Wie jedes Semester habe ich mir vorgenommen, von Beginn an gut mitzuarbeiten, mitzuschreiben und die Vorlesungen und Seminare gleich nachzuarbeiten. Allerdings ist meine Motivation schon jetzt gleich null.
Denn ich entdeckte eine fesselnde Serie, die mich einfach nicht produktiv werden lässt. „Der Club der roten Bänder“ heißt sie und ich finde sie einfach toll. Es geht um eine Freundschaft zwischen kranken Kindern, deren gemeinsame Abenteuer und wie sie in schlimmsten Situationen zueinanderhalten. Ich mache es mir also gerne auf meinem Bett bequem, schalte den Laptop ein und verbringe meinen Nachmittag damit, herauszufinden, wie die Geschichten weitergehen.
Was ich damit sagen will: An diesen kühlen und grauen Tagen ist es einfach schwer, sich für die Uni aufzurappeln. Die erste Woche ist für mich eine Art Eingewöhnungswoche und deshalb gar nicht so schlecht. Es finden noch nicht alle meine belegten Kurse statt, sondern nur ein paar wenige. Erst nächste Woche fängt mein Vollzeitstudium an. Ich koste also noch die letzten Tage vor dem großen Ansturm an Erledigungen aus und genieße meine Zeit mit dem „Club der roten Bänder“, bis wieder der Ernst des Lebens eintritt.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Nov 15, 2016

Studentenleben live

Besuch

Ein sehr guter Freund macht gerade ein Praktikum in Magdeburg. War mein voriges Semester also etwas einsam – ich wohne ja auch alleine – habe ich endlich wieder Leute um mich. So habe ich unter der Woche meistens vormittags meine Hausarbeiten vorangebracht und anschließend mit meinem Kumpel gegessen und entspannt. Er musste tagsüber ins Praktikum, so konnten wir gemeinschaftlich produktiv sein und uns über den Tag austauschen.
Am Wochenende kamen noch andere Freunde vorbei. Es ist ein Privileg des Alleinewohnens, dass man sich nicht mit seiner WG absprechen und sich darauf verlassen muss, dass es sauber ist. Zudem ist dadurch garantiert, dass ich mit meinem Besuch Zeit alleine verbringen kann. Das traumhafte Wetter hatte natürlich dazu beigetragen, dass die Besuchswochen(-enden) bisher meine schönsten Tage hier in Magdeburg waren. Der große Magdeburger Stadtpark und die Elbe sind bei gutem Wetter wunderschöne Orte zum Entspannen, Lesen, Kaffee trinken und Kuchen essen. Zudem gibt es einige Seen im Umland, die mit dem Fahrrad gut zu erreichen sind. So haben wir meistens ausgeschlafen, meine X-Box angeschmissen, gemütlich gefrühstückt und den Nachmittag auf den Rädern verbracht. Abends besuchten wir eine Bar in meiner Straße. Ich finde es gut, ohne große Wege noch schön ein Bierchen trinken gehen zu können. Zudem haben wir mal das Magdeburger Multiplex-Kino ausprobiert und den Tatort in einer Kneipe geschaut.
Ansonsten ist es natürlich einfach schön, wenn Freunde zu Besuch kommen und meine momentanen Lebensumstände als Student kennenlernen möchten. Und natürlich macht es auch Spaß, diese zu zeigen und von sich zu erzählen. Das hilft mir auch, meine Lebenssituation mit anderen Augen zu sehen und sie zu reflektieren.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Nov 15, 2016