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Bachelor live

Bye-bye Heidelberg!

Als ich gestern mit zwei großen Koffern und einer prall gefüllten Ikea-Tüte am Heidelberger Hauptbahnhof stand, wurde mir klar, dass der Tag des Abschieds gekommen war. Ich hatte bereits alle Bücher abgegeben, die Wohnungsschlüssel überreicht und mein in drei Jahren angesammeltes Hab und Gut eingepackt. Ich war bereit, Heidelberg fürs Erste den Rücken zuzukehren.
Jetzt sind alle meine Klamotten, Schuhe, Dokumente und sonstiger Kram in Essen und warten darauf, irgendwann wieder in Regalen verstaut zu werden. Ich werde bis Januar nächsten Jahres keinen festen Wohnsitz haben. Im April und Mai wohne ich in Berlin als Zwischenmieterin in zwei unterschiedlichen WGs und für den Zeitraum Juni bis August habe ich ein Zimmer in einem Wohnheim in Frankfurt gefunden. Da ich ab September im Ausland sein werde, kann ich offiziell sagen: Bye-bye Heidelberg! Ab jetzt werde ich hier nur noch zu Besuch sein.
Momentan habe ich aber noch nicht realisiert, dass ich die Heidelberger Universität bis Januar nicht mehr besuchen muss. Es fühlt sich alles etwas surreal an und ist einfach noch zu frisch. Traurig oder wehmütig macht mich der Abschied auf jeden Fall nicht, dafür freue ich mich viel zu sehr auf alles Kommende. Praktika, andere Städte und dann sogar andere Kulturen … das alles ist einfach zu gut, um wahr zu sein! Der ganze Frust und Stress meiner ersten drei Semester hat sich letztendlich doch gelohnt.
Jetzt geht es erst mal zum Familienurlaub nach Lissabon – und danach bin ich gespannt auf diesen neuen Abschnitt meines Lebens!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 5, 2018

Bachelor live

Wrestling und Memes an der Uni?

Memes kennt ihr mit Sicherheit, in letzter Zeit sind sie schließlich nicht mehr aus Facebook und Co. weguzudenken. Das können Bilder, Gifs oder kurze Videos sein, die durch ihre Botschaft viral gehen. Doch habt ihr schon einmal daran gedacht, euch wissenschaftlich mit Memes zu beschäftigen? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht.
Und habt ihr schon mal Wrestling gesehen? Ich ehrlicherweise tatsächlich, allerdings eher versehentlich: Als ich in Madrid wohnte, verbrachten wir die Wochenenden oftmals in Kulturhäusern, in denen es Ausstellungen, Theaterstücke und mehr gab. Eines Tages, als wir eigentlich nur einen Kaffee trinken und einige Bilder anschauen wollten, sahen wir uns plötzlich mit einer Menschenmasse und einem Wrestlingkampf konfrontiert. Heute weiß ich, dass Wrestling eingeübt ist und nur so übertrieben wirkt, aber damals war ich schlicht und einfach überrascht.
Warum ich diese beiden Phänomene anspreche? Im vorigen Semester habe ich ein Seminar belegt, das sich Donald Trump aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nähert. Wrestling, Memes, aber auch Fernsehserien, Internetforen und mehr – all das sind Medien, die sich dem US-amerikanischen Präsident widmen. Ich fand es spannend, einmal nicht nur über politische Inhalte zu sprechen, sondern zu überlegen, welche weiteren kulturwissenschaftlichen Faktoren dazu führen, dass Menschen für einen bestimmten Präsidentschaftskandidaten stimmen. Wrestling und Memes sind dabei nur zwei Beispiele.
Gerade Memes haben mich dabei fasziniert. Sie stammen ursprünglich von der Plattform 4chan, der Wiege der Anonymous-Bewegung. Das ist eine Webseite, genau genommen ein Imageboard, auf dem ähnlich wie in einem Forum Bilder veröffentlicht und diskutiert werden können. Und könnte es einen besseren Ort für die Entstehung von Memes geben? Manchmal ist es unglaublich spannend, Medien unseres täglichen Lebens einmal genauer nachzugehen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2018

Bachelor live

Spontane Auszeit und frischer Wind?

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nach langer Pausenzeit mal wieder an einem Radio-Workshop teilnehmen. Das ist auch der Grund, warum ich gerade im ICE nach Braunschweig sitze. Theoretisch hätte ich ab Montag wieder brav in der Heidelberger Uni-Bibliothek sitzen und mehr oder weniger fröhlich an meiner Hausarbeit werkeln müssen.
Ein unerwarteter Anruf aus Berlin hat diese Planung aber erst mal auf Eis gelegt: Ich werde nun die nächste Woche komplett in Berlin verbringen, da ich ab Sonntag im Büro aushelfen soll. Am Donnerstag und Freitag werde ich daher in der Berliner Universitätsbibliothek arbeiten und am Freitagabend geht es weiter mit dem nächsten Radio-Wochenende.
Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, die gesamte Woche in meiner absoluten Lieblingsstadt zu verbringen, fiel mir die Entscheidung sehr leicht. Jetzt habe ich statt eines kleinen Koffers einen viel zu großen dabei und kann es kaum erwarten, endlich wieder Berliner Luft zu schnuppern, einige neue tolle Restaurants zu besuchen und wieder in der Anonymität der Großstadt zu versinken.
Ein ganz anderer, positiver Effekt dabei ist, dass ich in der Bibliothek der Humboldt-Universität andere Literatur zu meinem Hausarbeitsthema finden werde und so vielleicht zusätzliche, zündende Ideen bekomme. Ein weiterer förderlicher Punkt ist, dass ich in der Praktikantenwohnung kein WLAN habe und mich zwangsläufig abends mit meiner Arbeit auseinandersetzen muss. Für mich fühlt sich diese Woche wie ein Segen an, da ich mich in den vergangenen Tagen in Heidelberg ziemlich gequält habe. Die Heidelberger Uni-Bib ist zu sehr mit unangenehmen Prüfungsphasen verknüpft und, dorthin zu gehen, kostet mich jedes Mal Überwindung. Ich freue mich also auf eine produktive Woche in Berlin!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 21, 2018