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Bachelor live

Ostern in Tschechien und Polen

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

26.04.2017

Die Ostereiersuche, der Glaube an den Osterhasen und so weiter: Jedes Land hat seine Bräuche – und in unseren beiden östlichen Nachbarländern gibt es ganz besondere Osterrituale.
In Prag sieht man am Osterwochenende am Hauptbahnhof allerorts Weidenruten in den Rucksäcken junger Männer stecken. Es handelt sich um die „pomlázka“. Wenn die Studenten heim zu ihren Familien fahren, nehmen sie in der Regel eine pomlázka mit. Traditionell flicht man die Ruten selbst und verziert sie mit bunten Schleifen. Mittlerweile gibt es sie aber auch an Ständen und in Blumenläden zu kaufen. Ursprünglich ziehen die Jungen im Dorf am Morgen des Ostersonntags mit der pomlázka von Haus zu Haus und schlagen den Mädchen sanft aufs Hinterteil, was Fruchtbarkeit bringen soll. Dafür bekommt jeder der Jungs ein Ei. Mittlerweile wird der Brauch auch von jungen Männern gelebt. Statt Ostereiern gibt es für sie an jedem Haus einen Schnaps, sodass sie teilweise recht angeheitert zum Mittagessen heimkehren.
In Polen ist der Ostermontag der Tag mit dem höchsten Wasserverbrauch im Jahr. Grund dafür ist der Smigus-dyngus-Brauch. Allerorts wird mit Wasser umhergespritzt. Wasserspritzpistolen werden abgefeuert, gefüllte Schöpfkellen werden durch die Luft geschwenkt, Wasserbomben explodieren und teilweise werden gar volle Eimer über Leuten ausgeschüttet. Als Spaziergänger sollte man am Ostermontag also Vorsicht walten lassen und lieber schon einmal vorsorglich eine Regenjacke anziehen. Man geht davon aus, dass der Brauch seine Ursprünge im Jahre 966 hat. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen und sorgte somit dafür, dass ganz Polen katholisch wurde – und es bis heute ist.

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