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Bachelor live

Endspurt!

In einem Monat sind die Termine für meine mündlichen Prüfungen. So langsam werde ich nervös, denn ich habe das Gefühl, noch viel zu wenig vom Stoff zu wissen. Und selbstverständlich kommt mir jetzt auch alles wichtiger oder interessanter vor. Wohnung putzen? Muss dringend mal wieder gemacht werden. Meine Universitätsunterlagen sortieren? Kann nicht aufgeschoben werden. Mir neue PC-Kenntnisse aneignen? Muss sofort passieren.
Dann sagte ich mir: „Stop!“ Ich gehöre nicht zu den radikalen Lernern, die einen Monat vor den Prüfungen kein Sozialleben mehr haben. Aber alles Unwesentliche muss jetzt einfach mal hinten anstehen. Wesentlich sind ab sofort: Sport, Schlaf, Lernen und gesunde Ernährung. Alles andere fällt unter Luxus.
Jeder, dem ich das erzähle, denkt, ich hätte noch sehr viel Zeit übrig und das stimmt eigentlich auch. Denn für einen erholsamen Schlaf gehen in meinem Fall acht bis neun Stunden drauf. Sport nimmt am Tag auch noch ein bis zwei Stunden ein. So habe ich täglich drei Stunden fürs Kochen und Essen, da ich mir meine Mahlzeiten frisch zubereite. Bleiben also noch mindestens zehn Stunden zum Lernen und da kein Mensch es durchhält einen Monat am Stück jeden Tag zehn Stunden zu lernen, bleibt noch viel Zeit für Hobbys.
Seit zwei Wochen fühle ich mich eher gestresst, um mit meinem Alltags-Pensum hinterher zu kommen. Aber wenn ich jetzt diesen Plan so lese, finde ich das durchaus machbar. Anscheinend habe ich in den vergangenen Wochen meine Zeit nicht besonders effektiv eingeteilt. Eines lernt man im Fernstudium definitiv schon einmal: Zeitmanagement. Ansonsten könnte man dieses Studium und den Alltag auch als Vollzeit-Fernstudentin nicht unter einen Hut bringen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Mar 6, 2017

Bachelor live

Über den Tellerrand - Teil 3

Während eine meiner Mitbewohnerinnen unter die Literaten gegangen ist, studiert die andere Schauspiel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein überaus spannender Studiengang – und überaus anders. Hier mein dritter Blick über meinen Tellerrand.

Wer studiert hier?
Schauspiel ist wohl einer der begehrtesten Studiengänge, wenn man die Relation der Bewerbungen zu den Studienplätzen betrachtet. Diejenigen, die es geschafft haben, erwartet nicht gerade entspanntes Kaffeetrinken im Hörsaal und Diskussionen im Seminarraum.

Was macht man?
In vier Jahren macht man seinen Master. Zwei Jahren davon verbringen die Studierenden an der Hochschule, die anderen beiden an verschiedenen Häusern, wo man reguläre Ensemble-Rollen übernimmt. Ob es nun nach Dresden, Köln oder Halle geht, oder ob man am Leipziger Schauspielhaus anfängt, erfährt man erst ein Semester im Voraus.
Nun, erst einmal belegt man in Leipzig Seminare wie „Sprechen“ und „Bewegung“. Teilweise hat man Einzelunterricht, ab und zu wird die Gruppe halbiert, aber manchmal hat der ganze Jahrgang auch gemeinsam Unterricht. Da man auf der Bühne auch Schaukämpfe austragen können muss, belegt man neben grundlegendem Sport auch ein Semester Bühnenfechten.

Was ist anders?
Und all dieses Studieren findet nicht nur montags bis donnerstags statt, wie es ja der übliche Stundenplan eines Geisteswissenschaftlers so vorgibt, sondern nicht selten sechs Tage die Woche. Dennoch bleibt am Abend noch Energie für Zeit mit den Kommilitonen aus dem eigenen Jahrgang und mit denen aus höheren Semestern. Man ist vernetzt. Und am Wochenende, da gibt es diese Partys. Da wird getanzt und geküsst. Vor allem aber geküsst.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Mar 3, 2017

Bachelor live

Über den Tellerrand - Teil 2

Nach meinem ersten Blick über den Tellerrand meines Studiengangs folgt nun der zweite – wieder mit einem Augenzwinkern versehen.

Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen
Als ich noch in Tschechien lebte, bewarb auch ich mich auf einen der begehrten Plätze für die Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) im hessischen Gießen. Gleich in der ersten Runde flog ich raus. Meine mühevoll erstellte Mappe gefiel nicht. Doch nun verweile ich ab und an durch Freunde unter den ATWlern. Und bin manchmal gar nicht so traurig, nicht genommen worden zu sein.

Wer studiert?
Die Gießener ATW hat einige der großen zeitgenössischen, deutschen Theatermacher hervorgebracht. Um im Studiengang aufgenommen zu werden, muss man drei Aufnahmerunden absolvieren. Es ist ein kleiner, exklusiver Studiengang und so verhält man sich denn auch: Da ist der gekonnte Schalwurf beim Berichten über die jüngsten eigenen Projekte, da ist das Reden in Worthülsen über Themen, deren Bedeutung für den Normalsterblichen gegen Null gehen. In der Regel hat man schon mindestens 73 Assistenzen an diversen Häusern absolviert. Das Kunstverständnis ist modern.

Was macht man?
Man sieht sich Theater an, redet darüber, macht selbst welches. Mitunter werden in den Seminaren abstruse Inszenierungen behandelt. Zum Beispiel eine Performance, bei der auf der Bühne die Choreographin mit zwei Freundinnen zu Rausch-Klängen umhertanzt. Das Publikum besteht hauptsächlich aus kunstbewussten, älteren Menschen, den ATW-Studierenden – und auch noch mir. Für mich hatte das allerdings mit Kunst wenig zu tun.

Was ist anders?
ATW-Bachelor und -Master unterscheiden sich nicht sehr. In der Regelstudienzeit jedenfalls schließt wohl niemand ab, das ist auch gar nicht gewollt. Neben den institutseigenen Veranstaltungen besucht man auch überaus viele frei wählbare Seminare.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Feb 24, 2017