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Bachelor live

Gute Vorsätze vs. Realität

Autor:
Nadine

Rubrik:
studium

15.11.2017

Die Semesterferien liegen nun hinter mir. Während die einen arbeiten waren oder ein Praktikum absolvierten, haben andere ihr zuvor verdientes Geld ausgegeben und die Seele baumeln lassen. Zu Letzteren gehöre diesmal auch ich. Mit frisch getankter Energie starte ich also jetzt ins dritte Semester meines Publizistikstudiums.
Wie damals in der Schule freuten sich eigentlich die meisten wieder auf die Uni. Natürlich weniger wegen der Vorlesungen als der sozialen Kontakte. Der eine oder andere wusste gar nach drei Monaten Freizeit nichts mehr mit sich anzufangen und ist froh, wieder in den Alltag durchstarten zu können, Aufgaben und Pflichten nachzugehen und sich weiterzubilden. Am Anfang des Semesters passe sogar auch ich in dieses Schema – zumindest ein wenig.
Inzwischen sind allerdings die ersten drei Uniwochen vergangen und der Semesterstart erinnert mich an Neujahr: Jeder hat gute Vorsätze, die er dann meist doch nicht einhält. Zu den beliebtesten im Studium zählen sicher: „Dieses Semester gehe ich zu allen Vorlesungen“, „Dieses Semester bereite ich alle Sitzungen noch in derselben Woche nach, damit es vor den Klausuren nicht so stressig wird“, „Dieses Semester fange ich rechtzeitig an, zu lernen“ oder „Dieses Semester engagiere ich mich in einem der Referate oder trete der Fachschaft bei“. Klingt alles schön und gut. Denkt man allerdings mal daran, wie viele Leute ihre Neujahrsvorsätze tatsächlich einhalten, hat man eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie es bei den Studierenden aussieht. Mein Fazit nach drei Wochen: Es wurde noch keine Sitzung nachbereitet, an Klausuren denkt sowieso keiner und die Vorlesungssäle sind langsam schon spärlicher besetzt. Aber das ist auch okay so. Die Uni ist schließlich nicht nur dafür da, sich akademisch zu bilden. Das größere Ausmaß an
Freiheiten soll auch dazu dienen, sich besser selbst zu organisieren. Hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und dafür zuständig, erfolgreich durch das Semester zu kommen – und am Ende klappt das bei den meisten auch.

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