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Bachelor live

Zurück nach Hamburg

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

18.05.2017

Nach dem Auswahlgespräch für ein Studium in Brügge, das in Berlin stattfand, flog ich zurück nach Frankreich, ließ aber sowohl meine Motivation als auch meine Französischfortschritte in Deutschland zurück. Die ersten Gespräche auf Französisch waren eine Qual und die Tatsache, dass ich nur noch drei Tage Sprachschule habe, führt nicht dazu, dass ich mich mit Feuereifer ins Lernen stürze. Immerhin belohnt mich das Wetter für meine Mühen und ich unternehme Radtouren an der Loire oder gucke mir eines der vielen Schlösser der Gegend an. Eine Sache ist klar: Ich freue mich schon riesig auf Hamburg und meine Freunde dort. Trotzdem war der Sprachkurs für mich ein voller Erfolg. Auch wenn ich mich manchmal kompliziert ausdrücken muss, kann ich auf Französisch fast alles sagen, was ich sagen möchte, philosophieren, diskutieren und sogar Witze machen.
Was meinen Studienplatz für den Master betraf, war ich total im Ungewissen: Das Ergebnis der Auswahlkommission stand noch aus und ich hatte kein bombensicheres Gefühl. Meine Noten der schriftlichen Examensprüfung standen auch noch aus und insgesamt ich wusste nicht, wie es für mich weitergehen sollte. Aber zurück in Hamburg wich diese Unsicherheit von mir. In meinem gewohnten Umfeld und mit aller Zeit der Welt wurde ich nach dieser auszehrenden Examenszeit langsam wieder ein Mensch.
Und dann kam die E-Mail vom College of Europe, bei dem ich mich beworben hatte. Hastig überflog ich die ersten unbedeutenden Worte, bis meine Augen hängen blieben: „… bieten wir Ihnen einen Studienplatz an“. Yeah! Ich glaub’s nicht, ich hab‘s geschafft! Nach der ganzen Qual, parallel zur Examensvorbereitung die aufwändige Bewerbung zu schreiben, und diesem frustrierenden Bewerbungsgespräch bin ich tatsächlich drin. Das heißt: Keine Ungewissheit mehr, was ich nach dem Examen machen werde. Das heißt: Brügge sehen – hoffentlich ohne sterben.

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