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Bachelor live

Im Katastrophenmodus

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

04.07.2018

Nach zwei Wochen voller Panik – einer Woche blanker Panik und einer mit Bulimie-Lernen und vielen Flüchen – stand heute die Nachklausur in Methodik für mein Nebenfach an. Das war die erste Klausur meines gesamten Studiums gewesen, die ich nicht bestanden hatte. Kann passieren, wenn man sich einredet, dass vier Psychologie-Prüfungen trotz Grippe absolut machbar sind. War es jedoch leider nicht und ich erfuhr im März, dass ich die Klausur werde wiederholen müssen. Weil es sich um eine Pflichtklausur handelt, musste ich nun einen Erfolg verbuchen.
Wie es bei mir immer der Fall ist, habe ich die Klausur ganz hinten in meinem Kopf verstaut, wo sie nicht auffiel. Auch als der Termin näher rückte, blieb ich gelassen, schließlich hatte ich den Stoff ja schon mal gelernt und irgendwas war doch bestimmt hängen geblieben – Pustekuchen, ich konnte einfach gar nichts mehr!
Trotzdem konnte ich mich erst eine Woche vor der Klausur zum Lernen aufraffen. Die ersten vier Tage war ich mit dem Zusammenfassen und Komprimieren des Stoffs beschäftigt. Die letzten drei Tage bombte ich dann jede Ecke meines Gehirns mit methodischen Fachbegriffen, Mittelwerten und Co. voll. Mein Hauptproblem ist, dass mein Kopf innerhalb kürzester Zeit viele Informationen aufnehmen kann, sie dann aber nur kurzfristig behält – weder sinnvoll noch ermutigend. So saß ich mit großen, angsterfüllten Augen vor dem Prüfungszimmer und machte mir Gedanken über eine drohende Exmatrikulation – wenn ich in den Katastrophenmodus verfalle, dann aber richtig.
Am Ende ist alles gut gegangen und ich habe bestanden! Das Glücksgefühl umhüllt mich noch immer. Und ich habe meine Lektion gelernt: Ab jetzt möchte ich nicht mehr auf den letzten Drücker und hektisch, sondern rechtzeitig und sinnvoll lernen.

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