Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Vom Studenten zum Dozenten

Juhu, ich habe den Absprung ins Arbeitsleben geschafft! Naja, das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Immerhin habe ich es aber in vier Semestern vom Erstsemestler zum Dozenten gebracht, was dann doch erstaunlich scheinen mag. Seit Kurzem unterrichte ich Tschechisch an der Volkshochschule, wo dringend eine Lehrkraft gesucht wurde.
In meine neue Rolle finde ich mich erst langsam ein. Es ist schon ziemlich ungewohnt, nun vorne zu sitzen und grammatische Formen an die Tafel zu schreiben, während sich die anderen Notizen machen und auf meine Fragen antworten müssen. Oder sie haben selbst Fragen, die ich kompetent beantworten muss.
So einen Sprachkurs zu leiten, ist gar nicht so einfach. Klar, da gibt es Lehrbuch und Arbeitsheft, an die man sich klammern kann sowie ein Begleitheft für den Lehrenden. Doch am Ende kann man planen, wie man will – ob alles so aufgeht, entscheidet sich immer erst im Kurs.
Während mich also die Planung regelmäßig herausfordert, macht das eigentliche Unterrichten mir mittlerweile überraschend viel Freude. Es ist schön zu sehen, wie die Teilnehmer, die aus den verschiedensten Gründen Tschechisch lernen, Fortschritte machen, Fragen stellen und mit Elan und Motivation dabei sind. Ich bemühe mich, in meinem Kurs nicht nur die Sprache, sondern auch einiges über die tschechische Kultur zu vermitteln, um die Lernenden optimal auf ihren nächsten Aufenthalt im Nachbarland vorzubereiten.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 30, 2017

Bachelor live

Pauschalurlaub oder Freiwilligendienst?

Vor einigen Wochen saß ich bei meiner Ärztin und wollte wissen, welche Impfungen ich noch für meine Südafrikareise im Sommer brauche. Ob ich Kontakt zu Einheimischen haben würde, wollte sie wissen. Ich bejahte, angemeldet hatte ich mich eben für ein Workcamp und nicht für eine Rundreise durch Nationalparks. „Ach ja, so ein Charity-Projekt“, sagte sie und stellte mir ein Rezept für Impfstoffe aus, die ich kaufen sollte.
Ich finde es seltsam, wenn etwas als Charity-Projekt bezeichnet wird. Das Wort Charity erinnert mich an Fundraising und Spendensammeln, womit ein Workcamp wenig zu tun hat. Charity-Projekt, das klingt, als würden die Einheimischen vor Ort mehr davon profitieren als diejenigen, die aus dem Ausland anreisen. Nicht umsonst bezeichnen sich viele Freiwilligendienste inzwischen als „Lerndienste“, um zu betonen, dass es vor allem darum geht, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, im Ausland etwas außerhalb von Schule, Ausbildung oder Universität zu lernen.
Aber was ist so ein Workcamp nun? Im Vorfeld fühlte es sich wie ein Pauschalurlaub an: Du meldest dich an, schreibst ein paar Worte über deine Motivation für die Reise, du bekommst deine Flugtickets zugeschickt, die Unterkunft wird organisiert – alles ganz einfach. Vor Ort ist es dann etwas anders: Nur an den Wochenenden ist Touristenprogramm angesagt. Wenn auf dem Plan steht, dass der Kirchengarten vor Ort neu gestaltet werden soll, muss eine Aufgabenverteilung her. Und man muss für alle Workcampteilnehmer kochen, das gemeinsame Haus putzen und nicht zuletzt dafür sorgen, dass sich alle verstehen.
Nach meinem Abitur habe ich neun Monate lang einen Freiwilligendienst gemacht und je länger ich in Südafrika war, desto mehr fühlte sich das Leben dort ein wenig wie die Zeit nach meinem Abitur an – nur etwas kürzer, dafür intensiver und mindestens genauso anstrengend. Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, dass ein Workcamp insofern ein großer Luxus ist, weil es nicht jedem Reisenden ermöglicht werden kann, so schnell und so einfach Freundschaften mit Einheimischen aufzubauen – gerade das erinnert einen vor Ort aber auch daran, dass es doch etwas völlig anderes ist als ein Pauschalurlaub.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Oct 26, 2017

Bachelor live

Theater in der Finsternis

Ich gehe sehr gerne ins Theater und habe schon viele verschiedene Stücke gesehen, darunter auch Musicals, Open-Air-Aufführungen, Produktionen des Theaterjugendclubs und klassische Stücke. Eine ganz neue Theatererfahrung habe ich vergangene Woche gemacht, als ich mit einer Freundin das Spiel „20.000 Meilen unter dem Meer“ besuchte. Das Besondere an dieser Aufführung: Sie fand komplett im Dunkeln statt. Bevor es losging, konnte ich mir kaum vorstellen, etwa 70 Minuten lang ruhig in der Finsternis zu sitzen. Als dann alle Lichter ausgingen und uns tatsächlich völlige Dunkelheit umgab, dauerte es zunächst einen kleinen Moment, bis meine Augen aufhörten, vergeblich einen Lichtpunkt zu suchen und ich mich auf einen einzigen Sinn konzentrieren konnte: das Hören.
Mit einer Mischung aus reiner Erzählung und Rollenspiel wurde die Geschichte des Professor Aronnax, seines Dieners Conseil und Kapitän Nemo erzählt. Das Publikum saß in der Mitte des Raumes, während sich die Schauspieler um uns herum bewegten. Gleichzeitig waren an verschiedenen Stellen Lautsprecher befestigt, durch die Hintergrundgeräusche wie Meeresrauschen elektronisch eingespielt wurde. Es hat sich wirklich ein bisschen angefühlt wie eine Traumreise, bei der man die Augen schließt und sich gedanklich an einen anderen Ort oder in eine bestimmte Situation begibt. Obwohl wir als Publikum nur zuhören konnten und anders als bei normalen Theateraufführungen Mimik, Gestik und Requisiten keine Rolle spielten, war die Aufführung sehr mitreißend. An der Stelle, an der in der Geschichte die Luft in der Kabine des U-Bootes knapp wurde, schnappten auch einige Personen im Publikum nach Luft. Als schließlich die Lichter wieder angingen, fühlte ich mich, als würde ich aus einem Traum erwachen und in die Realität zurückkommen.
Das Theater in der Finsternis war mal etwas ganz anderes und eine sehr coole neue Erfahrung. Ich finde es beeindruckend, wie die Schauspieler es geschafft haben, allein mit ihren Stimmen so viele Emotionen rüberzubringen und sich zusätzlich noch im Dunkeln zu orientierten.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Oct 24, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Oct 24, 2017