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Bachelor live

Ruhe nach dem Sturm

Die allererste Klausur des Semesters ist geschrieben und die ersten Referate wurden gehalten. Nun ist es an der Zeit, das Jahr ein wenig Revue passieren zu lassen. Rückblickend betrachtet war dieses Jahr sehr intensiv, fordernd und anstrengend. Neben vielen Studienmodulen, Klausuren und Hausarbeiten standen Veranstaltungen und Praktika an. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl, noch mehr erleben und noch mehr sehen zu wollen. Ich war getrieben, ohne zu wissen wovon. Natürlich hatte ich bei allem sehr viel Spaß und konnte viele Erfahrungen sammeln, auf die ich für nichts und niemanden verzichten würde, aber das neue Jahr werde ich etwas anders angehen. Auf der einen Seite muss ich für mein Studium nicht mehr ganz so viel machen, weil ich den Großteil meines Studiums in meinen ersten drei Semestern absolviert habe. Aber der Hauptgrund ist, dass ich intensiver leben möchte. Ich will mir die Möglichkeit geben, Dinge bewusst zu erleben und nicht nur ständig an Deadlines oder To-do-Listen zu denken. Ich habe mir vorgenommen, vielleicht weniger zu tun, das aber mit voller Konzentration. Am letzten Wochenende vor Weihnachten habe ich einen dreitägigen Kurztrip nach Salzburg unternommen. Das mag jetzt nicht allzu exotisch klingen, aber für mich war es ein neues Erlebnis, da ich noch vor ein paar Monaten nicht freiwillig in so eine kleine Stadt gefahren wäre. Wenn, dann musste es Paris, Amsterdam oder Wien sein aber eine Kleinstadt wie Salzburg – undenkbar. Nach den drei Tagen kann ich sagen, dass zwei Tage auch gereicht hätten, aber es mit Abstand einer der entspanntesten Kurztrips meines Lebens war. Das Ausschlafen, die langen Spaziergänge, kein Druck, unzählige Museen zu verpassen – das alles hat mir deutlich gemacht, dass Entschleunigung ziemlich gut tun kann.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 5, 2018

Bachelor live

Schwierige Suche nach einem Praktikumsplatz

Als ich auf die Idee kam, in den nächsten Semesterferien ein Praktikum zu machen, war mir der Aufwand noch nicht bewusst. Meine letzte Bewerbung hatte ich in der 11. Klasse für mein zweiwöchiges Pflichtpraktikum geschrieben. Zu dieser Zeit wollte ich noch Psychologie studieren und habe mich bei einer Klinik für Suchterkrankungen beworben. Heute stehe ich an einem völlig anderen Punkt in meinem Leben: Ich bin keine Schülerin mehr, sondern Studentin und statt Psychologie habe ich Publizistik gewählt. Dementsprechend veraltetet fand ich auch meine Bewerbungsunterlagen vor und musste etwa meinen Lebenslauf um einige Punkte ergänzen, andere herauslöschen und ein neues Foto einfügen.
Wesentlich schwieriger war es, überhaupt Unternehmen mit Praktikumsplätzen im PR-Bereich zu finden, die auf mich passten. Auf der Seite des Instituts für Publizistik werden regelmäßig Angebote hochgeladen, weshalb ich dies für eine gute Anlaufstelle hielt. Als ich mir dann aber die Praktika-Ausschreibungen genauer durchlas, kamen mir die Anforderungen an den potenziellen Praktikanten ziemlich utopisch vor. Alles, was für mich infrage kam, forderte mindestens ein oder zwei Kriterien ein, die ich nicht erfüllte. Klassische Aussagen waren „Praktikanten müssen im fortgeschrittenen Studium sein“, „Wir nehmen nur Masterstudierende“ oder „Praktikanten müssen bereits Erfahrungen in den Bereichen Journalismus und PR durch vergangene Praktika mitbringen“. Wenn allerdings jeder erwartet, dass man bereits Erfahrungen gesammelt hat, wo soll man dann anfangen? Ein Praktikum ist doch gerade dafür da, in ein Berufsfeld reinzuschnuppern. Und wieso ist die Voraussetzung so verbreitet, man solle in einem höheren Semester oder am besten gleich Masterstudierender sein? Gerade am Anfang des Studiums möchte man doch mal einen Einblick in praktische Bereiche bekommen, um sich sicher sein zu können, den richtigen Studiengang gewählt zu haben. Na ja, nichtsdestotrotz geht meine Suche nach einem Praktikumsplatz weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Jan 4, 2018

Bachelor live

Ein Wochenende in Berlin

Mein bester Freund studiert in Berlin und vor Kurzem habe ich ihn zusammen mit zwei weiteren Freunden dort besucht. Ehrlicherweise machen mir Berlin und vergleichbare große Städte eher Angst, als dass sie mich faszinieren, weil ich Großstädte einfach nicht gewohnt bin. Da sich mein bester Freund mittlerweile ziemlich gut in Berlin auskennt, konnte er uns aber sicher durch die Stadt lotsen, sodass ich mich bei den vielen Menschen, dem dichten Verkehr und dem komplexen Liniennetz der öffentlichen Verkehrsmittel zum Glück nicht ganz verloren gefühlt habe.
Da wir alle schon mehrmals in Berlin waren, haben wir an diesem Wochenende auf die typischen Sehenswürdigkeiten verzichtet. Stattdessen hat uns mein bester Freund unter anderem seine Uni, die Humboldt-Universität, von innen gezeigt, was mich ziemlich beeindruckte. Von der prunkvollen Eingangshalle des Unigebäudes und einer modernen Unibibliothek kann ich in Marburg nur träumen. Da es leider fast durchgängig geregnet hat, haben wir auch viel Zeit einfach in seiner WG verbracht. Wir haben gekocht, Karten gespielt und natürlich viel erzählt, da wir uns alle seit Längerem nicht gesehen hatten.
Das Wochenende in Berlin war insgesamt also relativ gemütlich und ich habe die Zeit sehr genossen. Eine der schönsten Seiten am Studenten-Dasein ist für mich definitiv, dass es so leicht ist, neue Leute zu treffen. Ganz selbstverständlich lerne ich die Mitbewohner, Freunde oder Bekannte meiner eigenen Freunde kennen und finde mich ruckzuck in einer größeren Gruppe in der Mensa oder philosophischen Diskussionen in WG-Küchen wieder. Es ist ganz leicht, mit eigentlich völlig fremden Personen ein Gesprächsthema zu finden und sich mit ihnen anzufreunden. Und obwohl ich meine Freunde zwar alle lieber in meiner Nähe hätte, finde ich es cool, dass ich in den vergangenen zwei Jahren durch unsere unterschiedlichen Wohn- und Studienorte einige neue Städte und somit auch viele neue Menschen kennenlernen konnte.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 28, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Dec 28, 2017