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Bachelor live

Ich pack's selbst an!

Autor:
Franziska

Rubrik:
studium

07.02.2018

Praktische Aufgaben sind in meinem Studium nicht die Regel, sodass ich zwar unfassbar viele Inhalte vermittelt bekomme, mein ganzes Wissen allerdings nur theoretisch angelegt ist – und mir oft gar nichts bringt.
Momentan bekomme ich diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sehr deutlich zu spüren. Für meine Hausarbeit möchte ich ein qualitatives Interview führen, um eigene Ergebnisse zu meinem Thema zu erforschen. Eigentlich kein Problem, denn in den ersten beiden Semestern habe ich sowohl das Einführungs- als auch das Aufbaumodul in Methoden der empirischen Sozialforschung bestanden. Ganz so leicht ist es aber nicht. Ehrlich gesagt bin ich fast daran verzweifelt, geeignete Leitfragen für das Interview zu formulieren. Dabei kenne ich die goldenen Regeln: keine suggestiven Fragen, keine Vorwürfe, keine missverständliche Fragestellung und so weiter. Bei der praktischen Umsetzung des Wissens hapert es mangels Übung allerdings gewaltig.
Und wie leite ich ein solches Interview überhaupt ein? Sollte ich mit meinem Probanden anfangs ein bisschen Small Talk betreiben, um die Stimmung aufzulockern, oder ganz professionell bleiben und mich nur auf das Wesentliche konzentrieren? Reicht mein Handy, um das Interview aufzunehmen oder brauche ich ein professionelles Gerät? Und wenn das Interview aufgezeichnet ist, wie transkribiere ich es dann? Als ungeübte Interviewerin brauche ich sicher sieben- bis zehnmal so lange für die Transkription als für das Interview selbst.
Es heißt nicht umsonst „Übung macht den Meister“, nicht „Theorie macht den Meister“. Deswegen hätte ich mir gewünscht, in der Uni nicht nur die reine Theorie zu lernen, sondern auch die Gelegenheit zu bekommen, diese wenigstens auch einmal in der Praxis zu üben. Aber wie heißt es ebenfalls? Selbst ist die Frau.

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