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Bachelor live

Schön, dich zu haben, Sommersemester!

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

13.06.2018

Zu Beginn meines Studiums hätte ich nie gedacht, dass der Unterschied so groß sein könnte, aber das Sommersemester ist tatsächlich ganz anders als das Wintersemester. Zum Beispiel wegen der langen Tage: Heute sitze ich abends mit Freunden im Freien, während es im Winter Tage gab, an denen gegen 16 Uhr bereits die Sonne unterging. Ich habe viel mehr Elan, wenn es lange hell ist. Allerdings sind die Tage auch anstrengender, schließlich fühlt es sich ein wenig an, als sollte man um 21 Uhr noch einmal mit Lernen anfangen – es ist ja noch hell.
Ob das Studium im Winter- und im Sommersemester unterschiedlich aufgebaut ist, hängt wohl vom Studiengang ab. In Politikwissenschaft und Soziologie belegen wir im Wintersemester aus einem Modul jeweils eine Vorlesung und eine Übung. Abschließend schreiben wir eine Klausur. Im Sommersemester führen wir das jeweilige Modul zu Ende. Dafür belegen wir ein sogenanntes „Proseminar“ – das letztlich nicht anders ist als eine Übung –, schreiben aber am Ende eine Hausarbeit statt einer Klausur.
Das hat vor allem zwei Konsequenzen: Zum einen kann man leichter Schwerpunkte setzen. Muss man im Wintersemester noch alle Texte lesen und das Wichtigste auswendig lernen, kann man im Sommersemester früh abstecken, welcher Bereich eines Seminars einen interessiert und worüber man seine Hausarbeit schreiben möchte. Ich habe zum Beispiel ein Proseminar zum Thema „Energiepolitik der Europäischen Union“ belegt und war mir von Anfang an recht sicher, dass ich mich mit der Energieaußenpolitik auseinandersetzen möchte, vor allem mit der Beziehung der EU zu einem Land des Südkaukasus. Zum anderen gibt es keine Klausurphase. Zwar gibt es eine Abgabefrist, aber die liegt ganz am Ende des Semesters. Da ich zum Wintersemester ins Ausland gehe und das Semester dort bereits etwas früher beginnt, gilt die Frist für mich sowieso nicht. Und hier liegt der Nachteil: Im Sommersemester bleibt einem viel weniger Zeit für all die Aufgaben.

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