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Bachelor live

Wann macht Arbeit glücklich?

Autor:
Franziska

Rubrik:
studium

16.08.2018

Nachdem ich im ersten und zweiten Semester verschiedene Methoden sozialwissenschaftlicher Forschung kennen gelernt habe, konnte ich mich im dritten und vierten Semester einem praktischen Forschungsprojekt widmen.
Für das Projekt wurden wir zunächst in kleine Gruppen eingeteilt, dann haben wir uns selbst eine Fragestellung überlegt, die wir im Laufe der beiden Semester anhand vorhandener Datensätze auswerten sollten. Wir entschieden uns für das Thema Berufszufriedenheit. Genauer gesagt haben wir untersucht, von welchen Faktoren es abhängt, ob Arbeitnehmer zufrieden oder unzufrieden in ihrem Job sind. Dazu gibt es bereits einige Theorien und Aufsätze, aus denen wir unsere Hypothesen ableiten konnten.
Ich muss zugeben, dass unsere Hypothesen ziemlich offensichtlich waren. Es erscheint schließlich naheliegend, dass Personen, die ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten pflegen und gute Aufstiegschancen im Beruf haben, mit ihrem Beruf zufriedener sind als solche, die sich beispielsweise nicht mit der Unternehmenskultur identifizieren können oder befürchten, ihre Stelle zu verlieren.
Tatsächlich deckten sich unsere Forschungsergebnisse am Ende auch größtenteils mit unseren Erwartungen. Allerdings fanden wir überraschend heraus, dass es offenbar keinen großen Einfluss auf die Zufriedenheit im Beruf hat, ob jemand ein gutes oder ein schlechtes Verhältnis zu anderen Kollegen pflegt. Ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten hingegen hat einen sehr starken Einfluss auf die Berufszufriedenheit. Woran das liegt, können wir nur spekulieren.
Zudem ist unsere Untersuchung natürlich nicht wirklich repräsentativ und nicht auf die Allgemeinheit übertragbar. Obwohl wir in unserer Forschung knapp 1000 Fälle untersuchten, handelt es sich dabei immer noch um eine relativ kleine Fallzahl. Es hat Spaß gemacht, selbst zu forschen, weil wir das ganze theoretische Wissen endlich mal praktisch anwenden konnten!

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