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Bachelor live

Eine spontane Umbauaktion

Es fing alles damit an, dass sich meine Mitbewohnerin über die Lampe in unserer WG-Küche beschwerte. Ihrer Meinung nach gab sie viel zu schwaches Licht ab und optisch kaum etwas her – damit hatte sie vollkommen recht. Und als wir schon dabei waren, uns über eine mögliche Umgestaltung unserer Küche Gedanken zu machen, kamen wir auf die Idee, auch endlich unseren Küchentisch auszutauschen. Über diesen haben wir uns nämlich schon öfter geärgert, da es sich um eine Art Bartisch handelt, an dem man nur nebeneinander in einer Reihe sitzen kann, mit Blick auf die Wand. Für gesellige Runden war der Tisch also nicht geeignet, da immer wer stehen bleiben musste, damit wir uns auch ansehen konnten.
Bevor wir es uns anders überlegen konnten, packten wir also gemeinsam an und verbannten den alten Tisch von der Küche auf den Balkon. Im Keller hatte mein Mitbewohner noch einen etwas kleineren, aber dafür quadratischen Tisch stehen, den wir stattdessen in unsere Küche holten. Da uns durch den neuen Tisch auch Stauraum verloren ging, stellten wir ein Regal dazu, das bislang ungenutzt im Flur stand. Dadurch haben wir jetzt insgesamt mehr Platz im Flur und mehr Ordnung in der Küche. Und obwohl es sich nur um eine vorübergehende Lösung handelt, macht sich sogar unser alter Küchentisch auf dem Balkon gar nicht so schlecht. Zu guter Letzt montierte mein Mitbewohner eine neue Lampe. Mittlerweile erstrahlt unsere Küche also in hellem, warmem Licht und lädt viel eher zu einem gemütlichen WG-Abend ein als zuvor. Und tatsächlich verbringen meine Mitbewohner und ich seit unserer spontanen Umbauaktion viel mehr Zeit gemeinsam in der Küche.
Als nächstes Projekt wollen wir unseren Balkon schöner gestalten. Denn sobald das Wetter besser wird, können wir dann statt in der Küche auf dem Balkon gemütlich beisammen sitzen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 19, 2017

Bachelor live

Zurück nach Hamburg

Nach dem Auswahlgespräch für ein Studium in Brügge, das in Berlin stattfand, flog ich zurück nach Frankreich, ließ aber sowohl meine Motivation als auch meine Französischfortschritte in Deutschland zurück. Die ersten Gespräche auf Französisch waren eine Qual und die Tatsache, dass ich nur noch drei Tage Sprachschule habe, führt nicht dazu, dass ich mich mit Feuereifer ins Lernen stürze. Immerhin belohnt mich das Wetter für meine Mühen und ich unternehme Radtouren an der Loire oder gucke mir eines der vielen Schlösser der Gegend an. Eine Sache ist klar: Ich freue mich schon riesig auf Hamburg und meine Freunde dort. Trotzdem war der Sprachkurs für mich ein voller Erfolg. Auch wenn ich mich manchmal kompliziert ausdrücken muss, kann ich auf Französisch fast alles sagen, was ich sagen möchte, philosophieren, diskutieren und sogar Witze machen.
Was meinen Studienplatz für den Master betraf, war ich total im Ungewissen: Das Ergebnis der Auswahlkommission stand noch aus und ich hatte kein bombensicheres Gefühl. Meine Noten der schriftlichen Examensprüfung standen auch noch aus und insgesamt ich wusste nicht, wie es für mich weitergehen sollte. Aber zurück in Hamburg wich diese Unsicherheit von mir. In meinem gewohnten Umfeld und mit aller Zeit der Welt wurde ich nach dieser auszehrenden Examenszeit langsam wieder ein Mensch.
Und dann kam die E-Mail vom College of Europe, bei dem ich mich beworben hatte. Hastig überflog ich die ersten unbedeutenden Worte, bis meine Augen hängen blieben: „… bieten wir Ihnen einen Studienplatz an“. Yeah! Ich glaub’s nicht, ich hab‘s geschafft! Nach der ganzen Qual, parallel zur Examensvorbereitung die aufwändige Bewerbung zu schreiben, und diesem frustrierenden Bewerbungsgespräch bin ich tatsächlich drin. Das heißt: Keine Ungewissheit mehr, was ich nach dem Examen machen werde. Das heißt: Brügge sehen – hoffentlich ohne sterben.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 18, 2017

Bachelor live

Filmpremiere

Am vergangenen Wochenende war es nun so weit: Meine Zeit im Deutsch-Tschechischen Jugendforum, in dem ich nun seit anderthalb Jahren und während meiner gesamten Studienzeit Mitglied war, sollte sich dem Ende neigen. Es fand die Abschlusspräsentation der neunten Amtszeit statt.
Wie immer war es ganz großartig, all die bekannten Gesichter zu sehen. Nach der Ankunft am Donnerstag arbeiteten wir in unseren Arbeitsgruppen an den Abschlusspräsentationen. Am Freitagnachmittag feierten auch unsere fünf entstandenen Kurzfilme der Reihe „Kulturstrudl“ Premiere. Zwei unserer Protagonisten waren extra dafür angereist.
In „Kulturstrudl“ begleiten wir zwei deutsche und drei tschechische Studierende bei ihrem Auslandsstudium im jeweiligen Nachbarland. Tom studiert Spanisch und Tschechisch auf Lehramt und ging von Leipzig nach Prag. Dort vermisst er ordentliche deutsche Blöcke: „Liniert und gelocht!“ Katharina widmet sich in Prag auch weiterhin dem Studium der Westslawistik und der Kulturwissenschaften und klagt über die Qualität des Rahmspinats. Und Petr, Marie und Sarka entern Berlin, Kassel und Regensburg.
Unser Film soll nun auch andere junge Menschen dazu anregen, ein Auslandssemester im Nachbarland zu verbringen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
May 12, 2017