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Bachelor live

Anstrengende Zeiten - da muss sich was ändern!

Mein Studium ist in letzter Zeit ganz schön anstrengend. Ich habe sowohl in den vergangenen als auch in den Semesterferien davor ein Praktikum absolviert und hatte deshalb keine richtigen Ferien. Dafür hatte ich in den vergangenen beiden Semestern nicht so viele Module. Aber durch gleichzeitiges Arbeiten als studentische Hilfskraft und eine recht umfangreiche Bachelorarbeit bin ich auch während des Semesters kaum zum Verschnaufen gekommen. Zumal ich letzte Woche auch noch einen kleinen Vortrag zu meiner Bachelorarbeit auf Englisch im Forschungskolloquium halten und eine Prüfung schreiben musste. Jetzt hätte ich eigentlich Lust auf Ferien, aber die Bachelorarbeit will ja immer noch geschrieben werden.
Manchmal glaube ich fast an so etwas wie Schicksaal. Gestern hat mich irgendein Insekt gestochen und mein Fuß ist jetzt so angeschwollen, dass ich nicht mehr laufen kann und die Ärztin meinte, ich könne auf keinen Fall arbeiten gehen. So wurde mir jetzt sozusagen eine Zwangspause eingeräumt.
Mir ist in den vergangenen Monaten klar geworden, dass ich es im Master ein bisschen ruhiger angehen lassen will. Der Master ist ja auf zwei Jahre ausgelegt und in dieser Zeit muss ich drei Monate Praktikum machen. Das klingt gar nicht so viel, ich müsste die Zeit jedoch auf zwei Semesterferien aufteilen, da die Ferien für ein Praktikum am Stück nicht ausreichen. Weil wiederum die meisten Institutionen keine Praktikanten nur für sechs Wochen haben wollen, macht man am Ende aber effektiv zweimal acht Wochen Praktikum. Wenn ich in zwei Jahren nur drei Mal frei von der Uni habe und dafür zweimal ein Praktikum mache und in den anderen Ferien beginne, meine Masterarbeit zu schreiben, wird der Master wahrscheinlich ganz schön zäh. Und ich will ich ja auch Zeit haben, Dinge zu tun, die mir sonst noch wichtig sind.
Deshalb habe ich beschlossen, den Master um ein Jahr zu verlängern und ein Auslandssemester und/oder ein Praktikumssemester einzulegen. Jetzt fehlt nur noch die Zusage für den Masterplatz – drückt mir die Daumen!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 18, 2017

Bachelor live

Zweitwohnsitz Bibliothek

Unlängst habe ich die wohl bis dato stressigste Woche meines universitären Lebens hinter mich gebracht. Die Überlegungen, einen Zweitwohnsitz in der Bibliothek anzumelden, waren definitiv berechtigt.
Dass ich die Bib teilweise um 10 Uhr des einen Morgens betrat und um 5 Uhr am nächsten wieder verließ, hing natürlich mit der Prüfungszeit in Leipzig zusammen. Und mit dem persönlichen Zeitmanagement des Autoren, der natürlich erst vier Tage vor dem Abgabetermin mit dem Schreiben der Hausarbeit begann. Und damit, dass sein Rechner eben genau in jener Woche den Abgang machte und nur noch Quadrate auf dem Bildschirm anzeigte.
Zum Glück kann man in den zwei Hauptbibliotheken der Leipziger Uni die dortigen PCs benutzen. Es ist nett in der Bib während der Prüfungszeit. Sitzt man im Lesesaal, treiben einen das Klickern der Tastaturen und das Rauschen der Kugelschreiber auf Papier zu eigenen Höchstleistungen an. Geht man vor die Tür, trifft man Bekannte. Sie schnappen Luft, essen einen Happen, machen eine Raucherpause. Gefahr, dass man sich verquatscht, besteht nicht, wollen doch alle produktiv sein und weiterkommen. Die Bibliotheca Albertina heißt einen in der Prüfungszeit auch an den Sonntagen willkommen, die Campusbibliothek hat 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet.
In Letzterer landete auch ich, zwischen alle den anderen Gestrandeten der Nacht. Ich bin gern dort, in der Campus-Bib. Die Designerstühle sind außerordentlich schön, man hat Platz zum Arbeiten, nachts halten einen die Toilettengänge wach. Ich hatte einen guten Tisch am Fenster, um von hier aus den Sonnenaufgang zu sehen. Mit mir waren noch zwei andere Herrschaften zu später Stunde in der Bib. Wer von uns dreien sollte wohl am längsten hier bleiben? Ab und an warfen wir uns Blicke zu. Gegen Mitternacht machte der Erste den Abgang. Gegen 2 Uhr auch ich, allerdings nur, um beim 24 Stunden geöffneten Fast-Food-Restaurant am Bahnhof eine Stärkung und frischen Kaffee zu besorgen. Wieder an der Arbeit kam ich gut voran. Seite um Seite füllte sich. Um 5 Uhr strich ich die Segel – und ging nicht als Letzter.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 18, 2017

Bachelor live

Ausflug in die Unistadt Marburg

Jüngst entdeckte ich wieder einmal die Schönheiten des eigenen Landes und unternahm eine Reise nach Hessen. Es war mein erster richtiger Besuch in Marburg – und ich bin mir sicher, dass ich wiederkommen werde.
Die 73.000 Einwohner haben es gut hier. Die historische Oberstadt erreicht man mit einem Aufzug und dort angekommen, ist das Zeitreisegefühl perfekt – Fachwerk so weit das Auge blickt. Bemerkenswert ist, dass die historische Bausubstanz nicht nur von Anwälten gemietet wird oder Büros großer Unternehmen beherbergt, sondern dass in all den alten Häuschen, ja gar am Marktplatz, auch viele Studierende leben. Selbst am Landgrafenschloss – das keine Burg ist, wie der Name der Stadt vermuten lässt, und von dem man einen ganz hervorragenden Blick hat – prangt ein buntes Banner: „WG-Zimmer zu vermieten“.
Dass in Marburg jede Menge Studierende wohnen, merkt man allerorts in den Straßen. Einst war die Marburger Uni eine der ersten protestantischen im deutschen Raum; Marburg war eine reformierte Insel im katholischen Umland. Heute macht sich Marburg auch durch die linke Gesinnung der Bevölkerung einen Ruf, was sich zum Beispiel an Stickern an Ampeln, in Gesprächen oder in den Sprüchen auf der Bibliothekstoilettentür bemerkbar macht. Diese Uni-Bibliothek kann sich im Übrigen leider keineswegs mit der in Leipzig messen – es mangelt an Steckdosen und Beleuchtungen.
Neben den Studierenden der Uni, sind auch Blinde und Sehbehinderte eine große Gruppe unter den Marburgern. Das Klackern der Blindenstöcke auf dem Boden gehört hier zum Alltag. In der ganzen Stadt finden sich Blindenstreifen und zahlreiche Ampeln, um das Überqueren der Straßen zu erleichtern. An den Bushaltestellen erfährt man per Knopfdruck die aktuelle Uhrzeit und, wann der nächste Bus kommt. Die ortsansässige Blindenstudienanstalt ermöglicht Blinden und Sehbehinderten das Studieren. Auch an der Universität ist man auf sie eingestellt: Jeder dritte blinde Studierende in Deutschland studiert in Marburg. Und der Marburger Verein SSG Blista steht ganz oben in der Tabelle der Blindenfußball-Bundesliga.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 11, 2017