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Bachelor live

Zweite Chance

Nachdem mein erstes Bewerbungsgespräch nicht so gut wie erhofft gelaufen war, unterhielt ich mich mit einigen Kommilitonen über das Thema Praktikumssuche. Ich wollte wissen, ob sie nur bei mir so schleppend verläuft, oder ob andere ähnliche Probleme haben. Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meinen Sorgen nicht alleine war und auch einige meiner Kommilitonen bereits an unserem doch sehr theoretischen Studiengang der Publizistik gezweifelt hatten.

Die ersten, die ihr Pflichtpraktikum schon hinter sich hatten, meinten, dass man am Anfang nicht wählerisch sein dürfe. Lieber solle man erst mal ein Praktikum machen, das vielleicht nicht ganz so attraktiv scheint, um mit den ersten praktischen Erfahrungen bei künftigen Bewerbungen bessere Chancen zu haben. Die meisten empfahlen außerdem, es im journalistischen Bereich zu probieren, da es dort leichter sei, einen Praktikumsplatz zu finden. Nach vielen Gesprächen dieser Art hatte ich mich mit dem Gedanken abgefunden, bei irgendeiner Regionalzeitung ein Praktikum zu absolvieren, obwohl mich der Bereich PR viel mehr reizt.

Überraschenderweise hatte ich kurz darauf eine neue E-Mail in meinem Posteingang – von der Agentur, bei der ich mein erstes Vorstellungsgespräch hatte. Sie stammte jedoch von einer anderen Abteilung und enthielt eine zweite Einladung zu einem persönlichen Gespräch, sofern ich auch Interesse an einem Praktikum im Bereich „Corporate Communication“ hätte. Ich freute mich riesig, denn egal, wie das Gespräch ausgehen würde, wusste ich wenigstens, dass ich mich bei meinem ersten Gespräch so schlecht nicht angestellt haben konnte. Sonst wäre ich sicher nicht intern einer anderen Abteilung als Praktikantin vorgeschlagen worden.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Mar 8, 2018

Bachelor live

Mini-Urlaub in der Heimat

Mein genialer Plan, nach der Klausurphase direkt mit der anstehenden Hausarbeit weiterzumachen und diese so schnell wie möglich zu schreiben, ist leider nicht ganz aufgegangen. Nach den Klausuren bin ich zwar nicht in geistigen Schlaf verfallen, aber mein Hirn hat sich erst mal in Watte gepackt und alle sinnvollen oder produktiven Gedankengänge blockiert. Stattdessen gab es Filme und Serien anzusehen, ausgiebige Kaffeepausen mit lange nicht mehr gesehenen Freunden zu priorisieren und eine verschleppte Erkältung auszukurieren.
Jetzt sind schon zwei Wochen vergangen und rückblickend lässt sich sagen: Die Zeit hätte ich besser nutzen können. Wenigstens habe ich aber einen Großteil der Literaturrecherche für die Hausarbeit bereits hinter mir, ebenso einen Sprechstundentermin. Die Grundlagen und die Fragestellung für die Hausarbeit stehen also schon mal.
Mit diesem stabilen Gerüst kann ich nun mit einem weniger schlechten Gewissen nach Hause zu meinen Eltern fahren und mich verwöhnen lassen. Ich bin nicht der Typ Studierender, der sehr oft zu Hause ist, daher sind diese wenigen Tage im Jahr immer besonders wertvoll für mich. Neben gutem Essen und der Aufmerksamkeit und Liebe meiner Eltern tut es mir auch gut, mal aus Heidelberg rauszukommen. Und überhaupt, wo kann man die kleinen Wehwechen wie Schnupfen besser loswerden als zu Hause? Dieses Wochenende wird ein wohltuender Mini-Urlaub. Und um mir ja keine Chance zu geben, diesen zu verlängern, habe ich bereits für nächste Woche lauter Termine und Verabredungen ausgemacht. Aber jetzt sitze ich erst einmal vollbepackt im Zug und kann es kaum erwarten, endlich zu Hause anzukommen!

Bachelor live

Ausnahmezustand

In der Prüfungsphase ticken die Uhren anders. Besonders in einer Universitätsstadt wie Marburg, deren Stadtbild ganz deutlich von Studierenden geprägt ist, merkt man deutlich, wenn wieder Klausuren anstehen. Normalerweise finde ich immer leicht einen freien Platz in der Universitätsbibliothek, doch in der Prüfungsphase warten schon in aller Früh lernwütige Studierende vor der Tür, um noch einen der begehrten Plätze zu ergattern. Dafür ist an anderen Orten deutlich weniger los, beispielsweise in der Innenstadt oder im Kino.
Ausnahmezustand herrscht in dieser Zeit auch in unserer WG. Entweder stapelt sich das Geschirr in der Spüle, weil niemand wertvolle Lernzeit mit Spülen vergeuden will, oder die Küche ist blitzblank geputzt, weil das Putzen eine schöne Möglichkeit der Prokrastination darstellt. Ein Zustand dazwischen ist selten. Weitere Ergebnisse des Aufschiebens sind die entrümpelte Abstellkammer und der aufgeräumte Balkon – Dinge, die wir seit einer Weile vor uns hergeschoben haben, werden plötzlich zu einer willkommenen Abwechslung.
Unter dem zunehmenden Lernstress leidet allerdings auch das aktive WG-Leben, was vor allem für meinen Mitbewohner, der selbst nicht studiert, zunächst etwas ungewöhnlich war. Normalerweise sitzen wir abends gerne mal alle in der Küche oder kochen gemeinsam. Während der Klausurphase sind aber eher Nachtschichten am Schreibtisch und Essen vom Lieferservice angesagt.
Glücklicherweise ist das Ende bereits in Sicht – in wenigen Tagen stehen die letzten Klausuren an, sodass anschließend wieder etwas Normalität einkehren kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 1, 2018