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Bachelor live

Im Katastrophenmodus

Nach zwei Wochen voller Panik – einer Woche blanker Panik und einer mit Bulimie-Lernen und vielen Flüchen – stand heute die Nachklausur in Methodik für mein Nebenfach an. Das war die erste Klausur meines gesamten Studiums gewesen, die ich nicht bestanden hatte. Kann passieren, wenn man sich einredet, dass vier Psychologie-Prüfungen trotz Grippe absolut machbar sind. War es jedoch leider nicht und ich erfuhr im März, dass ich die Klausur werde wiederholen müssen. Weil es sich um eine Pflichtklausur handelt, musste ich nun einen Erfolg verbuchen.
Wie es bei mir immer der Fall ist, habe ich die Klausur ganz hinten in meinem Kopf verstaut, wo sie nicht auffiel. Auch als der Termin näher rückte, blieb ich gelassen, schließlich hatte ich den Stoff ja schon mal gelernt und irgendwas war doch bestimmt hängen geblieben – Pustekuchen, ich konnte einfach gar nichts mehr!
Trotzdem konnte ich mich erst eine Woche vor der Klausur zum Lernen aufraffen. Die ersten vier Tage war ich mit dem Zusammenfassen und Komprimieren des Stoffs beschäftigt. Die letzten drei Tage bombte ich dann jede Ecke meines Gehirns mit methodischen Fachbegriffen, Mittelwerten und Co. voll. Mein Hauptproblem ist, dass mein Kopf innerhalb kürzester Zeit viele Informationen aufnehmen kann, sie dann aber nur kurzfristig behält – weder sinnvoll noch ermutigend. So saß ich mit großen, angsterfüllten Augen vor dem Prüfungszimmer und machte mir Gedanken über eine drohende Exmatrikulation – wenn ich in den Katastrophenmodus verfalle, dann aber richtig.
Am Ende ist alles gut gegangen und ich habe bestanden! Das Glücksgefühl umhüllt mich noch immer. Und ich habe meine Lektion gelernt: Ab jetzt möchte ich nicht mehr auf den letzten Drücker und hektisch, sondern rechtzeitig und sinnvoll lernen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 4, 2018

Bachelor live

Schritt für Schritt

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, Gitarre zu spielen. Wie es häufig ist, wenn man etwas Neues lernt, war es nicht immer einfach. Ich erlebte mit meiner Gitarre ein regelrechtes Auf und Ab. Nach meinem ersten Anflug von Motivation, folgte nach den ersten paar Wochen Ernüchterung: So einfach, wie es aussieht, ist es dann doch nicht. Mir war vorher jedenfalls nicht bewusst, auf was ich alles achten musste und was ich alles falsch machen konnte. Wie sollte ich mir das alles merken? Außerdem tat es ziemlich weh, die Finger fest auf die Saiten drücken zu müssen, damit ein richtiger Ton dabei herauskam. Mein Gitarrenlehrer versprach jedoch, dass das alles ganz normal sei und sich schnell Hornhaut auf meinen Fingerkuppen bilden würde. Und so war es dann tatsächlich. Es ging wieder bergauf und ich lernte in relativ kurzer Zeit sämtliche Standardakkorde zu greifen und Anschlagtechniken zu spielen.
Dieser Höhenflug dauerte aber leider nicht lange. Denn obwohl ich zu Hause einigermaßen regelmäßig übte, hatte ich das Gefühl, nicht voranzukommen. Ich kannte zwar die Akkorde, aber es fiel mir schwer, diese umzugreifen. Nach jedem Akkord entstand also erst einmal eine kurze Pause, in der ich meine Finger neu sortieren musste. Das war ziemlich frustrierend, da ich zwar theoretisch wusste, wie ein Lied gespielt wird, es aber einfach nicht konnte.
Ich muss zugeben, dass ich es bis heute nicht schaffe, ganz ohne Pause von einem zum anderen Akkord umzugreifen. Aber wenigstens wird es immer besser. Außerdem habe ich mittlerweile weitere Techniken wie Powerakkorde und Barrégriffe gelernt und kann die Anfänge von ein paar wenigen Liedern spielen. Eine Solo-Gitarristin werde ich zwar sicherlich nicht mehr, aber es macht Spaß, neben der Uni etwas Neues zu lernen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jul 4, 2018

Bachelor live

Von Chancengleichheit und Antidiskriminierung

Gleichstellung, Gleichberechtigung, Antidiskriminierung… Die Problematik rund um die Chancengleichheit der Geschlechter begegnet mir immer wieder und scheint immerzu aktuell zu sein. Besonders in und um der Philosophischen Fakultät der Uni Marburg hängen unzählige Plakate, Aufkleber und Kritzeleien mit linkspolitischen Inhalten an Wänden, Türen und vor allem Toilettenkabinen.
Aber was genau bedeutet Chancengleichheit der Geschlechter eigentlich und wie soll sie erreicht werden? Genau dieses Thema habe ich für meine nächste Hausarbeit ausgewählt. Eigentlich könnte man vermuten, dass mittlerweile jedem bewusst geworden ist, dass Männern und Frauen die gleichen Möglichkeiten offen stehen sollten. Allerdings sieht die Realität ein bisschen anders aus. Bis zur Erreichung einer Chancengleichheit der Geschlechter ist es noch ein weiter Weg.
In meiner Hausarbeit untersuche ich nun die beiden Konzepte „Diversity Management“ und „Gender Mainstreaming“, die mit ihren jeweiligen Ansätzen die Gleichberechtigung der Geschlechter fördern. Bei Diversity Management soll die gesamte Vielfalt der Beschäftigten einer Organisation oder einem Unternehmen dazu genutzt werden, um ökonomische Erfolge zu erzielen. Vielfalt bedeutet hier nicht nur Geschlecht, sondern auch Herkunft, Religion, Weltanschauung, Hautfarbe, sexuelle Orientierung und so weiter. Gender Mainstreaming ist dagegen eher im öffentlichen Sektor zu finden, also in Politik und Verwaltung. Es zielt darauf ab, die Geschlechterfrage als zentralen Aspekt in sämtlichen politischen Belangen und Entscheidungen zu berücksichtigen. Außerdem dient das Konzept als Ergänzung zu schon länger bestehenden Programmen zur Frauenförderung, sodass Gender Mainstreaming als Doppelstrategie eingesetzt wird.
Mir war bislang gar nicht so richtig bewusst, dass sowohl in der Privatwirtschaft als auch in Verwaltung und Politik schon erstaunlich viel getan wird, um Gleichberechtigung zu erlangen. Ob und inwiefern die beiden genannten Konzepte bislang erfolgreich sind, werde ich in meiner Hausarbeit analysieren. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2018