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Bachelor live

Totalausfall

Vergangene Woche wurden meine Weisheitszähne operativ entfernt. Ich habe mich ziemlich lange vor dieser OP gedrückt, aber es half nichts: Die Weisheitszähne mussten endlich raus.
Die Operation an sich war tatsächlich das Harmloseste: Ich spürte nichts, einzig die Geräusche der zahnärztlichen Geräte waren nicht besonders angenehm. Den restlichen Tag verbrachte ich damit, meine Backe quasi ununterbrochen zu kühlen, möglichst wenig zu reden und nur flüssige Nahrung zu mir zu nehmen. Alles nur halb so wild, dachte ich noch – bis ich am nächsten Morgen mit einer dicken Hamsterbacke und Schmerzen aufwachte, die auch noch die folgenden Tage blieben. Das sei alles normal, versicherte mir mein Zahnarzt. Aber natürlich schränkte mich das sehr ein. Ein paar Tage nach der OP wurde ich zu allem Überfluss krank und musste Antibiotikum nehmen. Das bedeutete, dass ich schlussendlich mehr als eine Woche im Bett lag und total ausfiel. Ich konnte weder zur Uni noch zur Arbeit gehen und auch jede andere Aktivität fiel flach.
Besonders ärgerlich war, dass das Wetter ausgerechnet in dieser Zeit besonders sonnig war und das Thermometer um die 25 Grad anzeigte. Während meine Freunde also alle draußen das Wetter und die Sonne genossen, musste ich zu Hause bleiben. Dafür habe ich in der Zeit die Serie „Grey’s Anatomy“ für mich entdeckt, für die ich bisher nie Zeit gefunden hatte. Die Serie handelt von jungen Ärzten in einem Krankenhaus, die jede Menge Patienten mit weitaus schlimmeren Krankheiten und Verletzungen behandeln, als entfernte Weisheitszähne und eine Mandelentzündung. Tatsächlich fühlte ich mich direkt ein kleines Bisschen weniger krank.
Mittlerweile bin ich aber wieder fit und hole nun die verpassten Sonnenstunden nach!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 9, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 9, 2018

Bachelor live

Ein Land voller Abenteuer und Gegensätze

Die Semesterferien nutze ich – soweit möglich – zum Reisen Diesmal stand neben unserem einwöchigen Skiurlaub in Österreich, der inzwischen zur Tradition geworden ist, eine Reise durch Israel auf dem Programm. Früher hätte ich mir nie vorstellen können einmal in dieses Land reisen zu wollen. Das Bild, welches von den Medien über Israel vermittelt wird, wirkt schließlich nicht gerade einladend. Auf meiner Asienreise im vergangenen Jahr habe ich jedoch viele Israelis getroffen. Nach vielen positiven Begegnungen mit spannenden Erzählungen über ein Land voller Gegensätze, in dem verschiedene Religionen und Kulturen aufeinander treffen, die Woche sonntags beginnt und religiöse Städte wie Jerusalem neben Partyhochburgen wie Tel Aviv zu finden sind, war mein Interesse geweckt. Hinzu kommt außerdem, dass meine Cousine mit ihrem israelischen Mann und ihrem gemeinsamen Kind in Tel Aviv lebt. Auf diese Weise konnten meine Schwester und ich die Reise mit einem Familienbesuch verknüpfen.

Also haben wir mal wieder den guten alten Rucksack gepackt und sind ohne großen Plan nach Tel Aviv geflogen. Wir waren direkt begeistert von der lebendigen Stadt, mit ihren vielen Märkten, kleinen Cafés, der wunderschönen Altstadt und der tollen Lage direkt am Meer. Da Israel nicht sehr groß ist, kann man in relativ kurzer Zeit ziemlich viel vom Land sehen. Mitt dem Bus und per Anhalter sind wir vom nördlichsten bis zum südlichsten Zipfel gereist.

In das Land verliebt haben wir uns vor allem deshalb, weil es so unglaublich vielseitig ist. Während unseres Aufenthalts haben wir im Roten Meer die Korallenriffe erkundet, sind im Mittelmeer geschwommen und haben uns auf dem Toten Meer treiben lassen. Wir sind auf Kamelen durch die Wüste geritten, haben in natürlichen heißen Quellen gebadet, haben das Pessach-Fest mit einer jüdischen Familie feiern dürfen und unter anderem Städte wie Jerusalem, Nazareth und Eilat erkundet. Der ganze Trip war ein einziges Abenteuer mit so viel Abwechslung wie es ein so kleines Land nur bieten kann.  

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  May 3, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
May 3, 2018

Bachelor live

Code für die Bundestagswahl 2017

Im dritten Semester meines Publizistik-Studiums hatte ich ein Seminar mit dem Titel „Inhaltsanalyse“. Ziel dessen war es, im Laufe des Semesters Forschungsfragen zum Thema Bundestagswahl 2017 aufzustellen und diese in einem Codebuch festzuhalten. Auf dieser Basis sollten wir Facebook-Posts von Politikern, Parteien und Medienanstalten codieren, die während der heißen Wahlkampfphase publiziert wurden. Unser Dozent legte dabei großen Wert darauf, in dem Seminar nicht nur – wie er es nannte – „Fingerübung“ zu machen, sondern richtig empirisch zu forschen. Dies schloss eine ausreichend große Stichprobe mit ein – und bedeutete viel Aufwand. Die codierten Daten mussten wir später in Gruppenarbeit zu spezifischen Themen auswerten. Hierfür nahmen wir das Statistikprogramm SPSS zur Hilfe.
Das Thema meiner Gruppe war „Die Personalisierung während der Bundestagswahl 2017“. Dabei ging es, grob gesagt, um die Annahme, der Fokus in der Berichterstattung habe sich von den Parteien hin zu den Spitzenkandidaten verschoben. Außerdem wird vermutet, dass rollenferne Eigenschaften der Spitzenkandidaten – etwa die Frisur von Angela Merkel – zunehmend in den Fokus der Berichterstattung rücken, während politische Sachthemen vernachlässigt werden. Wir untersuchten beispielsweise, ob die Personalisierung im Wahlverlauf zunahm und ob das möglicherweise mit dem TV-Duell zusammenhing. Außerdem verglichen wir verschiedene Urheber der Personalisierung, sprich, wer personalisierte am häufigsten und am stärksten, gab es Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen und vieles mehr.
Das Aufwendigste am Forschungsprojekt war der Projektbericht. Zu fünft mussten wir an einer Hausarbeit arbeiten, was in meiner Gruppe zum Glück recht harmonisch ablief. Trotzdem haben wir bis zum letzten Tag vor der Abgabe geackert. Einen Einblick in den Ablauf einer richtigen repräsentativen empirischen Forschung zu gewinnen, war zwar wahnsinnig aufwendig, aber auch spannend.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Apr 25, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Apr 25, 2018