Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Hilfe, Unwetter!

Ich mag es, wenn die Luft nach einem warmen Sommertag kühler wird, sich dunkle Wolken am Himmel türmen, große Regentropfen an mein Fenster prasseln und Blitze aufleuchten. Schon als Kind habe ich mich im Dachgeschoss ans Fenster gestellt, um dem Gewitter besser zusehen zu können, und die Sekunden zwischen Blitz und Donner gezählt. Dass Gewitter aber nicht nur auf eine mystische Weise schön, sondern auch nervig sind, musste ich vergangene Woche gleich zweimal feststellen.
An einem Abend regnete es so heftig, dass unser Keller volllief. Bis über die Knöchel standen meine Hausmitbewohner und ich im Wasser – nicht genug, damit die Feuerwehr anrückte und unseren Keller auspumpte. Stattdessen waren wir stundenlang damit beschäftigt, mit vereinten Kräften das Wasser mit von Eimern und Besen aus dem Keller zu schaffen. Diese Aktion hatte immerhin den Vorteil, dass ich endlich mal alle Hausbewohner kennenlernte.
Die zweite Situation, in der ich alles außer Gewitter gebrauchen konnte, war beim Camping während eines Festivals. Direkt in der ersten Nacht brach ein gewaltiges Unwetter über uns herein. Regen und Donner waren so laut, dass ich kaum schlafen konnte und kurzzeitig hatte ich wirklich ein bisschen Angst, wir würden samt Zelt einfach weggeweht werden. Glücklicherweise hielt das Zelt jedoch stand und blieb sogar dicht, sodass uns nichts weiter passierte. Dafür sah der Campingplatz am nächsten Morgen aus wie ein Schlachtfeld: Kaum ein Pavillon ist stehen geblieben und Zeltplanen lagen überall verstreut. Zudem versanken wir stellenweise knöcheltief im Matsch, da der ganze Boden aufgeweicht war. Meine Schuhe konnte ich danach getrost wegwerfen.
Nach diesen beiden unschönen Erlebnissen habe ich erst einmal die Nase voll von Gewittern.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jun 12, 2018

Bachelor live

Venedig des Nordens

Kurz nach Pfingsten hatte ich ein paar freie Unitage, die ich dazu nutzte, mit meinem Freund einen Städtetrip nach Brügge zu machen. Normalerweise bin ich eine der Personen, die schon Wochen vorher gründlich den Reiseführer wälzt und sich ausführlich über Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Angebote in der jeweiligen Stadt informiert. Da wir den Trip nach Belgien aber relativ spontan buchten und ich bis zum Tag vor der Abreise mit verschiedenen Projekten für die Uni und meinem Nebenjob im Café beschäftigt war, hatte ich keine Zeit, mich vorher näher über Brügge zu informieren.
Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als uns von der Stadt treiben zu lassen. Ich fand es dann sogar ziemlich entspannt, keinen Plan zu haben und einfach in den Tag hineinzuleben. Da in Brügge fast alles fußläufig zu erreichen ist, waren wir auf keine Verkehrsmittel angewiesen und konnten einfach die Stadt erkunden.
Wir merkten schnell, dass Brügge nicht umsonst als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird: Kanäle, Brücken, Kopfsteinpflaster und jede Menge historische Gebäude zeichnen das charakteristische Stadtbild aus. Wir schlenderten durch die Gassen, machten eine Kanalrundfahrt, aßen belgische Waffeln und machten jede Menge Fotos dieser wunderschönen Stadt. An einem anderen Tag haben wir uns Fahrräder geliehen. Brügge liegt zwar nicht direkt an der Küste, allerdings konnten wir innerhalb einer knappen Stunde locker ans Meer radeln.
Einzig die hohen Preise haben uns gar nicht gefallen: Lebensmittel im Supermarkt sind dort deutlich teurer als in Deutschland und ein einfacher Restaurantbesuch war kaum bezahlbar für uns.
Nichtsdestotrotz war es ein schöner, entspannter Kurzurlaub und ich kann jedem nur empfehlen, mal nach Brügge zu reisen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 6, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jun 6, 2018

Bachelor live

Neue Universitätsbibliothek, hurra!

Als ich vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal in Marburg war, um mir die Stadt und die Universität anzuschauen, fiel mir direkt eine riesige Baustelle in der Stadtmitte auf. Als ich dann nach Marburg zog, erfuhr ich, dass dort eine neue Universitätsbibliothek gebaut wird. Nun ist der Neubau fertiggestellt.
In meinen ersten drei Semestern musste ich mich allerdings noch mit der alten Universitätsbibliothek begnügen, die einiges zu wünschen übrig ließ. Beispielsweise war sie sehr klein und bot nur wenige Arbeitsplätze, sodass es mitten in der Prüfungszeit fast unmöglich war, einen Platz mit eigener Steckdose und in der Nähe eines Fensters zu ergattern. Die meisten Arbeitsplätze boten das nicht, weswegen ich die Lernatmosphäre dort deprimierend und erdrückend fand. Hinzu kam, dass die alte Universitätsbibliothek nicht genügend Kapazitäten für alle Bücher bot, sodass es noch einzelne Fachbereichsbibliotheken gab. Diese waren jedoch in ganz unterschiedlichen Unigebäuden untergebracht, sodass ich meine benötigten Bücher nicht selten in der ganzen Stadt einsammeln musste.
All das gehört jetzt aber glücklicherweise der Vergangenheit an. Die neue Universitätsbibliothek ist nicht nur wesentlich größer, sodass fast alle Bücher direkt vor Ort zu finden sind, sondern liegt auch viel zentraler. Statt auf die Autobahn schaue ich jetzt auf den alten botanischen Garten. Zudem ist jeder Arbeitsplatz gleich mit drei Steckdosen und einer Tischlampe ausgestattet, es gibt neuerdings Gruppenarbeitsräume und Einzelkabinen. Das alte Gebäude war bereits stark in die Jahre gekommen, sodass die moderne Architektur und saubere, unbenutzte Inneneinrichtung der neuen Bibliothek einen sehr positiven Kontrast bildet. Das Lernen macht mir in der neuen Universitätsbibliothek jedenfalls um einiges mehr Spaß – die Prüfungsphase kann kommen!