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Bachlor live

Die Uhr tickt

Noch ein Monat bis zum Examen. Soll ich überhaupt noch lernen? Oder ist das nicht eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein? Ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas drankommt, was ich jetzt noch lerne, so verschwindend gering, dass es sich gar nicht mehr lohnt? Meine Motivation ist im Keller.
Noch zehn Tage bis zum Examen. Euphorie wechselt sich mit Nervosität ab. Ich halte mich streng an meinen Lernplan – das einzige, was mir Halt und ein Gefühl von Sicherheit gibt.
Noch drei Tage. Jetzt ist meine Motivation auf dem absoluten Tiefpunkt. Mir reicht’s, ich will endlich fertig sein!
Noch ein Tag. Strahlender Sonnenschein, ich bin gut drauf. Ab und zu überfällt mich ein mulmiges Gefühl. Da ist sie, die Aufregung. Um 16 Uhr schalte ich mein Handy aus. Aufmunternde Worte per WhatsApp und Co. will ich jetzt nicht mehr empfangen, sie machen mich nur nervös.
Der Wecker klingelt. Die Zeit, auf die ich mein gesamtes Studentenleben hingearbeitet habe, ist gekommen. Jetzt wird mein Wissen, das ich mir in den vergangenen vier Jahren angeeignet habe, auf die Probe gestellt. Bewaffnet mit zwei schweren Gesetzestexten, fünf Müsliriegeln und einer Banane steige ich aufs Fahrrad und radle zum Justizprüfungsamt. Aufgeregte Gesichter warten mit mir darauf, dass sich die Türen zum Prüfungssaal öffnen. Mit dabei sind zum Glück einige bekannte Gesichter aus meiner Uni. Die Tür geht auf, die Meldung wird kontrolliert und man zieht seine Platznummer für einen Tisch in diesem großen Raum. Noch bis 8.45 Uhr habe ich Zeit, meinen Platz vorzubereiten, noch besseres Linienpapier abzugreifen und mich zu sammeln. Dann werden die Sachverhalte ausgeteilt. Mein Herz schlägt laut. Hoffentlich kommt etwas dran, was mir liegt!
Die Sachverhalte dürfen umgedreht werden, die fünf Stunden Bearbeitungszeit beginnen. Überraschung: Eigentlich ist es dieser in etwa so wie in den Übungsklausuren, die ich jeden Freitag geschrieben habe. Hochkonzentriert geht das Schreiben los, nur ab und zu durchzogen von der blitzschnellen Erkenntnis: „Diesmal kommt es echt darauf an.“
Drei Minuten vor der Abgabeschluss lege ich den Stift nieder. Die erste Klausur ist geschafft.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 16, 2017

Bachelor live

Up in the air

Es ist 5 Uhr morgens und damit viel zu früh, um im ICE zu sitzen. Besser wird die Situation auch nicht dadurch, dass ich wach bleiben muss, um nicht die Station zu verschlafen, wo mein Anschlusszug abfährt. Wohin geht es, dass ich bereits um 5Uhr morgens am Hauptbahnhof stehe? Die lang geplante Reise nach Kanada steht an! In wenigen Stunden werde ich – hoffentlich tief schlummernd – im Flugzeug sitzen und den Ozean überqueren. Es verschlägt mich für zwei Wochen ins wunderschöne Montreal. Ich kann es kaum erwarten, endlich dort zu sein. Dort herrschen gerade Temperaturen von -15 Grad Celsius vor. Die entsprechen nicht ganz meinem Geschmack, aber es gibt ja bekanntlich nur die falsche Ausrüstung und nicht das falsche Wetter.
In der ersten Woche habe ich Zeit, die Stadt zu erkunden und erste Eindrücke von Kanada zu gewinnen. Die zweite Woche wird sehr viel stressiger mit der Harvard World Model United Nations und ihrem straffen Zeitplan. Ich werde versuchen zwischen Meetings, Verhandlungen und dem Abendprogramm zu berichten. Für die Sightseeing-Woche in Montreal habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht viel vorgenommen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale, die Vielzahl der Museen und die Untergrundstadt werden natürlich auch auf meinem Programm stehen, aber sonst freue ich mich darauf, einfach durch die Altstadt zu schlendern und dort kleine Boutiquen und Cafés zu entdecken.
Der Großteil der MUN-Delegation kommt erst am Freitag in Montreal an, aber einige trudeln auch schon im Lauf der Woche ein. Ansonsten hat man ja auch in den Hostels genügend Möglichkeiten, Menschen kennen zu lernen, mit denen man in einer neuen Stadt gemeinsam etwas unternehmen kann. Auch auf dem Portal Couchsurfing, wo man auf unkonventionelle Art und Weise ein kostenfreies Bett nahezu überall auf der Welt bekommen kann, gibt es viele Einheimische, die Stadtführungen anbieten oder mit den Neuankömmlingen etwas unternehmen möchten. Ich kann es kaum erwarten und berichte dann von der anderen Seite des Ozeans!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 15, 2017
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 15, 2017

Bachelor live

Hausarbeit schreiben

Schon in der Schule hat es mir mehr Spaß gemacht, Aufsätze zu schreiben, als stupide Vokabeln oder Formeln auswendig lernen zu müssen. Ich kann einfach keinen Gefallen daran finden, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wissen in mein Kurzzeitgedächtnis zu prügeln. Da genau das jedoch oft völlig ausreicht, um eine gute Note in der Klausur zu erhalten, kam ich um das Auswendiglernen nicht herum. Es wunderte mich dann aber auch nicht, dass ich schon wenige Tage nach der Prüfung einen Großteil des gelernten Stoffes wieder vergessen hatte. Solange ich die theoretischen Inhalte nicht irgendwie auch praktisch umsetze, kann ich mir die Informationen zu den vielen unterschiedlichen Themen einfach nicht merken.
Momentan bin ich jedoch dabei, eine Hausarbeit zu schreiben. Und obwohl ich noch lange nicht damit fertig bin, merke ich jetzt schon, dass mein Wissen, das ich mir durch die schriftliche Ausarbeitung aneigne, wesentlich nachhaltiger ist. Es macht mir viel mehr Spaß, mich mit einem Thema intensiv zu beschäftigen, anstatt mit mehreren Themen nur ein bisschen.
Trotzdem läuft das Schreiben nicht ganz reibungslos: Obwohl ich mein Thema für die Hausarbeit sehr interessant finde, ist es meine erste Arbeit dieser Art. Deshalb stoße ich ständig auf neue Fragen: Wie gebe ich die Literaturverweise richtig an? Wie viele Bücherquellen sind notwendig? Und wie genau muss ich die Hausarbeit formatieren? Außerdem musste ich feststellen, dass nur ein Teil der Bücher, die ich mir aus ausgeliehen habe, auch wirklich nützlich sind. Da ich momentan nicht in Marburg bin, musste ich stattdessen auf elektronische Quellen der Universitätsbibliothek zurückgreifen, bei denen ich glücklicherweise auch fündig wurde. Das Exposé, das ich im Tutorium für meine Hausarbeit schreiben musste, war an dieser Stelle sehr hilfreich und erleichterte mir einiges an Arbeit. Für die Zukunft weiß ich jetzt, dass sich die zusätzliche Arbeit für ein Exposé lohnt.
Abgabefrist für die Hausarbeit ist in zwei Wochen. Bisher bin ich noch gut in der Zeit und hoffe, dass ich weiterhin gut vorankomme.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 14, 2017