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Bachelor live

An der schönen blauen Donau

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

12.09.2017

An der Grenze zu Österreich – im tiefsten Bayern – liegt Passau. Im 50.000-Einwohner-Städtchen lässt es sich leben. Und studieren erst! Aus dem Hörsaalgebäude stürzt man direkt in die Inn, einen der drei Flüsse, die am Zipfel der Stadt, von dem man Österreich bereits erblickt, monumental in der Donau verschmelzen. Wenn das Licht von der richtigen Seite einfällt, erkennt man, wie sich das verschiedenfarbige Wasser der Flüsse vermengt. So schön es auch ist, wenn eine Stadt gleich drei Flüsse hat, wird Passau der Wasserreichtum nicht selten zum Verhängnis, wenn die Flüsse über die Ufer treten. Zuletzt war dies 2013 der Fall. Die Spuren des Hochwassers sind bis heute im ganzen Ort zu sehen, nicht nur anhand der Marken an den Hauswänden und der Existenz eines Hochwassermuseums, sondern auch an den Bauweisen der Häuser: Die historischen Gebäude haben im Erdgeschoss oft neue Fenster sowie moderne, schick designte Eingangstüren aus Metall.
Ist in Passau alles „im Lot“, ist nicht viel los in der Drei-Flüsse-Stadt. Gut ausgerüstete Radreisende schieben ihre Drahtesel durch die Stadt, glücklich, das Etappenziel erreicht zu haben. Hoch über der Stadt, vor der Klosterkirche, schmeißt man Geschirr, es wird geheiratet. Am Abend ist die Tankstelle der Treffpunkt der Nachtschwärmer. Egal ob jung, ob alt, mit oder ohne Auto: Hier trifft man sich. Untypisch viel Leben hier, mitten in der Nacht, an diesem sonst so beschaulichen Ort.

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