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Bachelor live

Die Note

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

23.08.2017

Endlich war der Tag da, an dem die Examensergebnisse bekanntgegeben wurden. Mir war ein wenig flau im Magen. Bald würde ich wissen, was das Ergebnis von 13 Monaten Ackern war – und ob ich nochmal ranmusste.
Ich hatte mit stark zitternden Händen und einer panikartigen Stoßatmung gerechnet, aber so schlimm war es erstaunlicherweise nicht. Denn mal ehrlich: Jetzt stand eh schon alles fest. Und alles, was jetzt von mir verlangt wurde, war, meine Prüfungsnummer einzugeben, ein Dokument zu entpacken und mein persönliches Kennwort einzugeben. Das sollte doch echt zu schaffen sein.
Ab 7 Uhr morgens schaute ich immer wieder auf die Seite des Justizprüfungsamtes, aber downloaden konnte ich noch nichts. Müssen die einen so auf die Folter spannen? Um 9.30 Uhr war es dann soweit, ich konnte alles herunterladen und öffnen. Der Moment, auf den ich fast fünf Jahre hingearbeitet hatte! Jetzt ging alles sehr schnell und schon erschien sie, meine Note. Und, was fühlte ich?
Keine Ahnung. Es war ein bisschen mehr als das Minimum von dem, was ich erreichen wollte, aber entsprach auch nicht ganz meinen heimlichen Hoffnungen. In den Examensübungsklausuren war ich oft besser und meine Note ist jetzt schlechter als deren Schnitt im vergangenen Halbjahr. Da sieht man mal: Im Examen werden einem echt keine guten Noten hinterhergeworfen. Woran es jetzt lag, daran kann ich ewig rätseln. Böse Korrektoren? Schwierige Klausuren? Die Nervosität, die mir doch mehr zu schaffen gemacht hat, als gedacht? Oder sind die Korrektoren meiner Übungsklausuren einfach immer alle nett gewesen und das Examen spiegelt jetzt mein tatsächliches Können wider?
Mein Fazit: Das Ergebnis hätte besser sein können, aber trotzdem habe ich Grund genug, zufrieden zu sein.

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