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Bachelor live

Weniger Hilfsgelder? Nicht mit uns!

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

22.12.2017

Seit meinem zweiten Semester bin ich Jugendbotschafterin der entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE. Wie ich darauf gekommen bin? Der Mentor, der mich während meines Freiwilligendienstes nach meinem Abitur begleitete, begann damals gerade seine Doktorarbeit über afrikanische Geschichte und internationale Beziehungen. Was Letzteres überhaupt bedeutete, konnte ich mir damals nur vage vorstellen. Wenn er aber von Marokko und der Westsahara erzählte und sich Studien auf seinem Schreibtisch türmten, fand ich das ziemlich spannend. An manchen Abenden saß ich dann vor meinem Laptop und gab afrikanische Länder in die Suchmaschine ein – Tunesien, Ghana, Namibia, Tansania.
Zu Studienbeginn fand ich heraus, dass es in den meisten Unistädten zahlreiche Gruppen gibt, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit oder Bildung in Afrika beschäftigen – oder mit den Ländern, die im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit Gelder erhalten. Im ersten Semester stand ich zunächst auf dem Marktplatz und sammelte Unterschriften oder organisierte mit einer Gruppe einen Filmabend. Seit ich nun Jugendbotschafterin von ONE bin, habe ich bereits für ein Online-Newsportal über Entwicklungspolitik geschrieben und mit vielen Menschen darüber gesprochen – beispielsweise beim MitAfrika-Festival 2017 in Köln.
Ein ganz besonderes Ereignis für alle Jugendbotschafter ist das jährliche Summit. Dieses Jahr fand diese Hauptversammlung in Brüssel statt und Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern reisten an – sogar aus den USA sowie Nigeria. Es war total spannend, so viele junge Menschen zu treffen, die in anderen Ländern an denselben Kampagnen teilgenommen haben. Nach zwei Tagen Workshops und Präsentationen kam es zum Höhepunkt der Tage in Brüssel: unserem Tag im Europäischen Parlament! In einer Podiumdiskussion konnten wir Politikern aus Rumänien, Spanien, Finnland und Deutschland unsere Fragen stellen. Für mich standen danach zwei Treffen mit deutschen Abgeordneten des Europaparlaments an. Unser Ziel war es, dass das Europäische Parlament den Vorschlag eines Ausschusses unterstützt, damit die EU-Gelder für die Entwicklungspolitik weltweit nicht gekürzt werden. Eine Woche später erfuhren wir das Ergebnis aus dem Parlament: Es hatte sich für den Vorschlag entschieden!

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