zum Inhalt

Kopfbereich

interaktiv

Hauptbereich

Bachelor live

Eine Frau auf der Baustelle - Teil 1

Autor:
Pia

Rubrik:
studium

29.08.2018

Für das Architekturstudium, das ich nächsten Monat anfangen werde, muss ich bis zum dritten Semester insgesamt zwölf Wochen Praktikum auf einer Baustelle absolvieren. Da ich im Frühjahr diesen Jahres ein Praktikum in einer Fertighausfirma gemacht und dabei auch manchmal in der Produktion gearbeitet habe, konnte ich das bereits fürs Studium anerkennen lassen, ein paar Wochen fehlen mir aber noch.
Daher habe ich bei einem Bauunternehmen in meinem Dorf angefragt und direkt eine Zusage bekommen, jedoch mit der etwas zögerlich gestellten Frage, ob ich als Frau wirklich mit auf die Baustelle wolle.
Als ich aus meinem Familienurlaub kam, in dem ich so lange schlief, wie ich wollte, fiel es mir schwer, auf einmal jeden Morgen um 5.30 Uhr aufzustehen und erst abends gegen 17 Uhr nach Hause zu kommen. Am Anfang der ersten Woche wurde ich einem Arbeiter zugeteilt, den ich in den nächsten Wochen begleiten sollte. Immer wieder hörte ich Sätze wie: „Ich hab‘ ja vieles gesehen, aber eine Frau auf der Baustelle war nie dabei.“
In den ersten Tagen merkte ich ziemlich schnell, dass der Alltag auf der Baustelle sehr vielfältig ist, eines hatte aber ich jeden Tag: Muskelkater. Obwohl ich nach Feierabend immer sehr erschöpft war, gefiel mir das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Diesen Artikel teilen