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Bachelor live

Mini-Urlaub in der Heimat

Mein genialer Plan, nach der Klausurphase direkt mit der anstehenden Hausarbeit weiterzumachen und diese so schnell wie möglich zu schreiben, ist leider nicht ganz aufgegangen. Nach den Klausuren bin ich zwar nicht in geistigen Schlaf verfallen, aber mein Hirn hat sich erst mal in Watte gepackt und alle sinnvollen oder produktiven Gedankengänge blockiert. Stattdessen gab es Filme und Serien anzusehen, ausgiebige Kaffeepausen mit lange nicht mehr gesehenen Freunden zu priorisieren und eine verschleppte Erkältung auszukurieren.
Jetzt sind schon zwei Wochen vergangen und rückblickend lässt sich sagen: Die Zeit hätte ich besser nutzen können. Wenigstens habe ich aber einen Großteil der Literaturrecherche für die Hausarbeit bereits hinter mir, ebenso einen Sprechstundentermin. Die Grundlagen und die Fragestellung für die Hausarbeit stehen also schon mal.
Mit diesem stabilen Gerüst kann ich nun mit einem weniger schlechten Gewissen nach Hause zu meinen Eltern fahren und mich verwöhnen lassen. Ich bin nicht der Typ Studierender, der sehr oft zu Hause ist, daher sind diese wenigen Tage im Jahr immer besonders wertvoll für mich. Neben gutem Essen und der Aufmerksamkeit und Liebe meiner Eltern tut es mir auch gut, mal aus Heidelberg rauszukommen. Und überhaupt, wo kann man die kleinen Wehwechen wie Schnupfen besser loswerden als zu Hause? Dieses Wochenende wird ein wohltuender Mini-Urlaub. Und um mir ja keine Chance zu geben, diesen zu verlängern, habe ich bereits für nächste Woche lauter Termine und Verabredungen ausgemacht. Aber jetzt sitze ich erst einmal vollbepackt im Zug und kann es kaum erwarten, endlich zu Hause anzukommen!

Bachelor live

Ausnahmezustand

In der Prüfungsphase ticken die Uhren anders. Besonders in einer Universitätsstadt wie Marburg, deren Stadtbild ganz deutlich von Studierenden geprägt ist, merkt man deutlich, wenn wieder Klausuren anstehen. Normalerweise finde ich immer leicht einen freien Platz in der Universitätsbibliothek, doch in der Prüfungsphase warten schon in aller Früh lernwütige Studierende vor der Tür, um noch einen der begehrten Plätze zu ergattern. Dafür ist an anderen Orten deutlich weniger los, beispielsweise in der Innenstadt oder im Kino.
Ausnahmezustand herrscht in dieser Zeit auch in unserer WG. Entweder stapelt sich das Geschirr in der Spüle, weil niemand wertvolle Lernzeit mit Spülen vergeuden will, oder die Küche ist blitzblank geputzt, weil das Putzen eine schöne Möglichkeit der Prokrastination darstellt. Ein Zustand dazwischen ist selten. Weitere Ergebnisse des Aufschiebens sind die entrümpelte Abstellkammer und der aufgeräumte Balkon – Dinge, die wir seit einer Weile vor uns hergeschoben haben, werden plötzlich zu einer willkommenen Abwechslung.
Unter dem zunehmenden Lernstress leidet allerdings auch das aktive WG-Leben, was vor allem für meinen Mitbewohner, der selbst nicht studiert, zunächst etwas ungewöhnlich war. Normalerweise sitzen wir abends gerne mal alle in der Küche oder kochen gemeinsam. Während der Klausurphase sind aber eher Nachtschichten am Schreibtisch und Essen vom Lieferservice angesagt.
Glücklicherweise ist das Ende bereits in Sicht – in wenigen Tagen stehen die letzten Klausuren an, sodass anschließend wieder etwas Normalität einkehren kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 1, 2018

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Frühling nach den Klausuren? Fehlanzeige

Meine Klausurtermine lagen in diesem Jahr allesamt in einer Woche. Wenn ich ehrlich bin, war es gar nicht mal so unangenehm. Aus einer Klausur herauszugehen und dann erst für die nächste zu lernen, gefällt mir nicht. Da ist es mir lieber, direkt am nächsten Tag die nächste Klausur hinter mich zu bringen. Eines muss ich dennoch zugeben: Für mehrere Fächer gleichzeitig über mehrere Wochen zu pauken, ist anstrengend. Das Wetter machte es nicht leichter, denn in den Tagen vor den Klausuren schien die Sonne wie in diesem Jahr noch gar nicht – eigentlich wunderschön, aber wenn man lernen muss, bringt einem die Sonne auch nichts.
Zum ersten Mal in meinem Studium musste ich eine Klausur für einen Sprachkurs schreiben. Zeit dafür blieb mir allerdings wenig, denn da diese Note nicht in die Bachelornote eingerechnet wird, kommt das Lernen für die anderen Klausuren grundsätzlich zuerst. Hatte ich es über die Weihnachtsferien noch geschafft, die eine oder andere Vokabel auf Karteikarten zu schreiben, war es damit nun vorbei. Stattdessen füllte ich Karteikarten mit den Lebensdaten von Soziologen und den Inhalten von EU-Verträgen. Am Abend vor der Französisch-Klausur hatte ich noch das Gefühl, nicht genug Wörter zu kennen, um tatsächlich einen Aufsatz schreiben zu können. Doch meine Sorge stellte sich als unbegründet heraus.
Einziger Wermutstropfen: Kaum verließen wir den Hörsaal, war die Sonne plötzlich verschwunden und seitdem regnet es beinahe ununterbrochen. Ich hatte mir eingebildet, dass nach den Klausuren der Frühling beginnen würde – dabei sind die kalten Wintermonate doch noch lange nicht vorbei.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 1, 2018