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Bachelor live

Grüße aus Lissabon

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

11.04.2018

Das Leben unter der prallen Sonne ist fantastisch! Seit Montag haben wir hier in Lissabon schönstes Wetter mit einem kühlenden Wind. Seit Anfang der Woche mache ich mit meiner Familie in der Hauptstadt Portugals Urlaub. Nach den tristen, grauen Frühlingswochen in Deutschland sind diese warmen Tage hier eine Wohltat. Der leichte Sonnenbrand auf meiner Nasenspitze prickelt fröhlich und das Wetter hier verführt mich zum Träumen.
Neben typischen Sehenswürdigkeiten wie dem Aussichtsaufzug und den Museen ist mir eine andere Sache aufgefallen: Obwohl wir uns in Europa befinden, ist die Armut überall deutlich zu erkennen. Wenn man mit der historischen 28er Tram durch die kleinen Gassen der Stadt fährt, scheint jedes fünfte Haus heruntergekommen und unbewohnbar zu sein. Nebst wunderschönen, mit bemalten Ziegeln verzierten Häusern stehen zugemauerte Bauten ohne Dach. Selbst direkt neben den Wahrzeichen der Stadt sieht man verfallende Gebäude.
Ein Einwohner erzählte uns, dass in der Hauptstadt Lissabon viele Studierte mit einem erfolgreichen Abschluss nicht mehr als circa 850 Euro im Monat verdienen. Es mag sein, dass die Lebenshaltungskosten hier niedriger sind als etwa in Deutschland. Aber dass selbst Ärzte, Lehrer und Juristen einen solch niedrigen Lohn haben, ist doch erschreckend. Und Lissabon hat wenigstens noch den Tourismus als wirtschaftliche Bereicherung – wie sieht es wohl erst in ländlicheren Gegenden Portugals aus? Dieser Urlaub hat mir gezeigt, welches Glück ich habe, in Deutschland zu leben. Ich kann auf eine gute Infrastruktur mit relativ stabilen Straßen und robusten Häusern zählen und eine hohe Lebensqualität genießen.
Besonders positiv ist mir dagegen – neben dem tollen Wetter und den schmackhaften Speisen – die Freundlichkeit der Portugiesen aufgefallen. Bei der kleinsten Frage nach dem Weg wurden uns intensive Beschreibungen zuteil. In dieser Woche wurden wir außerdem zehnmal darauf hingewiesen, dass wir auf Taschendiebe Acht geben sollten.
Insgesamt war es ein gelungener Urlaub und eine schöne Familienzeit, die mich von der verhassten Hausarbeit ablenkte. Die ist direkt nach dem Urlaub wieder dran!

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