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Bachelor live

September

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

08.10.2018

Vor Kurzem musste ich meine erste Arbeit an der Uni in Seoul abgeben. Ich fand es schwierig, einen Essay zu schreiben, ohne zu wissen, was hier erwartet wird und worauf die Professoren besonders achten. Ich weiß schon jetzt, dass es kein entspanntes Semester wird. Nach der Abgabe wurden wir in Gruppen eingeteilt, um ein Projekt mit Präsentation vorzubereiten.
Dadurch, dass ich einen sehr koreanischen Namen habe und auch ganz gut koreanisch spreche, bin ich als Austauschstudentin in einer besonderen Situation. Zum Beispiel wurde ich als einzige Austauschstudentin in eine komplett koreanische Gruppe sortiert, damit ich mein koreanisch verbessern und mehr Koreaner kennenlernen kann. Ich merke immer wieder, dass ich zwischen zwei Welten und zwei Kulturen stehe. Ich sehe aus wie die Menschen hier, aber spätestens wenn ich anfange zu reden, sehe ich in verwunderte Gesichter.
Ich lebe im internationalen Wohnheim und bin die meiste Zeit mit anderen Austauschstudierenden unterwegs. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass von mir mehr erwartet wird als von anderen Deutschen, da ich einen koreanischen Hintergrund habe. Mein Ziel ist es, in den fünf Monaten so viel wie möglich aufzusaugen und mitzunehmen – nicht, um diesen Erwartungen gerecht zu werden, sondern um meinen Hintergrund tatsächlich besser zu verstehen.
Ansonsten fühle ich mich hier schon sehr wohl. Es herrschen sommerliche Temperaturen, das Essen ist fantastisch und günstig und jeder Tag ist ein kleines Abenteuer.

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