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Bachelor live

Über den Tellerrand - Teil 2

Nach meinem ersten Blick über den Tellerrand meines Studiengangs folgt nun der zweite – wieder mit einem Augenzwinkern versehen.

Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen
Als ich noch in Tschechien lebte, bewarb auch ich mich auf einen der begehrten Plätze für die Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) im hessischen Gießen. Gleich in der ersten Runde flog ich raus. Meine mühevoll erstellte Mappe gefiel nicht. Doch nun verweile ich ab und an durch Freunde unter den ATWlern. Und bin manchmal gar nicht so traurig, nicht genommen worden zu sein.

Wer studiert?
Die Gießener ATW hat einige der großen zeitgenössischen, deutschen Theatermacher hervorgebracht. Um im Studiengang aufgenommen zu werden, muss man drei Aufnahmerunden absolvieren. Es ist ein kleiner, exklusiver Studiengang und so verhält man sich denn auch: Da ist der gekonnte Schalwurf beim Berichten über die jüngsten eigenen Projekte, da ist das Reden in Worthülsen über Themen, deren Bedeutung für den Normalsterblichen gegen Null gehen. In der Regel hat man schon mindestens 73 Assistenzen an diversen Häusern absolviert. Das Kunstverständnis ist modern.

Was macht man?
Man sieht sich Theater an, redet darüber, macht selbst welches. Mitunter werden in den Seminaren abstruse Inszenierungen behandelt. Zum Beispiel eine Performance, bei der auf der Bühne die Choreographin mit zwei Freundinnen zu Rausch-Klängen umhertanzt. Das Publikum besteht hauptsächlich aus kunstbewussten, älteren Menschen, den ATW-Studierenden – und auch noch mir. Für mich hatte das allerdings mit Kunst wenig zu tun.

Was ist anders?
ATW-Bachelor und -Master unterscheiden sich nicht sehr. In der Regelstudienzeit jedenfalls schließt wohl niemand ab, das ist auch gar nicht gewollt. Neben den institutseigenen Veranstaltungen besucht man auch überaus viele frei wählbare Seminare.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Feb 24, 2017

Bachelor live

Zukunftsängste

Man liegt nachts wach im Bett und überlegt hin und her, ob man die richtige Berufswahl getroffen hat. Findet man mit dieser Ausbildung oder diesem Studium später eine Stelle? Was, wenn der Arbeitsmarkt sich ändert und plötzlich keine oder weniger Arbeitnehmer im Wunschberuf gefragt sind? Was, wenn man Pech hat und sich trotz Talent mit einem nicht erfüllenden Job zufriedengeben muss?
So geht es mir zum Glück eher selten, obwohl ich wieder an einem gefühlten Wendepunkt in meinem Leben stehe mit der Frage: Was mache ich nach dem Bachelorstudium? Mein Abitur habe ich mit einer sehr entspannten Haltung bestanden, auch meine Studienwahl traf ich mit absoluter Zuversicht, doch nach zwei Semestern kamen die Zweifel. Phasenweise bin ich jedes Szenario durchgegangen, was schieflaufen könnte. Das war zwar selten, aber häufiger, als ich es aus meiner Schulzeit kannte. Diese Gedanken ließen mich zum ersten Mal nicht los.
Bis ich mich irgendwann einfach entschieden habe, dass sie mir zu stressig sind. Ich möchte nicht die ganze Nacht wach liegen und mir Sorgen zu machen. Klar, sollte man die Zukunft nicht komplett ausblenden. Aber sich zu sehr zu sorgen, macht unglücklich. Deshalb entschied ich, mich von diesen Gedanken nicht mehr beunruhigen zu lassen. Ich denke zwar ab und an immer noch ziemlich schwarz. Allerdings macht es mir nichts mehr aus.
Ich verlasse mich auf mein ruhiges Bauchgefühl, das sich nur bedingt durch Logik erklären lässt. Zwischenzeitlich hat mich das beunruhigt, jedoch habe ich mich jetzt mit diesem Entscheidungsfindungsprozess abgefunden. So treffe ich nun mal meine Entscheidungen fürs Leben – und ich bin glücklich damit.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Feb 24, 2017

Bachelor live

Prüfungsphase

Zwei Jahre ist es her, dass ich für mein Abitur lernen musste. Seitdem war ich in keiner Klausurphase mehr, da ich während meines Freiwilligen Sozialen Jahres keine Prüfungen ablegen musste. Aus diesem Grund musste ich mich, sobald meine ersten Klausuren im Studium näher rückten, erst einmal wieder daran gewöhnen, mich selbst zu motivieren und an den Schreibtisch zu setzen, um den Stoff zu lernen. Sehr viel Druck von den Schultern hat es mir genommen, zu wissen, dass es im ersten Semester nur um das Bestehen geht und die Note noch nicht zählt.
Mittlerweile habe ich schon die erste Klausur hinter mir. Ausgerechnet Statistik und Methoden – das Modul, das bekannt dafür ist, dass viele Studierende durchfallen. Zugegeben, in Mathe war ich noch nie besonders gut. Entsprechend viel Sorge bereitete mir diese Klausur auch, obwohl ich ziemlich früh anfing, dafür zu lernen. Noch dazu handelte es sich um eine E-Klausur, also um eine Prüfungsform, die ich so noch gar nicht kannte: Statt mit Papier und Stift mussten wir die Fragen am Computer beantworten. Das war aber viel unkomplizierter, als anfangs befürchtet. Nach der Klausur war ich froh, dass ich es hinter mir hatte. Das Ergebnis, ob ich bestanden habe oder nicht, bekomme ich erst in ein paar Wochen. Bis dahin muss ich noch für meine letzte Klausur für dieses Semester lernen. Wenigstens hat mittlerweile die vorlesungsfreie Zeit angefangen, sodass ich genügend Zeit dafür habe.
Ich freue mich auf den Moment, wenn ich mit den Prüfungen für dieses Semester fertig bin. Zwar muss ich dann immer noch meine Hausarbeit schreiben, aber das mache ich auf jeden Fall lieber, als auswendig zu lernen. Die Prüfungsphase hält mich also noch eine Weile auf Trab, bis ich dann wirklich in die Semesterferien starten kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Feb 22, 2017