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Bachelor live

Mein eigenes Ding

In meiner französischen Gastfamilie fühle ich mich pudelwohl, aber in der Sprachschule komme ich nicht so richtig an. Mit meinen 25 Jahren gehöre ich zu den ältesten der Sprachschüler. Irgendwie finde ich keinen Anschluss und ich fing an, mich einzuigeln. Verstärkt wurde dies durch die Nachricht, dass ich während des Sprachkurses nach Berlin fahren sollte, weil ich zum Auswahlgespräch beim „College of Europe“ eingeladen war, wo ich mich für den Master „European Political and Administrative Studies“ beworben hatte.
Somit versank ich in Gedanken, wiederholte Französischvokabeln und bereitete mich auf das Vorstellungsgespräch vor. Zum Glück war gerade Jahrestag der Gründungsverträge der EU, sodass meine Vorbereitung gemütlich mit Beiträgen des Senders Arte stattfinden konnte. Mit steigender Nervosität sank allerdings auch mein Wille, beim Abendessen neue Gesprächsthemen aufzubringen. Kurzum: Das anstehende Bewerbungsgespräch riss mich ziemlich aus meiner französischen Welt.
Nach zwei Wochen Sprachschule setzte ich mich ins Flugzeug nach Berlin. Ein paar Tagen zuvor hatte ich die Liste meiner Auswahlkommission zugesandt bekommen und musste schwer schlucken: 13 Leute werden vor mir sitzen, darunter acht Professoren – am Morgen vor dem Gespräch schlug mir das Herz bis zum Hals. Zum Glück lieh mir mein Onkel sein Rennrad und ich konnte im Berliner Sonnenschein zum Tagungshotel rasen. Das entspannte mich, genauso wie das Gespräch mit der Frau, die die Kandidaten im Vorraum der Prüfungskommission empfing. Und dann war ich an der Reihe.
In einem riesigen „U“ saßen meine Prüfer vor mir. Sie stellten mir einige Fragen zu meinem Lebenslauf und meiner Motivation, aber auch ein paar Fragen, die man gefühlt nur beantworten kann, wenn man in den vergangenen drei Jahren täglich fünf Zeitungen gelesen hat. Ich wusste die Antwort also nicht immer. So ging es weiter, in häufigen Wechseln zwischen Englisch und Deutsch, auch einer Frage auf Französisch. Die Zeit verging wie im Flug und dann war das Gespräch auch schon vorbei.
Mein Gefühl? Naja. Einige Fragen konnte ich nicht beantworten, dafür habe ich nicht gestottert. Ich bereite mich also auf alles vor.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 8, 2017

Bachelor live

Erstis auf die Sprünge helfen

In der Woche vor Semesterbeginn findet die Orientierungswoche für die Erstsemestler statt. Meine eigene Ersti-Woche ist kaum ein halbes Jahr her, weswegen ich mich noch zu gut daran erinnern kann. In dieser Woche hatte ich nicht nur nützliche Dinge über die Universität, mein Studium und die Stadt Marburg erfahren, sondern auch viele neue Menschen kennengelernt. Und mit den meisten Freunden, die ich am ersten Tag gefunden habe, unternehme ich bis heute viel. Alles in allem hat mir die Ersti-Woche den Studienanfang also sehr erleichtert. Das habe ich nicht zuletzt Studierenden aus höheren Semestern zu verdanken, die in der Orientierungswoche als Teamer tätig waren und sich um uns Erstis gekümmert hatten.
Damit zukünftige Erstis einen ebenso leichten Studienbeginn haben können wie ich, möchte ich für die kommende Orientierungswoche ebenfalls Teamerin werden. Aus diesem Grund habe ich mit ein paar Kommilitonen einen Workshop besucht, der uns auf diese Rolle vorbereiten sollte. Und tatsächlich habe ich an diesem Tag einiges gelernt.
Studierende, die schon öfter als Teamer tätig waren, haben den Workshop geleitet und etwas von ihrer Erfahrung weiter gegeben. Zum Beispiel haben sie uns Tipps gegeben, auf was wir in bestimmten Situationen achten müssen, etwa wenn nicht alle aus der Gruppe volljährig sind oder jemand versucht, andere für eine Burschenschaft anzuwerben. Außerdem haben wir uns überlegt, welche Aktivitäten wir in der Orientierungswoche organisieren können – es muss ja nicht immer eine Stadtrallye sein. Dabei haben wir darauf geachtet, dass diese sowohl bei schlechtem Wetter als auch mit niedrigem Budget umsetzbar sind. Zu guter Letzt haben wir noch einiges über die Universität Marburg und ihre Hochschulpolitik gelernt, sodass wir auch dazu Fragen der neuen Studierenden beantworten können.
Alles in allem war der Workshop also sehr hilfreich, weswegen ich mich jetzt umso mehr darauf freue, Teamerin sein zu können. Allerdings findet die nächste Ersti-Woche in meinem Studiengang Sozialwissenschaften erst im Oktober statt, sodass ich bis dahin noch etwas Zeit habe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 3, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 3, 2017

Bachelor live

Ostern in Tschechien und Polen

Die Ostereiersuche, der Glaube an den Osterhasen und so weiter: Jedes Land hat seine Bräuche – und in unseren beiden östlichen Nachbarländern gibt es ganz besondere Osterrituale.
In Prag sieht man am Osterwochenende am Hauptbahnhof allerorts Weidenruten in den Rucksäcken junger Männer stecken. Es handelt sich um die „pomlázka“. Wenn die Studenten heim zu ihren Familien fahren, nehmen sie in der Regel eine pomlázka mit. Traditionell flicht man die Ruten selbst und verziert sie mit bunten Schleifen. Mittlerweile gibt es sie aber auch an Ständen und in Blumenläden zu kaufen. Ursprünglich ziehen die Jungen im Dorf am Morgen des Ostersonntags mit der pomlázka von Haus zu Haus und schlagen den Mädchen sanft aufs Hinterteil, was Fruchtbarkeit bringen soll. Dafür bekommt jeder der Jungs ein Ei. Mittlerweile wird der Brauch auch von jungen Männern gelebt. Statt Ostereiern gibt es für sie an jedem Haus einen Schnaps, sodass sie teilweise recht angeheitert zum Mittagessen heimkehren.
In Polen ist der Ostermontag der Tag mit dem höchsten Wasserverbrauch im Jahr. Grund dafür ist der Smigus-dyngus-Brauch. Allerorts wird mit Wasser umhergespritzt. Wasserspritzpistolen werden abgefeuert, gefüllte Schöpfkellen werden durch die Luft geschwenkt, Wasserbomben explodieren und teilweise werden gar volle Eimer über Leuten ausgeschüttet. Als Spaziergänger sollte man am Ostermontag also Vorsicht walten lassen und lieber schon einmal vorsorglich eine Regenjacke anziehen. Man geht davon aus, dass der Brauch seine Ursprünge im Jahre 966 hat. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen und sorgte somit dafür, dass ganz Polen katholisch wurde – und es bis heute ist.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Apr 26, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Apr 26, 2017