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Bachelor live

Erstis auf die Sprünge helfen

In der Woche vor Semesterbeginn findet die Orientierungswoche für die Erstsemestler statt. Meine eigene Ersti-Woche ist kaum ein halbes Jahr her, weswegen ich mich noch zu gut daran erinnern kann. In dieser Woche hatte ich nicht nur nützliche Dinge über die Universität, mein Studium und die Stadt Marburg erfahren, sondern auch viele neue Menschen kennengelernt. Und mit den meisten Freunden, die ich am ersten Tag gefunden habe, unternehme ich bis heute viel. Alles in allem hat mir die Ersti-Woche den Studienanfang also sehr erleichtert. Das habe ich nicht zuletzt Studierenden aus höheren Semestern zu verdanken, die in der Orientierungswoche als Teamer tätig waren und sich um uns Erstis gekümmert hatten.
Damit zukünftige Erstis einen ebenso leichten Studienbeginn haben können wie ich, möchte ich für die kommende Orientierungswoche ebenfalls Teamerin werden. Aus diesem Grund habe ich mit ein paar Kommilitonen einen Workshop besucht, der uns auf diese Rolle vorbereiten sollte. Und tatsächlich habe ich an diesem Tag einiges gelernt.
Studierende, die schon öfter als Teamer tätig waren, haben den Workshop geleitet und etwas von ihrer Erfahrung weiter gegeben. Zum Beispiel haben sie uns Tipps gegeben, auf was wir in bestimmten Situationen achten müssen, etwa wenn nicht alle aus der Gruppe volljährig sind oder jemand versucht, andere für eine Burschenschaft anzuwerben. Außerdem haben wir uns überlegt, welche Aktivitäten wir in der Orientierungswoche organisieren können – es muss ja nicht immer eine Stadtrallye sein. Dabei haben wir darauf geachtet, dass diese sowohl bei schlechtem Wetter als auch mit niedrigem Budget umsetzbar sind. Zu guter Letzt haben wir noch einiges über die Universität Marburg und ihre Hochschulpolitik gelernt, sodass wir auch dazu Fragen der neuen Studierenden beantworten können.
Alles in allem war der Workshop also sehr hilfreich, weswegen ich mich jetzt umso mehr darauf freue, Teamerin sein zu können. Allerdings findet die nächste Ersti-Woche in meinem Studiengang Sozialwissenschaften erst im Oktober statt, sodass ich bis dahin noch etwas Zeit habe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 3, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 3, 2017

Bachelor live

Ostern in Tschechien und Polen

Die Ostereiersuche, der Glaube an den Osterhasen und so weiter: Jedes Land hat seine Bräuche – und in unseren beiden östlichen Nachbarländern gibt es ganz besondere Osterrituale.
In Prag sieht man am Osterwochenende am Hauptbahnhof allerorts Weidenruten in den Rucksäcken junger Männer stecken. Es handelt sich um die „pomlázka“. Wenn die Studenten heim zu ihren Familien fahren, nehmen sie in der Regel eine pomlázka mit. Traditionell flicht man die Ruten selbst und verziert sie mit bunten Schleifen. Mittlerweile gibt es sie aber auch an Ständen und in Blumenläden zu kaufen. Ursprünglich ziehen die Jungen im Dorf am Morgen des Ostersonntags mit der pomlázka von Haus zu Haus und schlagen den Mädchen sanft aufs Hinterteil, was Fruchtbarkeit bringen soll. Dafür bekommt jeder der Jungs ein Ei. Mittlerweile wird der Brauch auch von jungen Männern gelebt. Statt Ostereiern gibt es für sie an jedem Haus einen Schnaps, sodass sie teilweise recht angeheitert zum Mittagessen heimkehren.
In Polen ist der Ostermontag der Tag mit dem höchsten Wasserverbrauch im Jahr. Grund dafür ist der Smigus-dyngus-Brauch. Allerorts wird mit Wasser umhergespritzt. Wasserspritzpistolen werden abgefeuert, gefüllte Schöpfkellen werden durch die Luft geschwenkt, Wasserbomben explodieren und teilweise werden gar volle Eimer über Leuten ausgeschüttet. Als Spaziergänger sollte man am Ostermontag also Vorsicht walten lassen und lieber schon einmal vorsorglich eine Regenjacke anziehen. Man geht davon aus, dass der Brauch seine Ursprünge im Jahre 966 hat. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen und sorgte somit dafür, dass ganz Polen katholisch wurde – und es bis heute ist.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Apr 26, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Apr 26, 2017

Bachelor live

Beschnuppern

Der erste Schultag beginnt damit, dass mein „père d’accueil“ – mein Gastvater – mich wie eine kleine Erstklässlerin zur Sprachschule bringt. Im Aufenthaltsraum der Schule findet ein erstes gegenseitiges Beschnuppern der Sprachschüler statt, bevor wir den Aufnahmetest machen müssen: ein paar Aufgaben am Computer lösen, ein Gespräch und einen kleinen Essay schreiben. Oh je, das letzte Mal, das ich Französisch gesprochen habe, ist schon lange her! Aber wundersamerweise lande ich im Kurs B2/C1 und freue mich aufs Durchstarten.
Das gestaltet sich allerdings erst mal schwierig: Catherine, unsere superliebe Französischlehrerin, wiederholt und bespricht jede Aufgabe fünfmal mit uns. Mein Effizienzdenken geht auf die Barrikaden, aber zum Glück lässt Catherine mit sich reden und ab jetzt haben wir Sprachschüler viel von dem Tempo und den Themen selbst in der Hand. Perfekt, nach diesem klärenden Gespräch macht der Unterricht richtig viel Spaß!
Auch die anderen Sprachschüler sind sehr nett. Dabei sind eine Kolumbianerin und eine Türkin, ansonsten dominieren wir Deutschen das Klassenbild. In den kleinen Gruppen von acht Leuten kann man gut arbeiten – hochmotiviert reden wir am Anfang sogar in den Pausen Französisch, auch, um die Nicht-Deutschen nicht auszuschließen. Zum Mittagessen gibt es Baguette mit Camembert oder eine Quiche vom Bäcker, bevor wir tatsächlich bis 16.30 Uhr mit dem Unterricht weitermachen. Oh là là, mir war nicht klar, dass der Kurs so zeitaufwändig werden würde!
Aber dadurch kommt man so richtig in die Sprache rein. Ein paar französischintensive Tage später höre ich mich bei der Aufnahme von Sprachnachrichten an meine Freunde bestimmt reichlich gestelzt an, wie ich den französischen Satzbau ins Deutsche übernehme. Den Gesprächen zwischen meinen Gasteltern kann ich immer besser folgen und morgens verquatsche ich mich regelmäßig so sehr mit meinem Gastvater, dass ich fast zu spät zur Sprachschule komme. Zwischenbilanz: Wenn ich mit dem Fahrrad durch das kleine Städtchen Blois radle – am besten mit Baguette im Korb – fühle ich mich schon très française.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Apr 25, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Apr 25, 2017