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Bachelor live

Wrestling und Memes an der Uni?

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

22.03.2018

Memes kennt ihr mit Sicherheit, in letzter Zeit sind sie schließlich nicht mehr aus Facebook und Co. weguzudenken. Das können Bilder, Gifs oder kurze Videos sein, die durch ihre Botschaft viral gehen. Doch habt ihr schon einmal daran gedacht, euch wissenschaftlich mit Memes zu beschäftigen? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht.
Und habt ihr schon mal Wrestling gesehen? Ich ehrlicherweise tatsächlich, allerdings eher versehentlich: Als ich in Madrid wohnte, verbrachten wir die Wochenenden oftmals in Kulturhäusern, in denen es Ausstellungen, Theaterstücke und mehr gab. Eines Tages, als wir eigentlich nur einen Kaffee trinken und einige Bilder anschauen wollten, sahen wir uns plötzlich mit einer Menschenmasse und einem Wrestlingkampf konfrontiert. Heute weiß ich, dass Wrestling eingeübt ist und nur so übertrieben wirkt, aber damals war ich schlicht und einfach überrascht.
Warum ich diese beiden Phänomene anspreche? Im vorigen Semester habe ich ein Seminar belegt, das sich Donald Trump aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nähert. Wrestling, Memes, aber auch Fernsehserien, Internetforen und mehr – all das sind Medien, die sich dem US-amerikanischen Präsident widmen. Ich fand es spannend, einmal nicht nur über politische Inhalte zu sprechen, sondern zu überlegen, welche weiteren kulturwissenschaftlichen Faktoren dazu führen, dass Menschen für einen bestimmten Präsidentschaftskandidaten stimmen. Wrestling und Memes sind dabei nur zwei Beispiele.
Gerade Memes haben mich dabei fasziniert. Sie stammen ursprünglich von der Plattform 4chan, der Wiege der Anonymous-Bewegung. Das ist eine Webseite, genau genommen ein Imageboard, auf dem ähnlich wie in einem Forum Bilder veröffentlicht und diskutiert werden können. Und könnte es einen besseren Ort für die Entstehung von Memes geben? Manchmal ist es unglaublich spannend, Medien unseres täglichen Lebens einmal genauer nachzugehen!

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