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Bachelor live

Seminarleitung

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

11.08.2017

Seit dem Abitur war ich auf vielen Seminaren, etwa dem Vorbereitungsseminar für meinen Auslandsaufenthalt, dem Zwischenseminar, dem nach der Heimkehr, deutsch-tschechischen Begegnungen oder auch Theaterworkshops. Neulich sollte ich nun zum ersten Mal selbst ein Seminar leiten. Die Organisation, mit der ich einst in Tschechien war, suchte jemanden, der den zukünftigen Freiwilligen die tschechische Landeskunde näherbringen kann. So verschlug es mich ins ferne Wiesbaden.
Das Vorbereitungsseminar war bereits in vollem Gange, als ich eintraf. 80 junge Menschen auf einem zehntägigen Seminar – eine Mordsorganisation. 26 von ihnen werden nach Indien gehen, 20 nach Australien und zwölf in europäische Länder. Zwei der letzteren Gruppe haben Tschechien zum Ziel und für diese bin ich zuständig. Doch die eine hatte Abiball und nur der andere war da.
Am nächsten Morgen um 9 Uhr ging es los. Ich war gut vorbereitet und begann mit einem „Vorurteilscheck“: Tschechen trinken viel Bier? Stimmt! Tschechien ist Osteuropa? Quatsch! Ich brachte meinem Freiwilligen Wissenswertes über die Politik und die Gesellschaft näher und erzählte vom Leben in Tschechien. Und natürlich bekam er ganz viele Tipps: Mit welchen Verkehrsmitteln ist man im Nachbarland unterwegs? Was isst man da drüben?
Am Ende, nach sechs Stunden Seminarleitung mit einem Teilnehmer, hatte ich das Gefühl, dass noch ganz viel zu sagen wäre – und die Gewissheit, dass so ein Seminar mehr Aufwand ist, als es für die Teilnehmer scheint.

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