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Auslandsüberlegungen

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

07.12.2017

Ab dem Beginn des Studiums wurde an meiner Universität für einen Auslandsaufenthalt geworben. Auslandssemester auf dem europäischen Kontinent können mithilfe des Erasmus+-Programms finanziert und organisiert werden. Weiter weg kann man durch Universitätspartnerschaften. Jedes Institut hat eigene Erasmus-Plätze und jeder Studierende der Universität kann sich auf den Pool der Plätze der Unipartnerschaften bewerben.
Ich habe im zweiten Semester angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen, obwohl ich erst im fünften Semester ins Ausland möchte. Das mag sehr früh wirken, aber ich muss mich ja bereits ein Jahr vor dem Austausch bewerben muss und dafür ist ganz schön viel zu tun. Auch habe ich erst einmal herausfinden wollen, wohin ich überhaupt will und ob ich die geforderten Anforderungen erfülle. So hätte ich im Zweifelsfall auch noch Zeit für Intensiv-Sprachkurse gehabt, um das geforderte Sprachniveau zu erreichen. Zusätzlich fallen „kleinere“ Angelegenheiten an, zum Beispiel zwei Hochschullehrergutachten. Einige von euch haben vielleicht schon mit Dozenten Mail-Kontakt gehabt und wissen daher, dass sich die Kommunikation sehr ziehen kann. Es schien mir daher sinnvoll, die betreffenden Hochschullehrer einen bis anderthalb Monate vor Abgabeschluss um ein solches Gutachten zu bitten. Doch: Nur weil man danach fragt, bedeutet das lange noch nicht, dass auch ein Gutachten ausgestellt wird. Ich habe mir deshalb Alternativen überlegt und immer wieder nachgehakt.
Entschieden habe ich mich nun für ein Auslandssemester in Seoul, Südkoreas Hauptstadt, und mir davor viele Gedanken gemacht: Was will ich von einem Auslandssemester mitnehmen? Worauf kann ich nicht verzichten und wo kann ich Abstriche machen? Wo kann ich mich akademisch und persönlich am besten weiter entwickeln? Die Wahl für Südkorea war keine offensichtliche für mich. Ich spreche zwar ganz ordentlich koreanisch, habe jedoch insgesamt in meinem Leben vielleicht vier Monate dort verbracht. Südkorea ist nicht meine Heimat, wenn auch mein kultureller Hintergrund. Letztendlich haben mich mehrere Aspekte völlig begeistert von der Idee: Neben einer tollen Uni mit einem großartigen Angebot an Kursen kann ich meine Sprachkenntnisse verbessern und das Land meiner Eltern intensiver kennen lernen. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Und falls nicht, werde ich mich wohl über Erasmus+ auf einen nicht ganz so fernen Ort bewerben. Wünscht mir Glück!

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