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Studentenleben live

Weihnachtszeit

Der verführerische Duft von gebrannten Mandeln, heißen Bratwürsten und frischem Glühwein – ein untrügliches Zeichen für den Start des Weihnachtsmarktes! Es ist nun bereits der zweite Weihnachtsmarkt, den ich in Heidelberg miterlebe. Trotz meines Umzugs vom Zentrum der Altstadt an deren Ende bekomme ich immer noch so viel mit vom bunten Treiben; vor allem deshalb, da ich täglich auf dem Weg zur Universität über den kompletten Weihnachtsmarkt laufen muss. Das bedeutet insbesondere abends, dass ich nur langsam vorankomme. Ich bin selber von mir erstaunt, wie wenig mich das stört. Vielleicht werde ich tatsächlich älter und entspannter.
Der Weihnachtsmarkt ist auch immer der Startschuss für die Adventszeit und insbesondere für den Weihnachtsstress. Noch vor einigen Jahren habe ich Menschen, die bereits Wochen vor Heiligabend alle Geschenke zusammen hatten, für die Definition von erwachsen gehalten. Schließlich muss man doch sein Leben in einem sehr hohen Maß im Griff haben, um sich bereits Wochen zuvor darum zu kümmern. Wenn ich streng nach meiner jugendlichen Theorie gehen würde, dann wäre ich jetzt auch erwachsen. Neben den Uni-Vorbereitungen habe ich es nämlich geschafft, alle Weihnachtsgeschenke für meine Lieben frühzeitig zu besorgen. Das mag jetzt vielleicht etwas weit hergeholt sein, aber das abgebrochene Jurastudium hat mich tatsächlich zum Positiven verändert. Es fühlt sich einfach deutlich besser an, Dinge nicht auf den allerletzten Drücker zu erledigen – egal, ob Studium oder Privatleben. Ich weiß einfach selber zu gut, dass ich auf diese Art und Weise sehr viel Stress und schlaflose Nächte umgehen kann, was dann meinen allgemeinen Gemütszustand erheblich bessert. Fühlt es sich so an, anzukommen? Fange ich bald auch noch an, gerahmte Bilder aufzuhängen? Soweit lasse ich es wohl erst mal nicht kommen, aber angekommen zu sein, das hört sich gut an. Deshalb gehe ich jetzt erst mal auf den Weihnachtsmarkt mit Freunden und tauche ein in den Trubel!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Dec 20, 2016

Studentenleben live

Bachelor Plus

Schon vor Beginn meines Studiums in Leipzig hörte ich das erste Mal von den Möglichkeiten des Bachelor-Plus-Programmes im Fach Westslawistik. In Deutschland gibt es nur 36 Bachelor-Plus-Studiengänge. Diese organisiert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und unterstützt Studierende mit Stipendien. Das Plus bedeutet: Eine Regelstudienzeit von vier Jahren und ein integrierter Auslandsaufenthalt im fünften und sechsten Semester – eine echt feine Sache also. Für mich schienen das fünfte und sechste Semester erstmal so weit weg. Doch nun rücken sie näher und es wird ernst.
Vergangene Woche fand eine Informationsveranstaltung der Organisatoren statt. Dort berichteten beispielsweise einige frisch Zurückgekehrte von ihren Erlebnissen. Studiert man Westslawistik mit Schwerpunkt Bohemistik, so wie ich, geht man im fünften Semester nach Breslau und im sechsten Semester nach Prag. Im laufenden Semester werden mich nun schon Workshops von Dozierenden beider Universitäten, die die Ansprechpartner vor Ort sind, in Leipzig erwarten. Während des Auslandsjahres belegt man Sprachkurse und kann ansonsten relativ frei wählen, welche Seminare und Vorlesungen man besucht. In Prag werde ich ein Praktikum absolvieren und kann so spannende Institutionen wie die Prager Zeitung, Radio Prag oder das Prager Literaturinstitut von innen kennenlernen. Wie werden sich wohl meine Polnisch-Kenntnisse entwickeln, wo werde ich wohnen, welchen Menschen werde ich begegnen? Ich bin schon außerordentlich gespannt.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 16, 2016

Studentenleben live

Studiumsplanung

Jeder Bachelorstudent kennt das Prozedere der Studiumsplanung. Man hat das Gefühl, dass man theoretisch die Module belegen kann, wann immer man will. Es ist nicht wirklich zu erkennen, dass diese aufeinander aufbauen, schließlich soll das ja der Vorteil am Bachelor sein. Bisher gefällt mir dieses System ganz gut, da ich mir mal in einem Semester mehr und in einem anderen weniger aufbürden kann. Als ich jedoch gestern bei der Sprechstunde des Auslandsbeauftragten war, bemerkte ich die Schwachstellen daran: Momentan würde ich sehr gerne im dritten Semester, also übernächstes Semester, ins Ausland gehen. Wenn ich jedoch im dritten Semester weg bin, dann verpasse ich ein Basismodul in meinem Nebenfach, dass ich bereits dieses Semester nicht belegen konnte. Dieses Modul wird jedoch auch nur im Wintersemester angeboten und somit müsste ich ein weiteres Jahr warten, um es nachholen zu können.
Das Programm, das mich am meisten interessiert, ist ein elfmonatiger Auslandsaufenthalt. Als ich den Zeitraum gesehen habe, musste ich erstmal schlucken. Fast ein ganzes Jahr im Ausland? Zieht sich dann das Studium nicht noch länger hin? Ich habe doch schon zwei Semester mehr als die anderen wegen der kurzen Episode im Jurastudium, darf ich mir das überhaupt leisten? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mein Studium gerne recht zügig durchziehen möchte und mein Plan war, nach dem Bachelor so schnell wie möglich einen Master im Ausland zu beginnen. Wer will schließlich schon ewiger Student sein?
Praktischerweise, so habe ich herausgefunden, kann man sich Auslandssemester als Urlaubssemester anrechnen lassen. Offiziell verlängert sich das Studium dadurch also nicht. Was ich mir immer wieder sage, ist, dass sich ein Auslandsaufenthalt unheimlich lohnt und, dass ich diesen großen Punkt auf meiner Wunschliste nicht wegstreichen sollte, nur aus Furcht vor einem beruflichen oder zeitlichen Nachteil. Überhaupt, wollen nicht alle Arbeitgeber international bewandte Mitarbeiter? Für mich ist ein Auslandssemester die absolute Verwirklichung des Studentenlebens und es wird hoffentlich eher früher als später anstehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Dec 9, 2016