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Bachelor live

Wie analysiere ich eine Fernsehserie?

Ich muss gestehen: Fernsehen- und Filmwissenschaft gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Modulen meines Studiums. Filme habe ich nie besonders gerne gesehen, weil ich so lange kaum still sitzen, geschweige denn mich auf die Handlung konzentrieren kann. Kino finde ich zwar cool, ein Hobby ist es für mich aber auch nie geworden.
Wenn wir in der Uni darüber sprechen, wie sich der Medienkonsum verändert, muss ich oft an meine eigenen Gewohnheiten denken: Seitdem es nämlich möglich ist, legal zu „streamen“, also über ein bezahltes Abonnent Filme und Serien über das Internet zu schauen, bin auch ich nicht mehr gefeit vor „Bingen“ – dem Anschauen ganzer Serienstaffeln, ohne dabei eine Pause einzulegen. In meiner Schulzeit konnte ich meist nicht mitreden, wenn die anderen sich über „Gossip Girl“, „Pretty Little Liars“ und „Big Bang Theory“ unterhielten. Mittlerweile kenne ich mit Serien aber ganz gut aus.
An der Uni habe ich bis zu diesem Semester trotzdem kaum über Serien gesprochen, da Filme meist eine größere Rolle spielten. Eines der Seminare, das ich in diesem Semester besuche, nennt sich zum Beispiel „Blindness in film“. Es geht aber nicht nur darum zu analysieren, wie Menschen mit Sehbehinderung in Filmen dargestellt werden, sondern auch darum, wie der Film unser Sehen manipuliert.
Weil ich die Darstellung von Menschen mit Sehbehinderung aber viel spannender zu analysieren fand, wählte ich die Serie „Pretty Little Liars“ für meine Hausarbeit. Mein Fokus lag auf der Figur Jenna, die nach einem schiefgelaufenen Streich erblindet ist. Ist es nicht seltsam, über eine Serie, die man privat schaut, eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben? Doch ich muss sagen, ich finde es auch sehr spannend!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 5, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 5, 2018

Bachelor live

Im Katastrophenmodus

Nach zwei Wochen voller Panik – einer Woche blanker Panik und einer mit Bulimie-Lernen und vielen Flüchen – stand heute die Nachklausur in Methodik für mein Nebenfach an. Das war die erste Klausur meines gesamten Studiums gewesen, die ich nicht bestanden hatte. Kann passieren, wenn man sich einredet, dass vier Psychologie-Prüfungen trotz Grippe absolut machbar sind. War es jedoch leider nicht und ich erfuhr im März, dass ich die Klausur werde wiederholen müssen. Weil es sich um eine Pflichtklausur handelt, musste ich nun einen Erfolg verbuchen.
Wie es bei mir immer der Fall ist, habe ich die Klausur ganz hinten in meinem Kopf verstaut, wo sie nicht auffiel. Auch als der Termin näher rückte, blieb ich gelassen, schließlich hatte ich den Stoff ja schon mal gelernt und irgendwas war doch bestimmt hängen geblieben – Pustekuchen, ich konnte einfach gar nichts mehr!
Trotzdem konnte ich mich erst eine Woche vor der Klausur zum Lernen aufraffen. Die ersten vier Tage war ich mit dem Zusammenfassen und Komprimieren des Stoffs beschäftigt. Die letzten drei Tage bombte ich dann jede Ecke meines Gehirns mit methodischen Fachbegriffen, Mittelwerten und Co. voll. Mein Hauptproblem ist, dass mein Kopf innerhalb kürzester Zeit viele Informationen aufnehmen kann, sie dann aber nur kurzfristig behält – weder sinnvoll noch ermutigend. So saß ich mit großen, angsterfüllten Augen vor dem Prüfungszimmer und machte mir Gedanken über eine drohende Exmatrikulation – wenn ich in den Katastrophenmodus verfalle, dann aber richtig.
Am Ende ist alles gut gegangen und ich habe bestanden! Das Glücksgefühl umhüllt mich noch immer. Und ich habe meine Lektion gelernt: Ab jetzt möchte ich nicht mehr auf den letzten Drücker und hektisch, sondern rechtzeitig und sinnvoll lernen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 4, 2018

Bachelor live

Schritt für Schritt

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, Gitarre zu spielen. Wie es häufig ist, wenn man etwas Neues lernt, war es nicht immer einfach. Ich erlebte mit meiner Gitarre ein regelrechtes Auf und Ab. Nach meinem ersten Anflug von Motivation, folgte nach den ersten paar Wochen Ernüchterung: So einfach, wie es aussieht, ist es dann doch nicht. Mir war vorher jedenfalls nicht bewusst, auf was ich alles achten musste und was ich alles falsch machen konnte. Wie sollte ich mir das alles merken? Außerdem tat es ziemlich weh, die Finger fest auf die Saiten drücken zu müssen, damit ein richtiger Ton dabei herauskam. Mein Gitarrenlehrer versprach jedoch, dass das alles ganz normal sei und sich schnell Hornhaut auf meinen Fingerkuppen bilden würde. Und so war es dann tatsächlich. Es ging wieder bergauf und ich lernte in relativ kurzer Zeit sämtliche Standardakkorde zu greifen und Anschlagtechniken zu spielen.
Dieser Höhenflug dauerte aber leider nicht lange. Denn obwohl ich zu Hause einigermaßen regelmäßig übte, hatte ich das Gefühl, nicht voranzukommen. Ich kannte zwar die Akkorde, aber es fiel mir schwer, diese umzugreifen. Nach jedem Akkord entstand also erst einmal eine kurze Pause, in der ich meine Finger neu sortieren musste. Das war ziemlich frustrierend, da ich zwar theoretisch wusste, wie ein Lied gespielt wird, es aber einfach nicht konnte.
Ich muss zugeben, dass ich es bis heute nicht schaffe, ganz ohne Pause von einem zum anderen Akkord umzugreifen. Aber wenigstens wird es immer besser. Außerdem habe ich mittlerweile weitere Techniken wie Powerakkorde und Barrégriffe gelernt und kann die Anfänge von ein paar wenigen Liedern spielen. Eine Solo-Gitarristin werde ich zwar sicherlich nicht mehr, aber es macht Spaß, neben der Uni etwas Neues zu lernen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jul 4, 2018