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Bachelor live

Auf der documenta

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

18.10.2017

Alle fünf Jahre trifft sich in Kassel die moderne Kunstwelt und alle an ihr Interessierten – Kassel wird zur „documenta-Stadt“. Mein Besuch dort war definitiv eines der Highlights des Sommers für mich.
Kassel sieht aus, wie eine Stadt nun mal aussieht, die im Zweiten Weltkrieg zerbombt und dann zeitgemäß wieder aufgebaut wurde. Die Eintrittspreise für die documenta sind vergleichsweise hoch, doch angesichts des Gebotenen absolut fair. Überall in der Stadt gibt es Ausstellungen in Museen, leerstehenden Fabriken, ja sogar im alten, unterirdischen Hauptbahnhof, die man mit dem Tagesticket besuchen kann. Den gängigen Charakter einer Kunstausstellung hat die documenta allerdings nicht: Klar, auch hier hängen Bilder an den Wänden. Doch es sind so viele Menschen in den Gebäuden unterwegs und drängen sich vor den Werken, wie es selbst in den besten Kunstmuseen selten der Fall ist. Das Publikum ist auch anders als sonst. Es sind Schulferien und man ist als Familienurlaub hier. Oder schwer kunstinteressiert und analysiert alles flink. Oder trägt Hut und Schal und ist überhaupt ganz wichtig.
Das Problem der großen Kunsthallen ergibt sich allerdings auch auf der documenta: Man ist überflutet von den unzähligen Eindrücken. Und es gibt tatsächlich so einiges Beeindruckendes zu sehen: Malerei, Fotografie, Installationen, Performances und die Überbleibsel davon. Auch die Videoinstallation mit Close-up-Aufnahmen eines Pferdes, das verwundert an einer New Yorker Straße steht und dem Treiben zusieht, bleibt im Kopf.
Am Ende fahre ich wieder heim, mit vielen Eindrücken und Gedanken. Bis 2023, Kassel!

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