Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Und schon wieder ein Semester rum

Mit dem Start in den Monat Februar ist nicht nur der erste Monat des Jahres 2018 vorbei, sondern auch mein drittes Semester. Ich kann es kaum glauben, aber jetzt ist die offizielle Halbzeit meines Studiums eingeläutet. Drei Semester, anderthalb Jahre, drei Klausurphasen, mehrere Praktika, unzählige Univeranstaltungen, ECTS-Punkte und Referate später steht also das vierte Semester vor der Tür.
Ich habe trotzdem das Gefühl, kaum mehr zu wissen als an meinem ersten Tag. Natürlich klingelt es bei gewissen Begriffen und über Kunsthemen kann ich drei Semester später auch deutlich kunstvoller mitdiskutieren. Aber habe ich so viel mehr Wissen als zuvor? Fraglich. Natürlich hätte ich meine Semester entspannter und großzügiger angehen können, um mehr Tiefe zu bekommen. Aber hätte ich tatsächlich mehr gelernt, wenn ich statt 50 ECTS nur 30 gemacht hätte? Wie ich mich kenne, hätte ich den größeren Zeitrahmen eh nicht sinnvoll genutzt – hätte mir nicht nochmal alle vorgeschlagenen Literaturangaben durchgelesen und mir keine anderen, weiterführenden Vorlesungen angehört.
Und ohne anderen Kommilitonen genau solche lobenswerten Aktivitäten absprechen zu wollen: Ich sehe doch in den sozialen Medien, dass sie mehr feiern als ich. Ich bin kein Streber, aber ein zukunftsangstgetriebener Realist, und weiß, dass Kunstgeschichte ein heikles Fach ist, wenn man später erfolgreich in einen faszinierenden Beruf starten will. Um das zu ermöglichen, brauche ich etwas, das mich aus der Masse herausstechen lässt. Deshalb sammele ich so viele Erfahrungen und Kenntnisse durch Praktika und ähnliches wie ich nur kann.
Lange zu studieren und in einem geschützten Schwebezustand zu verweilen, mag für manche ein erstrebenswerter Zustand sein, für mich ist es das aber nicht. Deshalb fühlen sich diese drei Semester wie ein Sieg an. Ich habe in drei Semestern so viel geackert, gelitten und gearbeitet, dass ich das nächste Semester nur Praktika machen kann, danach im Auslandssemester nur wenig tun muss und das darauffolgende Semester entspannt meine Bachelorarbeit schreiben kann. Ich habe es geschafft und bin erleichtert.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 7, 2018

Bachelor live

Ich pack's selbst an!

Praktische Aufgaben sind in meinem Studium nicht die Regel, sodass ich zwar unfassbar viele Inhalte vermittelt bekomme, mein ganzes Wissen allerdings nur theoretisch angelegt ist – und mir oft gar nichts bringt.
Momentan bekomme ich diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sehr deutlich zu spüren. Für meine Hausarbeit möchte ich ein qualitatives Interview führen, um eigene Ergebnisse zu meinem Thema zu erforschen. Eigentlich kein Problem, denn in den ersten beiden Semestern habe ich sowohl das Einführungs- als auch das Aufbaumodul in Methoden der empirischen Sozialforschung bestanden. Ganz so leicht ist es aber nicht. Ehrlich gesagt bin ich fast daran verzweifelt, geeignete Leitfragen für das Interview zu formulieren. Dabei kenne ich die goldenen Regeln: keine suggestiven Fragen, keine Vorwürfe, keine missverständliche Fragestellung und so weiter. Bei der praktischen Umsetzung des Wissens hapert es mangels Übung allerdings gewaltig.
Und wie leite ich ein solches Interview überhaupt ein? Sollte ich mit meinem Probanden anfangs ein bisschen Small Talk betreiben, um die Stimmung aufzulockern, oder ganz professionell bleiben und mich nur auf das Wesentliche konzentrieren? Reicht mein Handy, um das Interview aufzunehmen oder brauche ich ein professionelles Gerät? Und wenn das Interview aufgezeichnet ist, wie transkribiere ich es dann? Als ungeübte Interviewerin brauche ich sicher sieben- bis zehnmal so lange für die Transkription als für das Interview selbst.
Es heißt nicht umsonst „Übung macht den Meister“, nicht „Theorie macht den Meister“. Deswegen hätte ich mir gewünscht, in der Uni nicht nur die reine Theorie zu lernen, sondern auch die Gelegenheit zu bekommen, diese wenigstens auch einmal in der Praxis zu üben. Aber wie heißt es ebenfalls? Selbst ist die Frau.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Feb 7, 2018

Bachelor live

Auf geht's zu Paralympia!

Pyeongchang ist eine Stadt in Südkorea, in der ab diesem Freitag die Olympischen und Paralympischen Winterspiele stattfinden. Mit der „Paralympics Zeitung“, einem Nachwuchsprojekt der Berliner Zeitung Tagesspiegel, darf ich als Reporterin bei den Paralympischen Spielen dabei sein, die Wettkämpfe beobachten und Sportler interviewen. Ende November waren die anderen jungen Teilnehmer und ich bereits in Berlin, um uns kennenzulernen und an ersten Artikeln zu arbeiten.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, ein Interview mit zwei Sportlern aus dem Para-Biathlon führen zu dürfen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass im Para-Biathlon Sportler mit einer Sehbehinderung zusammen mit einem Guide am Wettkampf teilnehmen? Dieser fährt dabei vor ihnen und gibt mit Kommandos zum Beispiel die Richtung an. Ich finde das absolut spannend, denn Skilanglauf, Biathlon und Alpin-Ski sind sonst Sportarten, in denen die Sportler alleine antreten. Bei Para-Biathlon dagegen ist Teamgeist angesagt.
Eine andere Sportlerin mit Behinderung, mit der ich bereits sprechen durfte, startet in einem sogenannten Monoski: Dieses Sportgerät ist wie ein extra breiter Ski, auf dem zwei Bindungen parallel zueinander angebracht sind. Es sieht dabei auf den ersten Blick etwas wie ein Snowboard aus, dabei fährt der Sportler vorwärts statt seitwärts und nutzt außerdem Skistöcke. Zudem gibt es spezielle Monoskis, sogenannte Monoskibobs, für Rollstuhlfahrer. Anstelle von Skistöcken werden dabei Unterarmstützen genutzt, an deren Ende kleine Skier angebracht werden, sodass sie dem Sportler mehr Stabilität geben.
Davon abgesehen, schreibe ich gerade meine Packliste. Was zieht man an bei Paralympischen Winterspielen? Wie kalt wird es? Laut Internet herrscht in Südkorea zu dem Zeitpunkt ähnliches Wetter wie hier in Deutschland, damit wären Winterschuhe wohl mehr als angebracht. Und sonst? Notizbuch, Ladestation für das Handy, all das muss auf jeden Fall mit auf die Liste. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ich bin unglaublich gespannt darauf, so viele interessante Menschen zu treffen. Die Vorfreude ist also riesig!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2018