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Bachelor live

Long time, no see

Ich weiß, ich weiß: Von mir hat man echt lange nichts gehört. Und warum? Wegen meinem Examen! Mal abgesehen davon, dass ich nicht viel Spannendes zu erzählen gehabt hätte, saugt es einem jegliche Kreativität aus der Seele. Um die Examensvorbereitung zu überleben, war mein Geheimrezept, auf den Autopiloten umzuschalten: Lernen, aber bloß nicht reflektieren. Im Nachhinein fühlt es sich so an, als hätte mein Leben eine Zeit lang pausiert.
Konkret hieß das: aufstehen um 7 Uhr, ab 8.30 Uhr in der Bib sein, zweieinhalb Stunden Karteikarten wiederholen, zwei Stunden aktuelle Rechtsprechung lernen, Mittagessen. Und nachmittags: alleine Fälle lösen, von 16 bis 18.30 Uhr eine Examensklausur in einer Kleingruppe durchsprechen, danach noch ein paar Definitionen wiederholen und dann ab nach Hause, essen, Sport, telefonieren, schlafen. Sonntags frei.
Es war ein streng durchgeplantes Leben, das zwar ziemlich langweilig klingt, dessen Gleichförmigkeit mir aber auch viel Halt gegeben hat. Ein Leben außerhalb der Ladenöffnungszeiten, was mir bei Erledigungen so manche Schweißperle auf die Stirn getrieben hat. Ein Leben fast ohne soziale Kontakte. Und definitiv nicht das Leben, was man typischerweise unter „Studentenleben“ versteht.
Diese Zeit war so anstrengend, dass ich nicht sicher sagen kann, ob ich Jura studiert hätte, wenn ich das von Anfang an gewusst hätte. Aber hätte ich Abitur gemacht, wenn ich um dessen Schwierigkeiten gewusst hätte? Man wächst ja an seinen Herausforderungen. Und wenn man die Herausforderung „Erstes Juristisches Staatsexamen“ dann geschafft hat, ist man definitiv um einiges stärker geworden.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 7, 2017

Bachelor live

Endspurt!

In einem Monat sind die Termine für meine mündlichen Prüfungen. So langsam werde ich nervös, denn ich habe das Gefühl, noch viel zu wenig vom Stoff zu wissen. Und selbstverständlich kommt mir jetzt auch alles wichtiger oder interessanter vor. Wohnung putzen? Muss dringend mal wieder gemacht werden. Meine Universitätsunterlagen sortieren? Kann nicht aufgeschoben werden. Mir neue PC-Kenntnisse aneignen? Muss sofort passieren.
Dann sagte ich mir: „Stop!“ Ich gehöre nicht zu den radikalen Lernern, die einen Monat vor den Prüfungen kein Sozialleben mehr haben. Aber alles Unwesentliche muss jetzt einfach mal hinten anstehen. Wesentlich sind ab sofort: Sport, Schlaf, Lernen und gesunde Ernährung. Alles andere fällt unter Luxus.
Jeder, dem ich das erzähle, denkt, ich hätte noch sehr viel Zeit übrig und das stimmt eigentlich auch. Denn für einen erholsamen Schlaf gehen in meinem Fall acht bis neun Stunden drauf. Sport nimmt am Tag auch noch ein bis zwei Stunden ein. So habe ich täglich drei Stunden fürs Kochen und Essen, da ich mir meine Mahlzeiten frisch zubereite. Bleiben also noch mindestens zehn Stunden zum Lernen und da kein Mensch es durchhält einen Monat am Stück jeden Tag zehn Stunden zu lernen, bleibt noch viel Zeit für Hobbys.
Seit zwei Wochen fühle ich mich eher gestresst, um mit meinem Alltags-Pensum hinterher zu kommen. Aber wenn ich jetzt diesen Plan so lese, finde ich das durchaus machbar. Anscheinend habe ich in den vergangenen Wochen meine Zeit nicht besonders effektiv eingeteilt. Eines lernt man im Fernstudium definitiv schon einmal: Zeitmanagement. Ansonsten könnte man dieses Studium und den Alltag auch als Vollzeit-Fernstudentin nicht unter einen Hut bringen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Mar 6, 2017

Bachelor live

Über den Tellerrand - Teil 3

Während eine meiner Mitbewohnerinnen unter die Literaten gegangen ist, studiert die andere Schauspiel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein überaus spannender Studiengang – und überaus anders. Hier mein dritter Blick über meinen Tellerrand.

Wer studiert hier?
Schauspiel ist wohl einer der begehrtesten Studiengänge, wenn man die Relation der Bewerbungen zu den Studienplätzen betrachtet. Diejenigen, die es geschafft haben, erwartet nicht gerade entspanntes Kaffeetrinken im Hörsaal und Diskussionen im Seminarraum.

Was macht man?
In vier Jahren macht man seinen Master. Zwei Jahren davon verbringen die Studierenden an der Hochschule, die anderen beiden an verschiedenen Häusern, wo man reguläre Ensemble-Rollen übernimmt. Ob es nun nach Dresden, Köln oder Halle geht, oder ob man am Leipziger Schauspielhaus anfängt, erfährt man erst ein Semester im Voraus.
Nun, erst einmal belegt man in Leipzig Seminare wie „Sprechen“ und „Bewegung“. Teilweise hat man Einzelunterricht, ab und zu wird die Gruppe halbiert, aber manchmal hat der ganze Jahrgang auch gemeinsam Unterricht. Da man auf der Bühne auch Schaukämpfe austragen können muss, belegt man neben grundlegendem Sport auch ein Semester Bühnenfechten.

Was ist anders?
Und all dieses Studieren findet nicht nur montags bis donnerstags statt, wie es ja der übliche Stundenplan eines Geisteswissenschaftlers so vorgibt, sondern nicht selten sechs Tage die Woche. Dennoch bleibt am Abend noch Energie für Zeit mit den Kommilitonen aus dem eigenen Jahrgang und mit denen aus höheren Semestern. Man ist vernetzt. Und am Wochenende, da gibt es diese Partys. Da wird getanzt und geküsst. Vor allem aber geküsst.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Mar 3, 2017