interaktiv

Bachelor live

Was sind eigentlich Medienpraxiskurse?

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

25.01.2018

Wenn ich gefragt werde, was ich studiere, sage ich manchmal aus Spaß: „Irgendetwas mit Medien“. Eigentlich finde ich diese Beschreibung blöd, denn Studiengänge, die etwas mit Medien zu tun haben, sind meist unfassbar verschieden. Da lohnt es sich, einen eigenen Schwerpunkt zu finden und sich in diesen zu vertiefen, um aus der Menge herauszustechen. Gewissermaßen studiere ich aber nun mal irgendetwas mit Medien, nämlich Medienwissenschaft. Das bedeutet, dass wir nicht das Managen von Medienunternehmen (wie bei Medienmanagement) oder das Gestalten von Webseiten, Flyern und Co. (wie bei der Mediengestaltung) lernen, sondern uns wissenschaftlich mit allen Arten von Medien auseinandersetzen.
Dass ich mich für ein Studium in Bonn entschieden habe, hatte viele Gründe. Einer war, dass in Bonn das Studium der Medienwissenschaft vergleichsweise praxisnah ist: Insgesamt vier sogenannte Medienpraxiskurse mit jeweils zwei Stunden pro Semester bereichern den Bachelorstudiengang im dritten und vierten Semester. Während wir in allen weiteren Vorlesungen, Übungen und Seminaren zum Beispiel analysieren, wie Sexualität in Medien repräsentiert wird oder wie YouTube im Vergleich zum Fernsehen charakterisiert werden kann, werden wir in den vier Medienpraxiskursen selbst aktiv. Dabei können wir uns aus Radio, Video, Online und Fotografie zwei Medien aussuchen. Meine Wahl fiel auf Video und Online, denn auf Webseiten, in Social-Media-Posts und Co. werden oftmals Videos wie Interviews oder Imagefilme eingebunden werden.
Wie viel man in den Medienpraxiskursen tatsächlich lernt, ist davon abhängig, wie sehr man sich engagiert. Einen eigenen Blog anlegen, Interviews führen, die Unikamera ausleihen und ausprobieren – all das hilft dabei, in den Kursen Fragen stellen zu können und die Technik hinter Blogs, Webseiten, Sozialen Netzwerken, Kameras und Schnittprogrammen zu verstehen. Wer sich für Medienwissenschaft interessiert, dem kann ich deshalb nur raten, einen Studiengang zu wählen, der auch Praxisinhalte enthält: Mit mehr Praxis macht nämlich auch die Theorie mehr Spaß!

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.