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Bachelor live

Ostseewellen

Es ist Sommer und der alljährliche Familienurlaub an der Ostsee steht an. Da ich das Meer im vergangenen Jahr sehr vermisste, fahre ich dieses Mal wieder mit. Doch was hat es auf sich mit der Ostsee?
Die Seebäder an der Küste sind schon seit Hunderten Jahren Ziel von Touristen. Zu DDR-Zeiten waren es staatlich organisierte Urlaube, vor allem vom FDGB – dem Freien Deutschen Gewerkschaftsbund – die die Menschen hierher brachten. Viel reisen durfte man nicht und ein Aufenthalt hier war durch die Subventionen des Staates günstig. Manch einer versuchte, über die Ostsee in den Westen zu fliehen, auf Luftmatratzen, in selbstgebauten Booten oder mit eigener Muskelkraft. Nachts wurden die Badestrände deshalb mit Flutlicht ausgeleuchtet und von den Grenzern überwacht. Die meisten Fluchtversuche scheiterten, mehr als 100 Menschen verloren gar ihr Leben. Doch circa 900 schafften über die See den Weg in die Freiheit.
2007 erlangte die Ostseeküste unweit Rostocks auf der ganzen Welt Beachtung, als der Badeort Heiligendamm Tagungsort des G8-Gipfels war. Die Sicherheitsmaßnahmen kosteten Millionen Euro. Die Reporter wurden im nahegelegenen Ort Kühlungsborn untergebracht und reisten mit der Dampflok Molli an.
Heute geben Kühlungsborn, vor allem aber Heiligendamm ein eher trauriges Bild ab. In Heiligendamm leben 300 Menschen. Das gigantische Grand Hotel hat vermutlich mehr Betten als der Ort Einwohner, wechselt alle paar Monate den Besitzer, taumelt von Insolvenz zu Insolvenz. Die wunderschönen Villen direkt am Strand fallen langsam ein. In Kühlungsborn leben 8000 Menschen. Allsommerlich rücken die Urlauber an, vor allem Rentner oder Familien mit kleinen Kindern. Erstere schieben ihre Rollatoren auf der Strandpromenade vor sich hin, an der Verkäufer ramschiger Läden versuchen, die Urlauber zu einem Spontankauf zu verleiten. Dabei ist es eigentlich ein ganz netter Ort. Es stimmt eben doch: Der Tourist zerstört, was er sucht, in dem er es findet.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 7, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 7, 2017

Bachelor live

Sprachkurse, BWL und mehr

Die meisten Bachelorstudierenden einer Philosophischen Fakultät, kennen den berühmt-berüchtigten Optionalbereich, der an manchen Universitäten anders heißt – Studium integrale oder Studium individuale zum Beispiel. Er ist dafür gedacht, etwas zu lernen, was nichts mit dem Rest deines Studiums zu tun hat. Meist beinhaltet er zwölf Leistungspunkte, was ungefähr vier bis sechs Semesterwochenstunden bedeutet.
Als ich mein Studium begann, fand ich die Idee einfach nur toll! Meine Kommilitonen und ich haben uns oft darüber lustig gemacht, dass wir lieber nur den Optionalbereich studieren wollten. Es sind zum Beispiel Sprachkurse enthalten – von Arabisch über Englisch bis zu Portugiesisch – sowie jede Menge Seminare aus anderen Fachgebieten, beispielsweise aus der Wirtschaftslehre, der Geographie oder den Sprachwissenschaften.
Im ersten Semester wählte ich ein Seminar aus der BWL, nämlich Unternehmensführung. In erster Linie wollte ich damit herausfinden, ob Unternehmenskommunikation ein Bereich ist, den ich mir nach meinem Studium beruflich vorstellen könnte.
Auch im nächsten Semester wird es noch BWL-Kurse geben, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich darauf Lust habe. Ein Spanischkurs wäre schließlich auch cool, oder? Ich habe zwar ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Madrid gemacht, aber akademische Texte zu lesen, fällt mir doch noch schwer – da wäre es super, solche einmal zu üben! Aber auch Arabisch und Französisch finde ich total spannend.
Und jetzt? Wer seinen Optionalbereich einmal mit Leistungspunkten gefüllt hat, kann meist nur in Ausnahmefällen noch weitere Kurse aus dem Angebot belegen. Daher sollte man sich gut überlegen, wie man seine Möglichkeiten nutzen möchte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 4, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 4, 2017

Bachelor live

FSJ-Throwback

In der Zeit zurück katapultiert fühlte ich mich, als ich vergangene Woche mit einigen anderen ehemaligen Freiwilligen zu Besuch auf dem Abschlussseminar des derzeitigen FSJ-Jahrgangs war. Jedes Jahr werden Alumni, also ehemalige FSJler, zum letzten Abend des diesjährigen Seminars eingeladen, was eine sehr schöne Gelegenheit ist, alte Freunde wiederzutreffen und noch einmal FSJ-Luft zu schnuppern. Denn mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur ist tatsächlich schon ein ganzes Jahr her.
Bereits bei unserer Ankunft fielen uns die kreativen Projekte auf, an denen die diesjährigen Freiwilligen in ihrer Seminarwoche gearbeitet hatten: Unter anderem bauten sie aus Europaletten Sofas und arrangierten sie zu einer richtigen Lounge, jemand hatte auf eine Tischplatte ein überdimensionales Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel gepinselt und in sämtlichen Bäumen und Sträuchern wurden selbstgebastelte Traumfänger aufgehängt. Das Gelände der Jugendherberge haben sie so in ein kleines FSJ-Land verwandelt.
Sobald es dunkel wurde, fing die Abschlussparty an. Ein großer Raum war mit ganz viel Glitzer und Lametta geschmückt worden, eine Diashow mit Fotos von der Woche wurde an eine Wand projiziert, ein kleines Buffett mit Süßigkeiten und Snacks errichtet und natürlich Musik gespielt. Die Stimmung war, wie auch bei uns damals, eine Mischung aus ausgelassen und traurig, da der letzte Seminarabend für die Freiwilligen das Ende eines sehr schönen Jahres markiert. Und auch wir Alumni wurden ein bisschen sentimental und waren uns einig, dass wir jederzeit die Zeit zurückdrehen und unser FSJ noch einmal machen würden, wenn es diese Möglichkeit gäbe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 3, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Aug 3, 2017