Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Feiern auf dem Industriegelände

Diesen Sommer verbringe ich einige Wochen im Osten der Tschechischen Republik, in Mähren. Ich nehme an einer Sommerschule in Olomouc teil. Zuerst ging es für mich aber auf das Festival „Colours of Ostrava“ – eines der größten Festivals des Landes. Schon Monate vor Beginn hängen überall Plakate dafür aus – sogar in der Hauptstadt Prag.
Das Festival war von Anfang an ein voller Erfolg. Das Zelt war mit meinen Freunden schnell aufgebaut. Dann machten wir uns auf, das Festivalgelände zu erkunden. Auf dem Weg dahin lernten wir ein paar Slowaken kennen, so konnte ich wieder einmal die Unterschiede zwischen tschechischer und slowakischer Sprache erkunden. Uns erwarteten viele Bands aus dem In- und Ausland – vom Superstar bis hin zum Newcomer. Gemeinsam mit den anderen Besuchern feierten wir und trotzten mitunter auch dem Regen.
Für Ostrava scheint das Festival ein echter Gewinn zu sein. Die drittgrößte Stadt Tschechiens lebt vor allem von der Industrie. Das Festival belebt bereits seit über zehn Jahren nun jeden Sommer nicht nur das stillgelegte Industrie-Areal Dolni Vitkovice, sondern die ganze Stadt. Die Detailverliebtheit, mit der das Festivalgelände gestaltet wird, beeindruckt mich immer wieder. So war mein absoluter Höhepunkt nicht etwa einer der Auftritte auf einer der Hauptbühnen, sondern vor allem ein steinerner, kalter, betonierter Durchgang. Dieser wurde als mährischer Weinkeller inszeniert. Die Mähren sind nämlich stolz auf ihre Weingüter. Dazu spielten echte mährische Bands in typischer Tracht die traditionellen Volkslieder. Es wurde reichlich gesungen und traditionell getanzt. Was für ein perfekter Einstieg in meine Erkundung Mährens!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 29, 2018

Bachelor live

Eine Frau auf der Baustelle - Teil 1

Für das Architekturstudium, das ich nächsten Monat anfangen werde, muss ich bis zum dritten Semester insgesamt zwölf Wochen Praktikum auf einer Baustelle absolvieren. Da ich im Frühjahr diesen Jahres ein Praktikum in einer Fertighausfirma gemacht und dabei auch manchmal in der Produktion gearbeitet habe, konnte ich das bereits fürs Studium anerkennen lassen, ein paar Wochen fehlen mir aber noch.
Daher habe ich bei einem Bauunternehmen in meinem Dorf angefragt und direkt eine Zusage bekommen, jedoch mit der etwas zögerlich gestellten Frage, ob ich als Frau wirklich mit auf die Baustelle wolle.
Als ich aus meinem Familienurlaub kam, in dem ich so lange schlief, wie ich wollte, fiel es mir schwer, auf einmal jeden Morgen um 5.30 Uhr aufzustehen und erst abends gegen 17 Uhr nach Hause zu kommen. Am Anfang der ersten Woche wurde ich einem Arbeiter zugeteilt, den ich in den nächsten Wochen begleiten sollte. Immer wieder hörte ich Sätze wie: „Ich hab‘ ja vieles gesehen, aber eine Frau auf der Baustelle war nie dabei.“
In den ersten Tagen merkte ich ziemlich schnell, dass der Alltag auf der Baustelle sehr vielfältig ist, eines hatte aber ich jeden Tag: Muskelkater. Obwohl ich nach Feierabend immer sehr erschöpft war, gefiel mir das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2018
Autor: Pia
Rubrik: studium
Aug 29, 2018

Bachelor live

Warum reisen wir so gerne?

Vor Kurzem habe ich eine Studie gelesen, der zufolge gerade diejenigen, die sich besonders umweltbewusst geben – sich etwa vegan ernähren, Fairtrade-Kaffee trinken und ihre Kleidung im Second-Hand-Laden kaufen – Vielflieger sind und damit unserer Erde sehr schaden. Was zuerst widersprüchlich klingt, leuchtet mir eigentlich ein: Wer weltoffen ist, reist auch gerne.
Ich musste an die Zeit zurückdenken, in der ich nach dem Abitur einen Freiwilligendienst in Spanien gemacht hatte: Geflogen sind wir damals zwar nicht, dafür aber viel mit dem Fernbus gefahren. Damals habe ich mich manchmal gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn ich öfter in Madrid bleiben und meinen Alltag dort genießen würde.
Seitdem ich in Deutschland studiere, bin ich nicht mehr so viel unterwegs Ich war für einige Seminare in Berlin und zweimal im Urlaub an der Nordsee. Fernbus bin ich innerhalb von Deutschland noch nie gefahren. In Bonn habe ich den Vorteil, dass wir recht schnell in den Niederlanden und in Belgien sind, was ich auch ausnutze, aber trotzdem finde ich es schade, dass ich nicht mehr so viel reise. Es muss ja nicht immer ein Flug sein.
Dabei ist das Thema Reisen überall präsent. Man kann kaum im Internet surfen, ohne dass unzählige Werbungen von Reisebüros, Work & Travel-Angeboten und Fluggesellschaften angezeigt werden - oft mit Schlagwörtern wie Freiheit und Weltoffenheit. Dabei kann man auch weltoffen sein, ohne zu verreisen. Aber warum reisen wir so viel? Möchten wir wirklich einfach nur die Welt entdecken? Oder schaffen wir es nicht, zuhause mal auszuspannen und den Moment zu genießen, sodass wir dafür an einen anderen Ort müssen? Eigentlich doch schade.

 

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 27, 2018