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Bachelor live

An der schönen blauen Donau

An der Grenze zu Österreich – im tiefsten Bayern – liegt Passau. Im 50.000-Einwohner-Städtchen lässt es sich leben. Und studieren erst! Aus dem Hörsaalgebäude stürzt man direkt in die Inn, einen der drei Flüsse, die am Zipfel der Stadt, von dem man Österreich bereits erblickt, monumental in der Donau verschmelzen. Wenn das Licht von der richtigen Seite einfällt, erkennt man, wie sich das verschiedenfarbige Wasser der Flüsse vermengt. So schön es auch ist, wenn eine Stadt gleich drei Flüsse hat, wird Passau der Wasserreichtum nicht selten zum Verhängnis, wenn die Flüsse über die Ufer treten. Zuletzt war dies 2013 der Fall. Die Spuren des Hochwassers sind bis heute im ganzen Ort zu sehen, nicht nur anhand der Marken an den Hauswänden und der Existenz eines Hochwassermuseums, sondern auch an den Bauweisen der Häuser: Die historischen Gebäude haben im Erdgeschoss oft neue Fenster sowie moderne, schick designte Eingangstüren aus Metall.
Ist in Passau alles „im Lot“, ist nicht viel los in der Drei-Flüsse-Stadt. Gut ausgerüstete Radreisende schieben ihre Drahtesel durch die Stadt, glücklich, das Etappenziel erreicht zu haben. Hoch über der Stadt, vor der Klosterkirche, schmeißt man Geschirr, es wird geheiratet. Am Abend ist die Tankstelle der Treffpunkt der Nachtschwärmer. Egal ob jung, ob alt, mit oder ohne Auto: Hier trifft man sich. Untypisch viel Leben hier, mitten in der Nacht, an diesem sonst so beschaulichen Ort.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Sep 12, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Sep 12, 2017

Bachelor live

Camping im Regen

Ein paar meiner Freunde kamen auf die Idee, dieses Jahr gemeinsam campen zu gehen. Aufgrund meines begrenzten Reisebudgets kam mir das gerade recht, denn Zelten kostet nicht viel und macht mit den richtigen Leuten trotzdem Spaß. Zugegebenermaßen haben wir damit gerechnet, dass das Wetter zumindest einigermaßen mitspielen würde, als wir unser Campingwochenende planten. Wir suchten uns extra einen Zeltplatz aus, der direkt an einem Badesee gelegen war und viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten bot.
Aber es kam dann alles ganz anders als geplant. Wenige Tage bevor es losging, prophezeite uns der Wetterbericht zwar noch größtenteils Sonnenschein, doch am Tag der Abreise schüttete es dann wie aus Eimern. Eine Verbesserung des Wetters war das komplette Wochenende nicht in Sicht. Den Trip abblasen wollten wir trotzdem nicht, alle Sachen waren längst gepackt und die Autos beladen. Und da immerhin „nur“ Regen gemeldet war und es zumindest kein Gewitter geben sollte, starteten wir mit einigen Regenplanen und wetterfesten Klamotten ausgerüstet trotz allem in unseren Campingausflug.
Dank eines großen Gemeinschaftszelts und zahlreichen Planen konnten wir glücklicherweise auch größtenteils im Trocknen bleiben. Trotzdem ist schlechtes Wetter so ziemlich das, was man beim Zelten am wenigstens gebrauchen kann. Auf Grillen und Lagerfeuer mussten wir dank des Dauerregens verzichten, ebenso auf das Baden im See und die anderen Freizeitangebote im Freien. Außerdem war es ziemlich anstrengend und nervig, zu jeder Zeit einen Regenschirm griffbereit haben zu müssen und nachts penibel darauf zu achten, die Zeltwände nicht zu berühren, um trocken zu bleiben.
Obwohl wir uns das Wochenende definitiv anders gewünscht hatten, machten wir trotzdem das Beste daraus: Wir verbrachten unsere Zeit damit, Karten und andere Spiele zu spielen, gemeinsam mit den mitgebrachten Instrumenten zu musizieren, zu singen und bis spät in die Nacht beisammen zu sitzen und zu quatschen. Insgesamt hatten wir also trotzdem eine schöne Zeit – mit der richtigen Campingausrüstung ist selbst Dauerregen zu bewältigen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Sep 1, 2017

Bachelor live

In der Selbsthilfewerkstatt

Geht dem Leipziger Studierenden sein geliebtes Fahrrad kaputt oder möchte er es reparieren, so muss er es in die Werkstatt bringen. Doch was tun, wenn das studentische Budget die Reparatur in einem klassischen Fahrradladen nicht zulässt? Man besucht eine der vielen Selbsthilfewerkstätten der Stadt.
Auch mich zog es so zuletzt zum Fahrradmatze. Seit vier Jahren hat der junge Mann eine Werkstatt im Leipziger Osten und erklärt geduldig, steht zur Seite und sorgt so dafür, dass die Räder nach ein paar Stunden wie neu sein Haus verlassen.
An meinem Rad gab es einiges zu reparieren, habe ich doch eine größere Tour im Sommer vor mir. Betritt man die Werkstatt von Fahrradmatze, fühlt man sich mehr wie in einem WG-Zimmer. An den Wänden hängen alle nur denkbaren Ersatzteile und neue Reifen, auf dem Dielenboden schwirren die verschiedensten Teilchen und Schrauben umher. Doch Matze hat den Durchblick. Wir wechseln die Bremsbeläge, den Hinterreifen, fetten das Radlager neu, ziehen neue Brems- und Schaltzüge auf und mein Rad erhält eine neue Kette, neue Ritzel. Matze erklärt alles mit einer Urruhe, macht die Handgriffe vor und ich mache sie nach. Er hat drei Stellplätze für Räder, an denen gleichzeitig geschraubt werden kann. Es ist Betrieb im Laden. Eine Kundin lässt ihr Rad für eine Deutschlandrundreise überholen, eine andere kommt, um Probleme mit dem neu aufgebauten Eingangrad auszumerzen und ein dritter Kunde speicht die Räder des Rennrades neu ein.
Der Vorteil der Selbsthilfewerkstatt ist nicht nur, dass es billiger ist und dass man eine Menge lernt, sondern auch, dass es alle Ersatzteile und Werkzeuge direkt vor Ort gibt. In einer so fahrradreichen Stadt wie Leipzig eine super Erfindung und natürlich passt dieses Ladenkonzept auch sehr gut zum Trend des Selber-Reparierens.
Nach fünf Stunden sind Matze und ich fertig. Wir schütteln uns die noch ein wenig öligen Hände und ich verlasse die Selbsthilfewerkstatt nicht nur mit einem toll fahrenden Rad, sondern auch mit einer Menge mehr Wissen und Fähigkeiten. Und das zu einem wesentlich geringeren Preis als in großen Werkstätten.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 31, 2017