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Bachelor live

Die deutsch-tschechische Welt in Nürnberg

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

11.12.2017

Als einer der frisch gewählten Sprecher des Deutsch-Tschechischen Jugendforums zählen nicht nur das Betreuen der Facebookseite und der Website sowie die Mitgestaltung der Plenartreffen zu meinen Aufgaben, sondern auch der Besuch von Konferenzen und Seminaren. Vor Kurzem verschlug es daher andere Mitglieder des Jugendforums und mich nach Nürnberg, das an diesen beiden Tagen gewissermaßen die Hauptstadt der deutsch-tschechischen Welt war.
Am Freitagabend stand die Verleihung des Deutsch-Tschechischen Journalistenpreises an. In den drei Kategorien Text, Rundfunk und Multimedia wurden jeweils ein deutscher und ein tschechischer Beitrag ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde der Milena-Jesenská-Sonderpreis verliehen, der Beiträge ehr, die sich herausragender Zivilcourage und der Verständigung beider Länder widmet. Er gedenkt zudem der tschechischen Journalistin Milena-Jesenká, die Verfolgten des Nazi-Regimes zur Flucht verhalf. Die Gewinner der verschiedenen Auszeichnungen gingen auf überaus verschiedene Themen ein. Sie beschäftigten sich zum Beispiel mit dem literarischen Prag, den Sudenten oder bemerkenswerten Personen. So berichtete etwa Kilian Kirchgessner im Gewinnerbeitrag der Kategorie „Texte DE“ von der „Marmeladenkönigin“ Blanka Milfaitová aus dem Böhmerwald. Sie fing die klein anfing, gewann dann weltweit Marmeladenwettbewerbe – und beliefert heute sogar das britische Königshaus.
Am Samstag fand in Lauf an der Pegnitz, unweit von Nürnberg, außerdem die Jahreskonferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums statt. Dort kamen Persönlichkeiten aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben beider Länder zusammen und tauschten sich aus. Das Oberthema war Populismus – angesichts der Wahlergebnisse in beiden Ländern trefflich gewählt. So wurde nach Antworten beider Länder auf diese Entwicklungen gesucht. Es kamen Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu Wort, aber auch eine ehemalige Sprecherin des Jugendforums, die die Wichtigkeit von politischer Bildung unterstrich.
Am Ende fuhr ich wieder ab, voll mit vielen neuen Gedanken im Kopf und Erinnerungen an Begegnungen mit alten Bekannten und neuen Leuten.

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